@florida
Kurz zur Erläuterung:
Offiziell haben KATS behauptet:
- der Kader ist gut genug und benötigt keine Verstärkungen (trotz der Abgänge)
- wir können nur offensiv
- wir sind auf jeder Position doppelt besetzt
- Diego kommt von Olympia wieder, steht postwenden in der Stammelf und die restlichen Spieler beugen sich dieser Form der Disziplinierung
Das ist ein kleiner Extrakt aus meinem Blickwinkel sowie Interpretation meinerseits und RICHTIG, ich kenne keine Internas und die Vorgehensweise bzw. Denkweise der handelnen Personen.
Ich sehe auf'n Platz und die Ergebnisse als Fakt in der Tabelle.
Das was Du oben geschrieben hast, ist lediglich die Außendarstellung.
Ich gehe aber davon aus, dass es sich intern durchaus anders dargestellt hat - klar, auch nur eine Einschätzung meinerseits, denn auch ich weiß nicht was hinter verschlossenen Türen getan wird.
Deswegen bin ich manchmal auch etwas genervt, wenn der Begrfiff "Transferpolitik" kritisiert wird. Kritisieren kann man sehr wohl das Ergebnis der Transferpolitik, denn hier sind mit Ausnahme von Pizarro in der Tat keine Hochkaräter bzw. deutliche Verstärkungen draus hervorgegangen. Das heißt aber nicht, dass man es nicht versucht hat. Werder ist seit Jahren drauf bedacht, dass ständig eine gewisse Fluktuation im Kader besteht, der mit laufenden punktuellen Verstärkungen einhergeht. Mit steigendem Niveau werden die nun leider immer teurer. Deshalb sehe ich es so, dass die Transferpolitik (also die Gedanken die dahinter stehen) durchaus noch die richtigen sind, die Umsetzung im letzten Sommer jedoch nicht funktioniert hat. Weil der Markt sich im Moment nicht so darstellt, wie es in Werders Konzept gepasst hätte.
Im Endergebnis sind wir auf ein paar Mio sitzengeblieben, weil passendes Spielermaterial hierfür nicht zu bekommen war. Die aktuelle Tabellensituation sorgt da fast zwangsläufig für Kritik an den getätigten Transfers, was in dem Zusammenhang auch nachvollziehbar ist.
Was Allofs oder Schaaf nun zum Kader sagen, man könne damit weiterhin oben mitspielen bzw. jede Position sei doppelt besetzt, ist in der Außendarstellung die logische Schlussfolgerung. Jeder Verantwortliche wird seinem bestehenden Kader das Vertrauen aussprechen. Jeder würde versuchen, sein Team stark zu reden und das Gefühl vermitteln, sie könnten etwas erreichen. Würde man das nicht tun, würde man nicht nur sein Team schlecht reden und Misstrauen vermitteln, sondern man würde auch seine eigene Arbeit in Frage stellen.
Das betrifft lediglich die Außendarstellung und bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich auch intern mit dem Kader zufriedengibt und seine Transfererfolge hinterfragt. Ich glaube, es wird Allofs am meisten wurmen, dass er mit den vorhandenen Millionen nicht effektiver einkaufen konnte und den einen oder anderen weiteren Wunschspieler an die Weser locken konnte.
Ich denke, Allofs und seine Kollegen werden weiter am Ball bleiben und keineswegs aufhören, über mögliche Verbesserungen des Kaders nachzudenken. Vielleicht, so hoffe ich, trägt das bereits in der Winterpause Früchte.