Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
.....Aber bei aller Kritik habe ich den Beiträgen aus den letzten 40 Stunden, die ich gelesen habe, nichts von einer eventuellen Befüwortung eines Trainerwechsels gesehen..
Ja, schon. Aber realitisch gesehen dürfte es bei ähnlichen Auftritten gegen H96, HSV und in der CL nicht mehr lange dauern, bis die ersten "aus ihren Löchern" kommen....

.....Für jemanden, der sich in erster Linie für den SV Werder interessiert, ist das so bedeutend, wie eine geplatze Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer, weil das ist "nur" Rivailtätsdenken...
Ja, da hast du zu 100% recht. Was ich damit sagen wollte, ist das es auch andere Vereine auf "drei Hochzeiten" gibt, die zwischendurch Spieler für Länderspiele abstellen müssen und auch verletzte Schlüsselspieler haben.


.....Daß man sie einholen kann, daß steht außer Frage - nur soll man sich nicht darauf verlassen, bloß weil es in der Vergangenheit auch geklappt hat. Wenn man 99x bei Rot über die Straße geht, ist es keine Gewährleistung dafür, daß man beim 100. Versuch auch nicht überfahren wird.
Auch da hast du recht. Das Zauberwort heißt da wohl "Anspruchsdenken". Das Gehaltsgefüge erfordert nunmal die Teilnahme am internatinalen Wettbewerb, sonst sind schnell Spieler wie Merte, Marin, Wiese & Co. bei anderen Vereinen. Und wenn man dann namentlich hochwertige Spieler hat wünscht man sich nun, dass sich der Kreis schließt und man wieder und wieder international spielt.

Schon morgen werden wir sehen wie TS und seine Helfer die Mannschaft aufstellen und motivieren werden und wie die Mannschaft es auf dem Platz umsetzt.
 
Vielleicht hat er so lange gebraucht, zu überlegen, wen er denn rausnimmt. :)

:lol: Das wird es sein.

Im Ernst: Du hast es in einem früheren Beitrag schon geschrieben - es waren ja nicht nur die drei Positionen, die einen Wechsel notwendig machten. Er hat versucht, die Schlüsselpositionen neu zu besetzen. Wenn man aber mal ehrlich ist, hat auch die Auswechslung wenig Konstruktives gebracht.
Vielleicht hat er so lange gebraucht, zu überlegen, wen er denn rausnimmt. :)

Im Ernst: Du hast es in einem früheren Beitrag schon geschrieben - es waren ja nicht nur die drei Positionen, die einen Wechsel notwendig machten. Er hat versucht, die Schlüsselpositionen neu zu besetzen. Wenn man aber mal ehrlich ist, hat auch die Auswechslung wenig Konstruktives gebracht.

Ich bin da ganz bei Dir, wenn Du schreibst, dass am Samstag fast alle versagt haben und dass es dann schwierig ist, taktisch etwas zu bewegen. Woran das liegt? Keine Ahnung. Aber der Saisonauftakt ist leider bis heute eine Zeitrafferversion der letzten Jahre. Es zieht sich ja über alle vergangenen Saisons hinweg und es scheint kaum in den Griff zu bekommen sein - zumal diese extremen Ausschläge nach unten und oben, immer wieder mit unterschiedlichem Personal stattfinden.

Grundsätzlich war die Idee, die Schlüsselpositionen neu zu besetzen, ja auch richtig (was nach der 1. HZ schon erforderlich gewesen wäre), aber das die Einwechselspieler sich in der gleichen Lethargie befanden wie die Startelf, ist genau so erschreckend wie die Tatsche, daß der Saisonauftakt spielerpersonalunabhängig beinahe regelmäßig in die Binsen geht. Entweder gibt es eine höhere Macht die einen guten Saisonstart verhindert (wobei ich an höhere Mächte nicht glaube), oder unserem Coach fehlt irgendein "Werkzeug", um eine Mannschaft auch für den Saisonbeginn richtig einzustellen.
 
Wenn die Jungs in Hannover genauso lauffaul auftreten wie etwa gegen Mainz oder in Hoffenheim, werden sie dort auch keine Sonne sehen. Und wenn sie sich gegen Mainz in die Zweikämpfe geschmissen und richtig gebissen hätten, dann hätten sie das Spiel auch nicht verloren - jedenfalls nicht so sang und klanglos.

