Diego (Laufbahn beendet)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Detendo
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Guter Konter ! - aber:
Schon mal auf die Tabelle geschaut ?
Sämtliche Teams, gegen die Diego "gescored" hat, stehen über Wolfsburg (über dem SV Werder damit natürlich schon erst recht). Den FC Freiburg der letzten Saison gibt es derzeit nicht (leider, wie man ja demnächst im Weserstadion wohl wird feststellen können ...).
Ob man am Ende der Saison aber die 2 Punkte abzieht oder nicht, dürfte angesichts der Gesamtzahl der dann verbuchten Scorerpunkte wohl kaum ins Gewicht fallen.

Ich weiß aber natürlich inzwischen auch, dass gerade Scorerpunkte gegen Teams, die ganz unten in der Tabelle stehen, einen Spieler besonders auszeichnen können ... :)
 
Wenn Diego weiterhin fleissig 5er-Noten sammelt, sorgt er schon dafür, dass Wolfsburg auch weiterhin hinter diesen Mannschaften bleibt.
Keine schlechte Taktik, immerhin garantiert er dann, dass auch alle Scorerpunkte zählen. :)
Ö hat das anscheinend auch versucht, um seine Freiburg-punkte einzubringen, ist aber nur auf Platz 3 gelandet...
 
In der Tat - der "Ö" hat tatsächlich fast die ganze Rückrunde hart dran gearbeitet - als er aber dann kurz vor Saisonschluss erkennen musste (bzw. seine Berater im das steckten), dass es mit dem Absacken unter Freiburg trotz aller Bemühungen wohl nichts wird, hat er sich dann schließlich doch noch reingekniet, um wenigstens noch ein paar andere Scorerpunkte zu sammeln (muss so etwa vor dem Schalke-Spiel gewesen sein ...). Kann man mal sehen, wie der hier im Forum von ungerechten Usern aufgebaute Druck Spieler zu guten Leistungen treiben kann ! :p
 
Manchen hier, kann man in ihrer Abneigung zu Diego schon eine gepflegte Neurose attestieren. Müssen die gelitten haben in der Zeit, in der Diego hier war. Naja, als Werderfan muss man eben Opfer bringen, auch wenn das heisst, diese unglaublich beschissene Zeit mit Diego im Kader erlebt haben zu müssen. Da war die Zeit mit Aad de Mos und Dixi Dörner ja wohl paradiesisch dagegen. :o
 
Ich frage mich, wie können sich andere fragen, dass es hier eine Abneigung gegenüber Diego geben könnte?!?

Geh doch einfach mal davon aus, dass keiner eine Abneigung hat. Vielleicht liest sichs dann auch einfacher - sprich ohne diese gefühlte Ablehnung, die keine ist.
 
Ich frage mich, wie können sich andere fragen, dass es hier eine Abneigung gegenüber Diego geben könnte?!?

Geh doch einfach mal davon aus, dass keiner eine Abneigung hat. Vielleicht liest sichs dann auch einfacher - sprich ohne diese gefühlte Ablehnung, die keine ist.

Du hast es ja immer noch nicht verstanden:
"Kritik an Diego" heisst in diesem Thread "Abneigung gg. Diego".

So geht Forum heute! :rolleyes:
 
@werderkrid
Den einleitenden Satz zu kommentieren, lohnt kaum (fraglich nur, ob das nicht eher zugunsten der öffentlichen Meinung geschieht, als generell fehlendem Sachverstand geschuldet ist).

Viel bemerkenswerter finde ich aber das hier....
Überhaupt: Torchancen Dzekos nach Vorlage von Diego sind selten. "Es geht einfach zu wenig nach vorne, das war schon in den letzten Spielen so, obwohl wir da gewonnen haben", beklagt der Bosnier.
Liegt es an Diego? "Es geht nicht nur um ihn", betont Dzeko, "es betrifft die ganze Mannschaft." Diego ist jedoch der Mann, der Spielmacher, der in erster Linie dafür verantwortlich ist, die Stürmer in Szene zu setzen. Das gelang ihm in Mönchengladbach wiederholt nicht, auch wenn er beteuert, "sehr gut in Form" zu sein.
Wolfsburg hangelt sich voran, punktemäßig ist der VfL nach zehn Zählern aus den vergangenen vier Partien weiter im Aufwind, spielerisch bleibt er jedoch bieder. Einfaches, schnelles, konzeptionelles Agieren, das fehlt.
Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Das Ganze wird sich - öffentlich - jedoch wieder relativieren, wenn Diego solche Fallrückzieher wie in Gladbach reinmacht. Egal, was ergebnismäßig am Ende dabei rumkommt. Denn das ist dann nicht Diego`s Schuld.

