Bremen
Moderator
@ Karlotto
Eines Vorweg, weil es entweder nicht richtig rübergekommen ist oder evtl. falsch verstanden wurde: meine Äußerungen bezogen und beziehen sich nicht allein auf das Spiel gegen Enschede sondern sind eine Betrachtung des bisherigen gesammen Saisonverlaufs.
Wie ich bereits geschrieben habe, sehe ich bei der Partie gegen Enschede genau wie Du einen Fortschritt, weil wie Du es formuliert hast, der Aufwand stimmte. Ob dies ein Weiterkommen bedeutet, wird die Zukunft bzw. die Mannschaft in der Zukunft zeigen müssen, denn nach der von mit wohlwollend aufgenommenen Leistungssteigerung (so daß von einem nur an die Negativerlebnisse klammern nicht die Rede sein kann) in den ersten Partien nach dem Einfrieren eines Teil der Gehälter, ist die Mannschaft gegen Nürnberg wieder rückfällig geworden, und der nicht angemessene Aufwand einer Werder-Mannschaft war in den letzten Jahren immer wieder mal ein Thema, unabhängig vom eingesetztem Spielerpersonal...
Was die Ertragsseite angeht, gehe ich mit Dir dahingehend konform, daß Pfostentreffer o.ä. In einer Partie Pech sind, mit dem man leben muß und auch kann. Aber wenn eine Mannschaft bei einem noch so vorbildlichen Aufwand 10 oder 15 Torchancen braucht, um vielleicht ein Tor zu erzielen, und das nicht nur in einer, sondern in mehreren Spielen, dann kann man schon nicht mehr von Pech oder mangelnder Belohnung reden, dann ist es schon Unvermögen oder mangelnde Effizienz, an deren Behebung gearbeitet werden muß, weil weil im Fußball nun einmal Tore und Punkte über die Tabelle entscheiden und nicht schöne Spielzüge.
Ich sehe es genauso, Ansätze erkennen und nicht alles in Frage stellen stellen sollte, auch wenn die gewünschten Ergebnisse nicht stimmig sind, aber zum Erkennen der Ansätze muß man manche Dinge auch (kritisch) hinterfragen und darf dabei auch nicht vor heiligen Kühen halt machen. Es ist z.B. auffällig, daß seit dem Double (in den letzten 2-3 Jahren vermehrt) neben einigen Fußballfesten auch immer wieder Spiele gab, wo die Einstellung der Mannschaft nicht stimmte, was man normalerweise an einzelnen Spieler festmachen würde. Aber wenn man die Startaufstellungen vom letzten Samstag gegen Nürnberg mit der von der 1:2-Heimpleite gegen den späteren Tabellenletzten MSV Duisburg im März 2008 vergleicht, dann standen am Samstag 11 andere Spieler in der Startformation als vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren; dies hat zwar auch z.B. auch verletzungsbedingte Gründe, aber bei der Fluktuation, die wir in den letzten Jahren im Kader hatten, kann man die über Jahre immer wieder vorkommende mangelnde Einstellung nicht an einzelnen Spielern festmachen, so daß es nahe liegt, daß man versucht, im System KATS Ansätze für diese Phänomen zu finden, ohne daß man es in Frage stellen will: Wurden in punkto Ehrgeiz die falschen Spieler verpflichtet? Fehlt es an der Gabe, die Mannschaft gegen vermeidlich schwächere Gegner richtig einzustellen bzw. zu motivieren? Oder, oder, oder...?
Wenn die Mannschaft weiterhin den dafür nötigen, eigentlich selbstverständlichen und in dieser Saison auch schon gesehenen Einsatz zeigt, dann hat sie gute Chancen genau das zu schaffen. Es liegt an ihr.
Eines Vorweg, weil es entweder nicht richtig rübergekommen ist oder evtl. falsch verstanden wurde: meine Äußerungen bezogen und beziehen sich nicht allein auf das Spiel gegen Enschede sondern sind eine Betrachtung des bisherigen gesammen Saisonverlaufs.
Natürlich ist das so. Wie erklärst Du Dir sonst die von Werder kreierten Chancen? Eine Mannschaft, die effizienter ist / mehr Fortune hat, nutzt das aus, führt und spielt das Spiel nach Hause. Ein Pfostenschuss ist nun einmal nicht nur eine Frage der Qualität des Stürmers, sondern eben auch Pech. Klassisches Beispiel ist Prödl Billiardkopfball in München. Damit müssen wir leben, dass der eine Ball rein und der andere Ball herausspringt.