Ich denke nach wie vor, dass eine Startelf mit Wesley und Bargfrede gegen Mainz ein anderes Ergebnis gebracht hätte. Arbeiter und Kämpfer (die natürlich auch technisch was drauf haben, ist klar) sollte man gerade gegen einen Verein wie Mainz (der immer latent unterschätzt wird) zu Anfang am Start haben. Nach 60 Minuten, wenn die Mannschaft friedlich entschlummert ist und man in Rückstand liegt, können die dann auch meist nicht mehr viel retten.

Das Mainz-Spiel oder den Saison-Start bislang bietet meiner Meinung nach noch lange keine Grundlage, die stets wiederkehrende Trainer-Taktik-Saisonphasen-Grundsatzdiskussion neu aufzulegen. Aber - wer Lust dazu hat ...
 
@beckstown
Das Personal für das 4-4-2 mit Raute haben wir im Grunde seit 2006 nicht mehr, allerdings hatten wir letzte Saison schon eher die Spieler dafür. Diese Saison voraussichtlich sogar noch mehr, wenn sich Wesley zu dem entwickelt, was er in Ansätzen verspricht. Ein 4-2-3-1 würde derzeit zweifelsohne besser passen. Das hat zwar den Vorteil, dass es taktisch mMn weniger anspruchsvoll ist, dafür aber eben den Nachteil, das es nicht so flexibel ist wie das Rautensystem. Zur Umsetzung von Schaaf`s Fussball (Schnelligkeit im Umkehrspiel, vertikal, möglichst mit vielen Stationen, aber wenigen Ballkontakten über Einzelne - und damit Schaffen des Überraschungsmomentes) ist die Raute nahezu unabdingbar. Daher wird er, wenn es irgendwie geht, immer wieder darauf zurückgreifen.
Das ist ja auch nicht grundfalsch, nur müssen dann eben Rückschläge gewissermaßen einkalkuliert werden. Du kannst eine Raute nicht einspielen, wenn Du zu Saisonbeginn auf ein anderes System setzt, nur weil es zu diesem Zeitpunkt erfolgversprechender ist.

:tnx: YaaaMann
 
Wenn die Jungs in Hannover genauso lauffaul auftreten wie etwa gegen Mainz oder in Hoffenheim, werden sie dort auch keine Sonne sehen. Und wenn sie sich gegen Mainz in die Zweikämpfe geschmissen und richtig gebissen hätten, dann hätten sie das Spiel auch nicht verloren - jedenfalls nicht so sang und klanglos.

Ich denke nach wie vor, dass eine Startelf mit Wesley und Bargfrede gegen Mainz ein anderes Ergebnis gebracht hätte. Arbeiter und Kämpfer (die natürlich auch technisch was drauf haben, ist klar) sollte man gerade gegen einen Verein wie Mainz (der immer latent unterschätzt wird) zu Anfang am Start haben. Nach 60 Minuten, wenn die Mannschaft friedlich entschlummert ist und man in Rückstand liegt, können die dann auch meist nicht mehr viel retten.
Das ist vollkommen richtig. Aber es hat eben auch mit fehlender Ordnung auf dem Platz zu tun, wenn ein Team aufgrund mangelnder Eingespieltheit, fehlenden Lauf- und Passwegen vielleicht sogar generell, aber mindestens mit dem, was ihnen taktisch, strategisch und vom System her vorgegeben wird, überfordert ist. Die Jungs sind nicht absichtlich lauffaul, orientierungslos oder haben die falsche Einstellung zu ihrem Beruf. Das ist manchmal ein Teil, aber nicht die ganze Ursache.
Das Mainz-Spiel oder den Saison-Start bislang bietet meiner Meinung nach noch lange keine Grundlage, die stets wiederkehrende Trainer-Taktik-Saisonphasen-Grundsatzdiskussion neu aufzulegen.
Natürlich nicht. Wir hatten hier ja auch schon Stochastiker am Start, die per Wahrscheinlichkeits-Theorien ermittelt haben, dass das mathematisch alles falsch ist. Die hätten dann nach besagter, abstrakter Logik auch noch 2017 recht, nach dem 15. Fehlstart in Hin- und Rückrunde. :D

Zumal die bisherige Diskussion eher TS entlastet, als ihn in Frage stellt.
 
ich vermisse den hunger.

mainz hat/hatte ihn, hoffenheim hat/hatte ihn, wir haben ihn nicht. man hat das gefühl, die spieler gehen gähenend auf den platz nach dem motto "och schon wieder blöde liga spielen und dann noch gegen wen ohne sternchen auf der brust ..."
 
