@Janause:
Danke für diesen sehr sachlichen Beitrag. (nein, keine Ironie...ich sag das hier jetzt immer dazu, sollte ich was ironisch meinen
Zunächst einmal stören mich die zugegeben ähnlichen Phrasen TS´ nicht wirklich, denn ist ja die Tatsache. "Wir waren zu passiv", "wir waren nicht energisch genug in den Zweikämpfen", "wir waren zu weit weg von den Gegenspielern" ... damit hat er ja leider einfach nur VERDAMMT RECHT!!!!! Und das betrifft die ganze Mannschaft, daher sind solche Aussagen legitim und angebracht. Außerdem wiederholen sich diese Fehler leider auch stetig, weshalb man sie leider viel zu oft ansprechen muss
Ganz im Gegenteil zu Einzelkritik an Spielern. Du schreibst "wenn sie intelligent eingesetzt wird". Gut, auch der Meinung bin ich nicht, da öffentlicher Druck, mMn nichts, absolut nichts dazu beiträgt, einem Spieler zu helfen, aus seinem Formtief zu gelangen.
1) die Spieler mit der sog.Söldnermentalität oder einem schönen Diven-Gehabe...denen ist das sowieso relativ egal, ob ihr Trainer ihren Namen öffentlich in den Mund nimmt (außer dass es vielleicht mehr Publicity gibt, die sogar erwünscht ist)
2) die Spieler, die sich ernsthaft bemühen...bei denen wirkt das Ganze dann sogar eher kontaproduktiv. Beispiel Fritz...der Junge bemüht sich ja wirklich, ist selber ratlos und verkrampft total...wenn der öffentlich richtig Druck bekommt, meinst du damit würde sich das bessern? Siehe doch mal Herrn Frings...spielt der besser seit die Medien so massiv Interesse an ihm haben?
Aber dann der schwerwiegenste Punkt... "intelligent einsetzen"??? Wie denn?
Also, ich habe mein ganzes Studium als Sportjournalist finanziert (und du kannst mir glauben, ein Medizinstudium ist ein laaaaanges Studium

) und da kam es meistens darauf an, kleine Ecken und Kanten, Unzulänglichkeiten in der Formulierung zu suchen, Sätze aus dem Zusammenhang zu entnehmen, um daraus eine möglichst spannende Schlagzeile zu machen....währenddessen die Aufgabe der Interviewten war,möglichst alle Fragen zufriedenstellend zu beantworten, ohne dabei große Angriffsflächen für Skandälchen zu bieten.
Es ist bei jedem Trainer so...nennt er Namen bietet das sehr viel Angriffspunkte und ist von diesem dann nur noch sehr, sehr schwer zu kontrollieren...und ob der Spieler dann zerfleischt wird wie du es ansprichst oder nicht, liegt leider nicht mehr in der Hand des Trainers.
Siehe doch mal Diego...erst die Olympia-Sache und jetzt wird wegen jeder Kleinigkeit daraus immer wieder eine tolle Schlagzeile. Das am selben Tag wie Diego noch ein anderer Spieler noch später kam als er und auch sonst im 10min Rahmen immer irgendwer später kommt, ist dabei den Medien doch egal, denn das würde ja keine so gute Angriffsfläche bieten.
Und ist es nicht gerade das, was man an Werder besonders mögen muss...dass die Dinge hier intern geklärt werden (und da kannst du dir sicher sein), dass sich die Spieler, Trainer, Manager nicht öffentlich an die Gurgel gehen so wie in anderen Vereinen?
Zur Präsentation der Person TS gebe ich dir allerdings Recht... ich persönlich bin ein großer Freund von Sarkasmus und Ironie, daher punktet er damit bei mir. Seine teilweise aber doch schon sehr ruppigen Antworten sind aber nicht das, was man gemeinhin als effiziente Öffentlichkeitsarbeit.
Dass du das Beispiel Klopp anführst, finde ich aber doch etwas lustig. Sicher sind seine Auftritte gut strukturiert usw. Aber einen Großteil der ganzen Hysterie, Fanhassattacken und was weiß ich, hat er durch sein eigenes Auftreten provoziert... wenn er jedes Mal wie ein getroffener Hund wütend um sich beißt, wenn derartiges passiert, dann ist es doch völlig logisch, dass es immer öfter passiert. Auch nicht gerade gekonnte Medienarbeit