Wenn also Thomas Schaaf davon spricht, die Mannschaft habe sich nicht für ihren Aufwand belohnt, muss das nicht heißen, sie hat alles richtig gemacht, nur kein Glück gehabt, sondern sie hat sich rein gehangen, aber nicht die notwendige Effizienz mitgebracht und nicht das Resultat eingefahren, welches dem Aufwand gerecht wird. Verstehst Du, was ich meine? Es ist nicht nur eine Frage von Glück, sondern eine Frage des Verhältnisses zwischen Aufwand und Ertrag, was letztlich durch Tore und Gegentore entschieden wird. Dort sehe ich z.B. jetzt beim CL-Spiel ein Weiterkommen. Es stimmte der Aufwand, nur der Ertrag nicht. Vorher stimmte beides nicht. Hoffenheim, Mainz oder Mailand, da stimmte gar nichts. München war ein Schritt nach vorne, während Nürnberg wieder die Leistung nicht über 90 Minuten gehalten wurde. Dazwischen waren einige Lichtblicke in der Buli dabei, wo man dachte, jetzt haben sie´s. Man müsste schon ziemlich dumpf sein, in der Wahrnehmung, um das nicht zumindest anzuerkennen und wenn man sich nur an die Negativerlebnisse klammert.
Wie ich bereits geschrieben habe, sehe ich bei der Partie gegen Enschede genau wie Du einen Fortschritt, weil wie Du es formuliert hast, der Aufwand stimmte. Ob dies ein Weiterkommen bedeutet, wird die Zukunft bzw. die Mannschaft in der Zukunft zeigen müssen, denn nach der von mit wohlwollend aufgenommenen Leistungssteigerung (so daß von einem nur an die Negativerlebnisse klammern nicht die Rede sein kann) in den ersten Partien nach dem Einfrieren eines Teil der Gehälter, ist die Mannschaft gegen Nürnberg wieder rückfällig geworden, und der nicht angemessene Aufwand einer Werder-Mannschaft war in den letzten Jahren immer wieder mal ein Thema, unabhängig vom eingesetztem Spielerpersonal...
Was die Ertragsseite angeht, gehe ich mit Dir dahingehend konform, daß Pfostentreffer o.ä. In einer Partie Pech sind, mit dem man leben muß und auch kann. Aber wenn eine Mannschaft bei einem noch so vorbildlichen Aufwand 10 oder 15 Torchancen braucht, um vielleicht ein Tor zu erzielen, und das nicht nur in einer, sondern in mehreren Spielen, dann kann man schon nicht mehr von Pech oder mangelnder Belohnung reden, dann ist es schon Unvermögen oder mangelnde Effizienz, an deren Behebung gearbeitet werden muß, weil weil im Fußball nun einmal Tore und Punkte über die Tabelle entscheiden und nicht schöne Spielzüge.
Es geht mir nur um das Erkennen von Ansätzen. Deswegen sprach ich auch davon, man sollte sich nicht gegenseitig zerfleischen und alles in Frage stellen, weil sich ad hoc noch keine Ergebnisse erzielen ließen. Die Frage ist letztlich ja nicht, ob sie sich jetzt weiterentwickeln muss, sondern die Frage muss lauten, tut sie es nicht bereits?
Ich sehe es genauso, Ansätze erkennen und nicht alles in Frage stellen stellen sollte, auch wenn die gewünschten Ergebnisse nicht stimmig sind, aber zum Erkennen der Ansätze muß man manche Dinge auch (kritisch) hinterfragen und darf dabei auch nicht vor heiligen Kühen halt machen. Es ist z.B. auffällig, daß seit dem Double (in den letzten 2-3 Jahren vermehrt) neben einigen Fußballfesten auch immer wieder Spiele gab, wo die Einstellung der Mannschaft nicht stimmte, was man normalerweise an einzelnen Spieler festmachen würde. Aber wenn man die Startaufstellungen vom letzten Samstag gegen Nürnberg mit der von der 1:2-Heimpleite gegen den späteren Tabellenletzten MSV Duisburg im März 2008 vergleicht, dann standen am Samstag 11 andere Spieler in der Startformation als vor etwas mehr als zweieinhalb Jahren; dies hat zwar auch z.B. auch verletzungsbedingte Gründe, aber bei der Fluktuation, die wir in den letzten Jahren im Kader hatten, kann man die über Jahre immer wieder vorkommende mangelnde Einstellung nicht an einzelnen Spielern festmachen, so daß es nahe liegt, daß man versucht, im System KATS Ansätze für diese Phänomen zu finden, ohne daß man es in Frage stellen will: Wurden in punkto Ehrgeiz die falschen Spieler verpflichtet? Fehlt es an der Gabe, die Mannschaft gegen vermeidlich schwächere Gegner richtig einzustellen bzw. zu motivieren? Oder, oder, oder...?
Ich bin mir sicher, die Mannschaft wird sich belohnen, wenn sie dort weiter macht.
Wenn die Mannschaft weiterhin den dafür nötigen, eigentlich selbstverständlichen und in dieser Saison auch schon gesehenen Einsatz zeigt, dann hat sie gute Chancen genau das zu schaffen. Es liegt an ihr.



