Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Status
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Den Trainer rausschmeißen, wenn das Team mal ne Durrststrecke hat oder was?
Wenn so weiter geht, wird es natürlich Änderungen geben, was Spieler betrifft.
Wenn es wirklich so kommen sollte, was ich nichtmal glaube, dann wird etwas am Gerüst geändert werden. Man muß nicht alle austauschen.

Wenn man jedesmal nach wenigen Spieltagen anfängt den Trainer zu erneuern, was soll das denn bitte werden?
 
wir sehen doch diese typischen ueberreaktion fast jedes wochenende.

da muss nur ein spieler schlecht gespielt haben, der vorher vielleicht gut war, und prompt wird verlangt, dieser spieler muss auf die bank oder gar tribuene.

andersrum genau das gleiche. spielt ein spieler gut, ist er gleich der superstar und muss sofort in die erste elf.

man stelle sich vor huse haette nur halbwegs gut gespielt, es waeren bestimmt die ersten leute gleich gekommen, die gesagt haetten: frings raus - huse rein.
 
Ich wiederhole nochmal meine Kritik für die ich einst massiv beschimpft wurde

Stimmt ja, du bist der Oberexperte, der sich Funkel mit seinem Grottenfußball aus der Steinzeit wünscht. Jetzt sei mal bitte ganz, ganz ehrlich zu dir selbst: Kann man auch nur mit einem letzten verzweifelten Aufglimmen von Verstand für solch einen Vorschlag ernsthaft Zustimmung erwarten?

GWG Niedersachse
 
von sport1.de:




Erste Zweifel an Schaaf



Lange war der Werder-Coach unumstritten, in der Krise gerät er in die Kritik. Der Hauptvorwurf: Seine Taktik sei zu unflexibel.
Lupe
Thomas Schaaf ist beerbte 1999 Felix Magath als Trainer von Werder Bremen

Von Daniel Rathjen

München - Eine große Analyse bringt wenig.

Werder Bremen steckt in der Krise, auch wenn Sportdirektor Klaus Allofs und Trainer Thomas Schaaf das Wort meiden wie die Pest.

Die Bilanz ist ernüchternd: Nur 13 Punkte, dafür 22 Gegentore und Platz 10. Die Alarmglocken läuten längst, doch jetzt helfen nur noch Punkte.

Gegen Hertha BSC am Samstag (ab 15 Uhr LIVE) sind drei Zähler Pflicht.
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Allofs will durchgreifen

Doch was ist Werders Problem? Im Umfeld des Vereins fällt derzeit immer wieder der Begriff "mangelnde Disziplin".

Allofs hat intern ein härteres Durchgreifen angekündigt und ermahnte unter anderem Diego, der in dieser Saison bereits viermal zu spät zum Training kam, mit Nachdruck zu Pünktlichkeit.

Und was macht Schaaf? Beim 0:2 gegen Leverkusen saß der Coach oft regungslos auf der Bank. Auch das Bremer Urgestein muss sich die sportliche Talfahrt mitankreiden lassen.
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Taktisch unflexibel

"Alle stehen dafür in der Verantwortung", bekräftigt Allofs in der "Bild": "Jeder hat seinen Anteil an unserer Situation. Das gilt im Erfolg genau wie im Misserfolg."

Klar ist allerdings: Schaaf stellt die Mannschaft auf, bereitet sie mental vor. Und bestimmte Fehler - speziell in der Defensive - wiederholen sich seit Wochen.

Auffällig ist dabei, dass Werder taktisch nicht flexibel ist.

Schaaf hält eisern an der Raute im Mittelfeld fest, mit der er viele Erfolge feierte. 2004 holten die Hanseaten mit diesem System das Double und qualifizierten sich fünf Mal in Folge für die Champions League.

Keine zweite Variante

Plötzlich fehlen dem Team Laufstärke und Disziplin, um das System vernünftig umzusetzen. Und Schaaf hat keine zweite taktische Variante einstudiert...

Veränderungen nimmt der 47-Jährige nur während eines Spiels vor - und das sehr selten.

Er attestiert dem kommenden Gegner, der mit zwei Sechsern, einem Dreier-Mittelfeld und einem Stürmer agiert, ein "modernes System".

Systemkritik wird nicht angenommen

Streng genommen bedeutet das: Werder hinkt hinterher. Offen für Kritik ist Schaaf in dieser Angelegenheit allerdings nicht.