Es passt zu dem, was Dzeko noch nach dem 2:0 gegen Hannover sagte: "Diego macht viel allein. Ich hoffe, das ändert sich noch." Diego selbst wird clever genug sein, seine spieltaktischen Schwächen mit schön anzusehenden Aktionen zumindest so zu übertünchen - und sich selbst zu vermarkten, dass die breite Masse genau das abfeiert. Solange der Trainer es zulässt (oder selbst gehen muss), die Ergebnisse noch einigermaßen stimmen, wird dieses Blenderei Erfolg haben.
 
@Fdb
Doch. Die Frage ist für mich nicht, was ihn erfolgreich macht, sondern was dem Mannschaftserfolg zuträglich ist. WOB hat genug individuelle Klasse, um am Ende so abzuschneiden, dass das Gesamtergebnis zumindest erträglich ausfällt. Es wird niemand nachfragen, ob mehr mit mehr Mannschaftsspiel möglich gewesen wäre oder was Diego hätte anders machen können. Diego selbst wird hauptsächlich durch Einzelaktionen auf sich aufmerksam machen. Aber genau das reichte ja, z. Bsp. bei Werder. Die öffentliche (oberflächliche) Wahrnehmung steuert vieles. Nur der Zeit bei Werder verdankt Diego den Vertrag (und das Handgeld) in Turin sowie nachfolgend den jetzt bei WOB (und das Handgeld). So gesehen hast Du dann wieder recht. ;)

@Der Werderaner
Hab unangemeldet aus Versehen das Zeugs hier wieder gelesen. ;)
 
Das kannst Du Ihm halt nicht wirklich zum Vorwurf machen. Mit dieser Spielweise hat er in Bremen, weil Thomas es möglich machte, seine Erfolge erzielt. Damit ist er zum großen Spieler geworden.

Du kannst Ihm wünschen, dass er sich weiterentwickelt, sein bisherige erfolgreiche Spielweise teilweise zugunsten einer neuen anderen verändert, aber vorwerfen sollte man es ihm nicht.

Siehe Almeida. Der konnte irgendwann nur rein in den Strafraum, linken Huf auspacken draufholzen, ohne links oder rechts zu gucken. Das hat TS harte Arbeit gekostet, Ihn von diesem erfolgreichen Stereotyp wegzubringen, um jetzt den Hugo auf dem Platz zu haben, der er jetzt ist. Auf dem Weg ein richtig guter Stürmer zu werden.

Ähnliches kann man Diego wünschen, aber von jemanden zu verlangen, er solle die linke Hand nehmen, obwohl es mit der rechten besser kann? Ich weiß nicht, ob Du da nicht noch zu sehr in Deinem Ärgerniss zu Werderzeiten verhaftet bist.

Ich wünsche Diego alles Gute. Sollte er in Wolfsburg eine Weiterentwicklung erfahren, würde ich Ihn irgendwann auch gerne wieder in Bremen sehen. Bislang schaue ich es mir an und bin froh, das er in Wob spielt.

Über Deine kritische Sichtweise bin ich dankbar. Auch, dass ich sie gelesen habe, weil mich immer etwas störte und Du es in Worte gefasst hast. Ich finde die Analyse auch von vorne bis hinten stimmig. Nur dass wir uns nicht falsch verstehen.
 
Es gibt auf der ganzen Welt keinen, der fußballerisch mehr drauf hat als Diego. Dass es diesem Menschen so schwer gemacht wird, sagt einiges über die Gesellschaft heutzutage und den Fußball aus. Hätte er in den 70ern gespielt, wäre er als bester Spieler aller Zeiten in die Geschichte eingegangen.
 
Es gibt auf der ganzen Welt keinen, der fußballerisch mehr drauf hat als Diego. Dass es diesem Menschen so schwer gemacht wird, sagt einiges über die Gesellschaft heutzutage und den Fußball aus. Hätte er in den 70ern gespielt, wäre er als bester Spieler aller Zeiten in die Geschichte eingegangen.

na ja... du hast für mich nicht nur im Bezug auf bayern teilweise ganz schön verquere Ansichten!
 
Ich habe in den Siebzigern auch schon Fußball geschaut und muss sagen, dass ich den Eindruck hatte, dass auch damals Fußball ein Mannschaftssport gewesen ist. Natürlich: Man hatte damals einfach mehr Zeit für alles, weil alles ein wenig behäbiger ablief. Daher war es auch die Zeit der großen Individualisten. Aber dennoch bin ich mir nicht sicher, ob das gepasst hätte. Früher hätte man ihm einen Katsche zur Seite gestellt, der ihm quer übers ganze Spielfeld folgt.

Allerdings leben wir im Jetzt und Heute. Und da bemisst sich der Begriff "Fußballerisch was drauf zu haben", eben anders. Spielintelligenz, Antizipation und die Einordnung ist Spielsystem, sind moderne Attribute, an denen ein Spieler bemessen wird. Insofern sehe ich Diego nicht unbedingt als Weltspitze, was seine fußballerischen Fähigkeiten angeht.
 
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