KATS machen eine glasklare Ansage an die Mannschaft, dass sie im letzten Test in Belek eine gute Leistung sehen wollen. Was passiert? Diese Truppe, Mannschaft schon lange nicht mehr, versagt gegen eine Mannschaft aus der Türkei, die noch 5 Stammspieler geschont hat, auf ganzer Linie.
KATS brauchen Stunden, um sich danach der Presse zu stellen. Hönerbach entgleist verbal gegen den Schiri in der HZ-Pause. Auch wenn die BILD dieses alles sehr reisserisch dargestellt hat, so bleibt doch ein fader Beigeschmack zurück. TS sei aschfahl und nur noch verunsichert gewesen usw. ??? Inwieweit das wirklich stimmt, wahrscheinlich übertrieben.
Aber! Es bleibt dabei: TS erreicht diese Spieler nicht mehr. Woche für Woche die gleichlautenden Statements nach gleichbleibenden Fehlerketten, Änderungen nicht in Sicht.
KA hat zwar viele schöne Erfolge mit TS und Werder erreicht, nur jetzt scheint es nicht mehr weiter zu gehen. Die Frage bleibt, ob KA den Mut hat, TS zu entlassen und ihn quasi diesen Spielern wegen zu opfern? Weil die 2. Liga wäre der Todesstoß für den Verein. Die steigen nicht sofort wieder auf, mit ihrem schönen neuen Stadion!!!
Die entscheidende Frage bleibt, ob und wann er die Reißleine zieht? Hat er den Mut? Es geht schließlich um das Wirtschaftsunternehmen Werder, eine Region, viele Anhänger und um den guten Ruf von Werder.
Extrem trauriger Beitrag. Leider aber auch ein Beitrag, der ins Schwarze trifft.
Um es also richtig zu formulieren: Ein extrem ins Schwarzer treffender Beitrag über eine extrem traurige Situation.
Und ich finde es aufgrund der Situation und der Verdienste von Thomas Schaaf noch trauriger, das ich diesem Beitrag leider jetzt zustimme.
Ich war in der letzten Zeit ein Schaaf-Kritiker, aber gleichzeitig auch ein Schaaf-Befürworter. Nicht nur wegen seiner Verdienste, nicht nur wegen seiner Erfolge auch nicht nur, weil er am gleichen Tag Geburtstag hat wie ich oder weil ich ihn als Type einfach unglaublich sympathisch finde.
Sondern weil ich bisher trotz mancher Zweifel und einiger Kritik das Vertrauen hatte, das er es noch hin bekommt. Dieses Vertrauen in Thomas Schaaf ist mir mittlerweile abhanden gekommen. Tut mir leid,aber wenn ich das zu entscheiden hätte, dann würde ich ihn beurlauben und kurzfristig einen Nachfolger präsentieren.
Da ich aber nix zu sagen habe und als Fan bisher einfach nur die Hoffnung hatte, das TS es hinbekommt, habe ich mich nur oberflächlich mit einem Nachfolger befasst (als ich hier irgendwann mal auf so einen Fred gestossen bin).
Vier Dinge sind für mich in der momentanen Situation klar:
1) Jetzt immer noch weiter mit TS zu machen, sehe ich als ein größeres Risiko, als jetzt die Reißleine zu ziehen.
2)
ABER: Ohne einen Nachfolger mit Perspektive, der sofort anfangen kann, KANN man jedoch TS nicht guten Gewissens aufs Abstellgleis schieben. Es muss jemand sofort kommen können, der auch fachlich und von der Perspektive eine Aussicht bietet, Werder wieder dahin zu bringen, wo wir waren. Wenn die Chefs von TS da nicht insgeheim mit gerechnet und das vorsorglich vorbereitet haben, wird es mit einem akzeptablem Nachfolger sehr schwierig !
3) Auch wenn KA gefühlt in der Verwantwortung sozusagen ganz eng neben TS steht, DARF er nicht mit gehen. Das käme bei der aktuellen Machtverteilung einer Selbstenthauptung gleich und würde das Risiko, tatsächlich abzusteigen, wohl nur noch weiter vergrößern.
4) In der Vergangenheit war die enge Verbindung zwischen Manager und Trainer sicher ein Teil des speziellen Erfolgsrezeptes von Werder. Im Moment ist diese enge Verbindung aufgrund der offensichtlichen Ratlosigkeit des ausgebrannt wirkenden Trainers und der fehlenden Reaktion des Kaders aber wohl eher ein großes Problem. Mittelfristig sollte daher wieder ein größerer Abstand sein. Ungut ist es sicher auch, das der Manager gleichzeitig Geschäftsführer ist. Wenn KA in der Geschäftsführung verbleibt, sollte ein Nachwuchsmann wie Baumann oder sonst jemand in der Lage sein, das Tagesgeschäft zu übernehmen.