"Wir sind mit unserem System immer gut gefahren und haben auch die Spieler dafür. Außerdem ist es sinnvoller, einige Dinge zu verbessern, anstatt am System herumzukramen", stellt er auf der letzten Pressekonferenz vor dem Spiel klar.

Zuvor hatte er sich seine Kicker noch einmal zur Brust genommen und eine Krisensitzung abgehalten.


"Zu offensiv interpretiert"

Rund eine halbe Stunde dauerte die kurzfristig einberufene Besprechung - im Anschluss marschierten die Werder-Profis wortlos zum Trainingsplatz.

Einer der Vorwürfe Schaafs an das Team: Es fehlt die Abstimmung. "Wir haben unser Spiel zu offensiv interpretiert", zitiert ihn die "Kreiszeitung Syke".

Zuletzt sei es zwar schon besser geworden, "aber es hat sich nicht sofort auf die Ergebnisse niedergeschlagen".

"Nicht die Leistung, für die sie stehen"

Der Grund: Das System ist nicht das einzige Problem. "Einige Spieler rufen nicht die Leistung ab, für die sie eigentlich stehen", erläutert Schaaf.

Er führt Überbelastung als Grund dafür an, aber auch persönliche Dinge. Wie im Fall Torsten Frings.

Ihm hat der Zoff in der Nationalmannschaft nicht gut getan. "So etwas geht nicht spurlos an ihm vorbei", gesteht Schaaf ein.

Jetzt auch Boenisch verletzt

Hinzu kommt das Problem mit den Verletzungen. Immerhin kehren Claudio Pizarro und Diego gegen Berlin ins Team zurück.

Auch die zuletzt angeschlagenen Per Mertesacker und Frings stehen für einen Einsatz bereit.

Doch dass Clemens Fritz (muskuläre Probleme) aufläuft, ist eher unwahrscheinlich. Hugo Almeida (Grippe) fehlt definitiv. Und neu auf der Verletztenliste ist seit Donnerstag Sebastian Boenisch. Er hat einen Schlag gegen das rechte Schienbein bekommen und humpelte in die Kabine.

"Müssen die Kurve kriegen"

Letztlich ist jedoch egal, wer am Samstag aufläuft. Allen in Bremen dürfte klar sein: Viel Zeit für einen Aufschwung bleibt nicht mehr.

"Wir müssen jetzt dringend die Kurve kriegen", fordert Allofs.
 
wuesste nicht, was druck von der presse bringen sollte. bis auf unruhe vielleicht.

es sei denn man ist der meinung, dass unsere verantwortlichen / mannschaft den druck von der presse braucht, um etwas aendern zu moechten.

das wuerde ich allerdings unter der kategorie "maerchen" einordnen.
 
Der Pressebericht ist mir eigentlich auch zu oberflächlich.

Richtig ist, dass der Trainer mit in der Verantwortung steht.
Zu einfach ist es aber, dass man mit einem bloßem Systemwechsel die sofortige Wende herbeiführen will. Auch dann würde es dauern bis alle Rädchen ineinandergreifgen, selbst wenn man die Systeme im Training einstudiert.

Außerdem vernachlässigt der Artikel die Gestaltungsmöglichkeiten, die sich innerhalb der Raute ergeben. So kann man die Absicherung anders gestalten, wenn Spieler aus der Viererkette sich in die Offensive einschalten. Außerdem kann man durch die Auswahl des entsprechenden Mittelfelds viel bewirken. Wir haben gegen Hoffenheim ein sehr offensives Mittelfeld mit Frings, Özil, Hunt und Diego gesehen. Dass sich ein Mittelfeld z.B. mit Baumann, Frings, Vranjes und einem 10er disziplinierter gestaltet, liegt auf der Hand. Hier hat der Trainer Gestaltungsmöglichkeiten. In Spielen wie in Hannover oder gegen Leverkusen gingen uns allerdings in der Tat die Spieler aus und man muss nehmen was übrig ist.

Gerade in den letzten beiden Spielen habe ich aber den Eindruck, dass die Absicherung hinten schon viel besser funktionierte, insofern gebe ich Schaaf Recht dass sich in Ansätzen schon etwas geändert hat. In Hannover haben wir allerdings klarste Chancen nicht genutzt, gegen Leverkusen war es die Anfangsphase wo wir einfach in Führung gehen mussten. Anschließend sah man der Mannschaft die Verunsicherung an, die z.T. sicher auch der aktuellen Situation geschuldet ist. Was man allerdings nicht mehr gesehen hat, waren weit geöffnete Abwehrreihen und harakiri-mäßiges Stürmen. Die Gegentore haben wir in Überzahl kassiert. Nun muss an den Einzelleistungen bzw. den Formkrisen einzelner Akteure gearbeitet werden.

