@Sofatester
Ich dagegen bewerte noch mehr als das Davorstellen oder den Gegner begleiten, z. Bsp. das, was daneben, davor und dahinter ausserdem passiert/ passieren kann:
- was, wenn er draufstürzt, Stichpunkt Raum preisgeben (übrigens bei Prödl zuletzt öfter zu sehen)
- konnte er vorher überhaupt rausrücken/ so verschieben, um direkt angreifen zu können, also Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen, mögliche Laufwege der Mit- und Gegenspieler abschätzen/erkennen
- generelles Verhalten der Mit- und Gegenspieler (Zweikampfverhalten, Bewegung zum Ball, Schnelligkeit), also indirekte Risikoeinschätzung
Wenn Du schreibst, der "Angreifer weiß, dass er die Ruhe zum Schauen und zum Überlegen hat" dann halte ich dagegen, dass er ebenso weiss, dass der Abwehrspieler nicht so leicht zu locken ist. Und gerade wenn Du vom Stuttgartspiel sprichst, wie oft Prödl dort ins Leere oder falsch gelaufen ist, gegrätscht hat etc.
Es gibt immer hätte, könnte, müsste und irgendwelche fifty/fifty-Entscheidungen des Spielers. Das Dumme ist nur, dass die meisten lediglich nur den Spieler in der direkten Situation bewerten. Das ist imho der Hauptgrund für die Unterschätzung und Überschätzung vieler Spieler.