Nämlich den der "neuen" Spielergeneration und ihrer Identifikation mit dem Job als solchen. Dass jedes Spiel und jeder Gegner ein anderer ist, die Tagesform ständig eine andere, mag alles sein. Dann gelingt eben der ein oder andere einfache Pass nicht, dann kommst Du schlecht in die Zweikämpfe, antizipierst hin und wieder falsch. Aber dass ich weiß, wie ich mich im Zweikampf stellen muss, dass ich weiss, wie ein solider, sauberer Pass und vor allem wann und wohin der zu spielen ist, dass ich die richtigen Laufwege wähle und die korrekten Abstände zu den Mitspielern halte, das alles hat etwas mit fussballerischen Grundtugenden zu tun, die erlernbar sind.
Unsere Mannschaft kultiviert aber seit Jahren das genaue Gegenteil, sie macht im Wesentlichen die immer gleichen Fehler. Raumaufteilung und Staffelung stimmen nicht, so wird man auswärts billig ausgekontert, genaues und flüssiges Passspiel funktioniert nicht, stattdessen verlässt sich das Gros des Teams auf Einzelaktionen oder den langen, hohen Ball. Mangelndes gegenseitiges Helfen, rechtzeitiges Attackieren oder zumindest Zustellen eines Gegenspielers, wenn der Nebenmann mal zu spät kommt. Diese Symptome tauchen auf sehr verlässliche Weise immer und immer wieder auf.
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Und das hat nichts mit Laufbereitschaft, Konzentration auf den Punkt usw. zu tun (auch wenn @Bremen das gebetsmühlenartig wiederholt
) sondern mit grundsätzlichem Willen und Bereitschaft jedes Einzelnen, an den eigenen Defiziten zu arbeiten. Doch die meisten Fußballer sind heutzutage scheinbar überhaupt nicht mehr bereit, sich konstruktiv und ausreichend selbstkritisch mit dem, was sie tun, auseinanderzusetzen. Sondern spulen ein uninspiriertes Pensum ab.
Da das also alles überbezahlte, verwöhnte, unreife Burschen mit ungesunder Berufsauffassung sind, stellt sich die entscheidende Frage, WIE es ihnen beigebracht werden kann. Ich sehe mehrere Gründe, warum das Werder seit geraumer Zeit nicht mehr schafft.
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