Was gegen Hertha nun her muss, ist eine disziplinierte Abwehrleistung und ein Sieg, gern auch knapp. Dann kann man durchaus sagen: so geht's auch, wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und treten vor allem hinten kontrollierter auf. Wenn damit die ersten Erfolge eingefahren werden, kehrt auch die Sicherheit zurück.
 
Es wird geschrieben, dass man im Spielsystem nicht frexibel genug ist. Ich glaube dass die Mannschaft flexibel genug ist sich umzustellen, das macht sie auch während des Spiels. Wichtig ist, dass man dem Gegner sein Spiel aufzwingen muss. Dies hat in den letzten Spielen nicht geklappt, da muss man wieder hinkommen.
Übrigens Real Madrid, Barcelona, Milano spielen schon seit jahren dasselbe System wie Werder.
Also ist ist für mich Blödsinn das spielsystem zu ändern, stattdessen sollte man sein Spiel dem Gegener aufzwingen.
 
Das eigentliche Übel an diesem "Bericht", der mehr als Kommentar herüberkommt, dies aber kaschiert und die eigene Ansicht als Faktum zeichnet, ist, daß Aussagen, wie: "Alle stehen dafür in der Verantwortung" vorab mit dem Etikett gekennzeichnet werden, der Trainer stünde zur Debatte - dann kommt die These des Schreibers, Schaaf sei uneinsichtig und ließe sich nicht beraten. Als Beleg hierzu wird dann Schaaf zitiert, mit "Wir sind mit unserem System immer gut gefahren und haben auch die Spieler dafür".

Ich weiß schon genau, was ich von dieser Form von "Journalismus" zu halten habe. Aber dennoch: Es wird hier ein Bild von Schaaf gezeichnet, welches ausschließlich den Kritikern Recht geben möchte und die viele, der Fakten, weshalb es nicht läuft, einfach unter den Tisch fallen lässt. Aussagen werden aus dem Zusammenhang gerissen und an der richtigen Stellen wieder, per copy-paste-Verfahren, eingespielt. Mögen sie auch Wochen oder Monate vorher auf irgendeiner Datenbank verschwunden sein. Hier ist es der Trainer, an anderer Stelle Torsten Frings, wiederum woanders wird verzweifelt nach mangelnder Disziplin bei Diego gefahndet.

Tatsache ist, die Mannschaft spielt nicht gut. Sie hat schon häufiger nicht gut gespielt, aber in den vergangenen Jahren, dennoch, wenn es drauf ankam, die nötigen Resultate geliefert. Das ist das, was ein Spitzenteam ausmacht - das macht auch andere Spitzenteams aus. Jedoch fehlen derzeit die Resultate, was mithin natürlich auf eine schlechte Verfassung der Mannschaft zurück zu führen ist, andererseits auch auf mangelndes Selbstvertrauen, Fortune und vor allem dem Selbstverständnis "wir sind Werder Bremen und kommen, um die Punkte abzuholen". Daß es so oder so eine Eigendynamik annehmen kann, weiß jeder, der sich ein wenig mit Sport befasst hat und vielleicht auch selber betrieben hat. Und die jetzt, insbesondere nach dem LEV-Spiel aufkommende Lawine gilt es zu stoppen. So schnell wie möglich und so effektiv wie möglich. Den Anfang hat man mit einer defensiveren Ausrichtung gemacht und das muß auch jetzt der Weg sein. Man wird versuchen, jetzt ein paar dreckige Siege zu fahren, um so auch dem Team das Selbstverständnis zu vermitteln. Im Gegensatz zu manch anderen hier, bin ich immer noch der Meinung, daß Nichts zu spät ist, denn auch viele andere Spitzenteams schwächeln. Ich sehe weder bei LEV, noch bei Hoffenheim, Bayern oder den HSV die Kontinuität und die Qualität, daß das unsrigen Team da nicht mithalten sollte. Nur eben die Erfolgserlebnisse müssen erst einmal her. Egal wie.
 