Das ist aber jetzt dann doch ein wenig übertrieben. Ich jedenfalls habe in den letzten Jahren jede Menge "Hunger" bei der Mannschaft ausgemacht. Ohne diesen Hunger hätte man kaum so viele Spiele mit 5 oder 6 (oder auch mal 8 ...) eigenen Toren vorzuweisen. Auch die Erfolge im Pokal erreicht man nicht ohne Hunger. Nehmen wir mal die "Derby-Wochen" - da waren die Jungs so dermaßen hungrig, das war schon fast unheimlich ...

Ab und zu scheint es halt bei der Besprechung vor dem Spiel Valium für alle zu geben. Die erste Halbzeit beim 1:2 gegen Duisburg ist für mich da immer noch der Höhepunkt von Arbeitsverweigerung. Das war tatsächlich noch schläfriger als der Standfußball in Hoffenheim oder gegen Mainz.

Die Messlatte in Sachen "größtmögliche Arbeitsverweigerung" für den letzten Spieltag hat ja im übrigen (neben Gladbach ...) der FC Schalke ziemlich hochgesetzt. Dagegen haben die Werder-Spieler ja direkt noch eine spielerische und kämpferische Glanzleistung hingelegt. Ich weiß gar nicht, wie ich 90 Minuten des SV Werder in dieser eindrucksvollen Art verkraftet hätte (dem Publikum in Gelsenkirchen ging das auch nah, wie man sehen konnte).
 
@ Paul Tergat

Daß die Mannschaft in bestimmten Spielen "Hunger" hat, will auch wohl kaum jemand dementieren, aber es läßt sich nicht von der Hand weisen, daß Werder seit Jahren gegen die "nominell Kleinen" aufgrund einer fahrlässigen bis pomadigen Spielweise oft schlecht aussieht, wie z.B. bei der von Dir angesprochen Heimniederlage gegen Duisburg.

Und diese 5- bis 8-Tore-Siege sind auch, so abstrus es klingen mag, mit dafür verantwortlich, daß die Mannschaft nicht immer 100%ig zu Werke geht, weil diese hohen Siege fälschlicherweise das Gefühl vermitteln, daß man auch mit weniger als 100% gewinnen kann. Arminia Bielefeld ist dafür ein Paradebeispiel, in der Saison 07/08 hat Werder die Ostwelsfalen mit 8:1 abgefiedelt, eine Saison später setzte es gegen den späteren Tabellenletzten durch die Häufung vieler individueller Fehler eine 1:2-Heimpleite.
 
Arminia Bielefeld ist dafür ein Paradebeispiel, in der Saison 07/08 hat Werder die Ostwelsfalen mit 8:1 abgefiedelt, eine Saison später setzte es gegen den späteren Tabellenletzten durch die Häufung vieler individueller Fehler eine 1:2-Heimpleite.
Genau das ist der Unterschied, den ich meine. Das 8:1 war irgendwie am 8. oder 10. Spieltag. Das 1:2 direkt nach der Winterpause (nachdem wir Hinrunde im ersten Spiel schon 2:2 gespielt hatten). Bei diesem Spiel verloren wir, wenn ich mich richtig erinnere, mit 72% Ballbesitz, das 5fache an Torschüssen und Ecken, dreimal mehr Torchancen usw. Das ist eben so, wenn ein Team eine Spielausrichtung auch dann durchziehen will, wenn logischerweise Automatismen wie Laufwege, Physis der Spieler, Eingespieltheit nach einer längeren Pause noch nicht stimmen können.
Ausserdem fehlten doch damals Pizza und Mertesacker, wie am Sa.

Wäre ich Gegner von Werder, würde ich doch drei Kreuze machen, wenn mir Werder an den ersten 5 Spieltagen zugelost wird.
 