Danke, wenn ich deine Beiträge lese, kommt ein wenig Glauben an die Objektivität des Forums wieder

Ach, und mal ein Kommentar zu der Presseschau mancher hier:
Die Aufgabe eines Journalisten ist es, die Verkaufszahlen seines Auftraggebers zu steigern. Und das geht eben heutzutage nur mit Kritik, Angriff, Schlammschlacht etc.
Mein Gott, ich habe 6Jahre mit dem Axel Springer Verlag gearbeitet und selbst die Schreiberlinge selbst, nehmen ihre Beiträge nicht zu ernst und sind sich im Klaren, dass sie die Realität verzerren, um die Verkaufszahlen zu beeinflussen. Das sollten manche hier vielleicht auch mal versuchen zu bgreifen
 
Also, man kann ja von sport1.de halten was man will, der Artikel mit der Kritik an Schaaf ist aber völlig berechtigt. Es wird nicht übertrieben, aber eben auch nicht untertrieben, von daher völlig okay. Was meint ihr eigentlich, was bei anderen Spitzenclubs los wäre???

Natürlich ist es ja auch richtig an Schaaf festzuhalten, allerdings muss Kritik eben erlaubt sein, die ich übrigens schon vor einigen Wochen hier angebracht habe(ich glaube nach dem Gladbach Spiel wars).

Das sture Festhalten an diesem System auf das sich, glaub ich, mittlerweile alle Gegner eingestellt haben, die fehlende Flexibilität, die seit Jahren schwächelnde Defensive, der Leistungsabsturz von gleich mehreren Leistungsträgern und und und. Und was mich am allermeisten ärgert ist seine Argumentation in der Öffentlichkeit. "Wir waren zu passiv", "wir waren nicht energisch genug in den Zweikämpfen", "wir waren zu weit weg von den Gegenspielern" etc. JEDES MAL der gleich Müll, den er da in die Mikros diktiert. Mich nervts. Ist aber ne persönliche Ansichtssache. Es wird hier auch User geben, die sagen, das sei völlig legitim. Is ja auch okay.

Ich hoffe nur, dass TS der Mannschaft mehr zu erzählen hat als den Journalisten, sonst wirds dünn.
 
Und was mich am allermeisten ärgert ist seine Argumentation in der Öffentlichkeit. "Wir waren zu passiv", "wir waren nicht energisch genug in den Zweikämpfen", "wir waren zu weit weg von den Gegenspielern" etc. JEDES MAL der gleich Müll, den er da in die Mikros diktiert. Mich nervts. Ist aber ne persönliche Ansichtssache. Es wird hier auch User geben, die sagen, das sei völlig legitim. Is ja auch okay.

Mal abgesehen davon, dass du Recht hast mit der Aussage...Kritik kann und muss sogar sein!

Aber auf die Art kommt es an, nämlich nicht nur sagen, was stört sondern auch wie man es ändern kann. Und frei nach diesem Motto frage ich DICH (da du es ja gerade ansprachst): Was soll TS deiner Meinung nach in der Öffentlichkeit zur Spielanalyse sagen?? Und ich bin wirklich seeeehr gespannt, ob dir eine gute Alternative einfällt, denn genau diese User, die keine Ahnung von Pressearbeit haben, noch nie auch nur irgendwas mit Journalismus zu tun hatten, aber dann die sehr, sehr clevere von Werder an greifen...genau diese Kommentare nerven mich etwas.

Das ist auch nur ne persönliche Ansichtssache und kein Angriff ;)
 
@kastemato

Nein, du hast völlig Recht, ich habe überhaupt keine Ahnung von Journalismus oder Öffentlichkeitsarbeit. Aber schau dir doch mal bitte die anderen Interviews der anderen Trainer an. Da höre ich nicht die immer gleich lautenden Parolen. Warum denn nicht mal sagen: "Clemes Fritz, Naldo oder sonst wer sind momentan nicht in Form und haben im Moment eine Schwächeperiode in ihrer Leistungsfähigkeit". Was wäre daran so schlimm? Öffentliche Kritik an Spielern, soweit sie intelligent eingesetzt wird (und das wird TS können), kann vielleicht beim ein oder andern mal den Knoten platzen lassen. Ich denke da z.B. insbesondere an einen Naldo oder an einen Rosenberg. Man muss ja nicht die Spieler richtig niedermachen, was ich auch ganz klar ablehnen würde, aber hier und da mal ein bisschen "kitzeln" kann mit Sicherheit nicht schaden.

Und nochmal zu den andern Coaches. Hör dir mal die Interviews von einem Klopp an. Ich finde, wie er sich sowohl nach Siegen als auch nach Niederlagen!! vor der Kamera präsentiert vorbildlich. Natürlich kann man einen Menschen nicht 1:1 kopieren, aber man kann sich mal ne Scheibe abschneiden. Wenn ich TS nach Niederlagen vor der Kamera sehe erwarte ich ja nicht dass er jubelnd vor Freude n klassischen Salto hinlegt, trotzdem bekomme ich das Gefühl, dass er vom Journalisten persönlich beleidigt worden ist wegen irgend ner Frage, die ihm nicht passt. Und dazu sein sarkastisches Lächeln. Also, ich finds furchtbar und vor allem nicht authentisch. Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung. Jeder wird das für sich selbst einschätzen und das ist auch gut so.
 
von sport1.de:



Werder Bremen steckt in der Krise, auch wenn Sportdirektor Klaus Allofs und Trainer Thomas Schaaf das Wort meiden wie die Pest.
...
Rund eine halbe Stunde dauerte die kurzfristig einberufene Besprechung - im Anschluss marschierten die Werder-Profis wortlos zum Trainingsplatz.

.

Aussage Allofs: "Ich habe kein Problem damit, das Wort Krise in den Mund zu nehmen..."

Also schonmal widerlegt.

Laut Bild waren es übrigens 10 Minuten Besprechung, also was denn nu? Vielleicht doch 1 Stunde?

Nur 2 Beispiele zur Objektivität des Schreibers.

Was Schaafs süffisanten Aussagen zum Thema betrifft:

Wir reden hier von einem Unternehmen: glaubst du man kann einem Ackermann oder Pietsch einfach mal eben aufdiktieren , dass man a) in der Krise steckt oder b)wie man gefälligst sein Unternehmen zu führen hat? Dafür gibt es einen Aufsichtssrat der das entscheidet.
Auch wenn es vielen nicht passt, wer bestimmt ist nicht die Öffentlichkeit, sondern letztlich immer das Unternehemn.
Wem das nicht passt, der kann seine Aktien abziehen oder weiter dem Unternehmen vertrauen. (Punkt)
 
Genau. Diese Art der Außendarstellung ist zwar langweilig, aber vor allem in Zeiten wie diesen das beste, um unnötige Nebenkriegsschauplätze zu vermeiden.

Zur allgemeinen Diskussion:

Sprüche wie "der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr" sind in meinen Augen einfach nur ein Witz. Ich glaube, dass sich hier einige das ganze viel zu leicht machen. Getoppt wird das Ganze nur noch von "Der Trainer hat sein Pulver verschossen".

Klar, wir momentan eine Krise. Eine Ausgewachsene. Aber deshalb gleich den Trainer in Frage stellen, der hier seit Jahren mehr als gute Arbeit leistet? Deshalb gleich einen neuen Trainer holen, der die Mannschaft 5 Spiele lang "erreicht" und beim 6. wieder 4 Dinger hinten reinkriegt?

Außerdem gehören immer 2 dazu. Wie alt sind denn die Spieler? 12? Nein! Von denen kann man ruhig auch mal verlangen, sich selbst zu hinterfragen. Müsste man eigentlich wissen, dass es nicht nur dem Verein, der Mannschaft, sondern auch der eigenen Karriere schadet, wenn man schlecht spielt.

Dinge, die man sehr wohl dem Trainer anlasten kann sind das grauslige Abwehrverhalten und das Spiel ohne Ball. Aber schon beim Abwehrverhalten konnte man in den letzten Spielen erste Verbesserungen sehen. Sollte es da allerdings wieder einen Einbruch geben, würde ich an TS Stelle tatsächlich mal die Taktik überdenken. Klar, von heute auf morgen wird es nicht wirken, aber warum nicht mal mit Doppelsechs spielen? Die könnten hinten Entlastung schaffen, wenn Bönisch oder Fritz nach vorne gehen. Dazu rechts Frings (eher defensiv) und links Özil (eher offensiv). Diego könnte man verkaufen und dafür 2 FERTIGE Spieler (AV + DM) holen.

Aber wie gesagt, das wäre nur im worst case und das wollen wir alle nicht hoffen. Lieber wäre mir, wenn sich unsere Jungs da hinten drin weiter stabilisieren. :svw_schal:

Und ich komme schon vom Thema ab, deswegen mach ich jetzt Schluss. :D
 
@Janause:
Danke für diesen sehr sachlichen Beitrag. (nein, keine Ironie...ich sag das hier jetzt immer dazu, sollte ich was ironisch meinen ;)

Zunächst einmal stören mich die zugegeben ähnlichen Phrasen TS´ nicht wirklich, denn ist ja die Tatsache. "Wir waren zu passiv", "wir waren nicht energisch genug in den Zweikämpfen", "wir waren zu weit weg von den Gegenspielern" ... damit hat er ja leider einfach nur VERDAMMT RECHT!!!!! Und das betrifft die ganze Mannschaft, daher sind solche Aussagen legitim und angebracht. Außerdem wiederholen sich diese Fehler leider auch stetig, weshalb man sie leider viel zu oft ansprechen muss

Ganz im Gegenteil zu Einzelkritik an Spielern. Du schreibst "wenn sie intelligent eingesetzt wird". Gut, auch der Meinung bin ich nicht, da öffentlicher Druck, mMn nichts, absolut nichts dazu beiträgt, einem Spieler zu helfen, aus seinem Formtief zu gelangen.
1) die Spieler mit der sog.Söldnermentalität oder einem schönen Diven-Gehabe...denen ist das sowieso relativ egal, ob ihr Trainer ihren Namen öffentlich in den Mund nimmt (außer dass es vielleicht mehr Publicity gibt, die sogar erwünscht ist)
2) die Spieler, die sich ernsthaft bemühen...bei denen wirkt das Ganze dann sogar eher kontaproduktiv. Beispiel Fritz...der Junge bemüht sich ja wirklich, ist selber ratlos und verkrampft total...wenn der öffentlich richtig Druck bekommt, meinst du damit würde sich das bessern? Siehe doch mal Herrn Frings...spielt der besser seit die Medien so massiv Interesse an ihm haben?

Aber dann der schwerwiegenste Punkt... "intelligent einsetzen"??? Wie denn?
Also, ich habe mein ganzes Studium als Sportjournalist finanziert (und du kannst mir glauben, ein Medizinstudium ist ein laaaaanges Studium ;) ) und da kam es meistens darauf an, kleine Ecken und Kanten, Unzulänglichkeiten in der Formulierung zu suchen, Sätze aus dem Zusammenhang zu entnehmen, um daraus eine möglichst spannende Schlagzeile zu machen....währenddessen die Aufgabe der Interviewten war,möglichst alle Fragen zufriedenstellend zu beantworten, ohne dabei große Angriffsflächen für Skandälchen zu bieten.
Es ist bei jedem Trainer so...nennt er Namen bietet das sehr viel Angriffspunkte und ist von diesem dann nur noch sehr, sehr schwer zu kontrollieren...und ob der Spieler dann zerfleischt wird wie du es ansprichst oder nicht, liegt leider nicht mehr in der Hand des Trainers.
Siehe doch mal Diego...erst die Olympia-Sache und jetzt wird wegen jeder Kleinigkeit daraus immer wieder eine tolle Schlagzeile. Das am selben Tag wie Diego noch ein anderer Spieler noch später kam als er und auch sonst im 10min Rahmen immer irgendwer später kommt, ist dabei den Medien doch egal, denn das würde ja keine so gute Angriffsfläche bieten.

Und ist es nicht gerade das, was man an Werder besonders mögen muss...dass die Dinge hier intern geklärt werden (und da kannst du dir sicher sein), dass sich die Spieler, Trainer, Manager nicht öffentlich an die Gurgel gehen so wie in anderen Vereinen?

Zur Präsentation der Person TS gebe ich dir allerdings Recht... ich persönlich bin ein großer Freund von Sarkasmus und Ironie, daher punktet er damit bei mir. Seine teilweise aber doch schon sehr ruppigen Antworten sind aber nicht das, was man gemeinhin als effiziente Öffentlichkeitsarbeit.

Dass du das Beispiel Klopp anführst, finde ich aber doch etwas lustig. Sicher sind seine Auftritte gut strukturiert usw. Aber einen Großteil der ganzen Hysterie, Fanhassattacken und was weiß ich, hat er durch sein eigenes Auftreten provoziert... wenn er jedes Mal wie ein getroffener Hund wütend um sich beißt, wenn derartiges passiert, dann ist es doch völlig logisch, dass es immer öfter passiert. Auch nicht gerade gekonnte Medienarbeit ;)
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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