Dagegen haben die Werder-Spieler ja direkt noch eine spielerische und kämpferische Glanzleistung hingelegt. Ich weiß gar nicht, wie ich 90 Minuten des SV Werder in dieser eindrucksvollen Art verkraftet hätte (dem Publikum in Gelsenkirchen ging das auch nah, wie man sehen konnte).
ich weiss offen gestanden nicht ganz, was du meinst. ich jedenfalls meinte: während andere mannschaften - wie mainz oder der FCK gegen bayern - von der ersten minute an "hungrig" sind und (wer hat das noch gesagt?) "beissen, kämpfen, kratzen", machen wir´s immer spannend, weil wir so klasse sind? erstmal zwei, drei stück reinlassen, um ein neues wunder von der weser in die geschichtsbücher zu schreiben?

da schlagen ach, zwei herzen in meiner brust. einerseits bin ich ja u.a. auch werder-fan, weil es immer spannend ist :). andererseits werden chancen auf titel derartig leichtfertig verspielt, dass ich manchmal den fernseher aus dem fenster werfen könnte.

beispiele, nur so aus der jüngeren vergangenheit?

1. pokalfinale gegen die bayern. müssen wir darüber reden? man ist im finale, man kann - nach aufholjagd in der liga, um doch noch grad so in die CL-plätze zu rutschen - wenigstens einen titel holen, aber man spielt, ja weissichnich, wie in watte ... das war nicht arbeitsverweigerung, das war gar nicht da. in der 2. HZ bestand die wesentliche aufgabe darin, eine historische klatsche grad noch so zu vermeiden - das hat man so mehr schlecht als recht auch geschafft.

2. nach einem hart umkämpften, achtbaren 1:1 in valencia liegen wir nach 15 min zu hause erstmal 0:2 zurück, um am ende mit einem 4:4 doch zu hause zu bleiben. damit wir uns nicht missverstehen: für mich war dieses spiel (als zuschauer) das beste von allen der letzten saison, dass ich je gesehen habe, aber es hätte (vom ergebnis her) nicht so enden müssen. die bayern hätten auf 0:0 gespielt, am ende deshalb natürlich gewonnen und wären eine runde weiter gewesen - nicht schön, aber erfolgreich.

3. nach einem schönen 3:1 zu hause gegen genua fangen wir uns erstmal 3 stück bei denen und kriegen die kurve erst - im wahrsten sinne des wortes - in der letzten minute. und mal ganz ehrlich: unhaltbar, schön herausgespielt und irgendwie zwingend war rosis tor nun auch wieder nicht, eher ein glücksball.

4. die spiele gegen hoffe (arbeit eingestellt nach dem elfer), gegen köln (das von podolski kann man als reines pech abtun, aber das 2. von köln hätte niemals fallen dürfen) und gegen mainz waren weder schön anzusehen noch so wirklich erfolgreich.

... und dabei vergessen wir jetzt mal zB die saison, in der wir international nur deshalb gespielt haben, weil wir den pokal geholt haben, usw.usf. klar - wir können wirklich am schönsten spielen von allen mannschaften in der liga, vizekusen und hoffe, vllt auch den FCK mal ausgenommen ... aber man hat vden eindruck, als wollten unsere spieler nicht, wenn´s nicht schön geht. arbeiten? pahhh ...

und das nenne ich fehlenden hunger. man ist satt. zwei, drei "wunderspiele", wenn auch manchmal nicht ganz erfolgreich, fans sind zufrieden, in der liga wird´s schon mit #3 (bald reicht auch #4), und das passt scho.

keine sorge: ich mag die jungs trotzdem :)
 
Das ist eben so, wenn ein Team eine Spielausrichtung auch dann durchziehen will, wenn logischerweise Automatismen wie Laufwege, Physis der Spieler, Eingespieltheit nach einer längeren Pause noch nicht stimmen können.

Grundsätzlich richtig, aber die Mannschaft ist in großem und ganzen seit Jahren eingepsielt, so daß diese Automatismen auch nach einer längeren Pause von ersten Spiel an wieder greifen müssten, zumal dazu ja auch die jeweiligen Trainingslager vor Rundenbeginn dienen. Bei Werder jedoch greifen diese Automatismen in den Trainingslagern seit Jahren seltsamerweise nicht, so daß man bei den holprigen Hin- und Rückrundenstarts schon nachfragen muß, was dort verkehrt läuft bzw. mit etwas Zynismus, ob diese Trainingslager nur einen touristischen Wert hatten.
 
Genau das ist der Unterschied, den ich meine. Das 8:1 war irgendwie am 8. oder 10. Spieltag. Das 1:2 direkt nach der Winterpause (nachdem wir Hinrunde im ersten Spiel schon 2:2 gespielt hatten). Bei diesem Spiel verloren wir, wenn ich mich richtig erinnere, mit 72% Ballbesitz, das 5fache an Torschüssen und Ecken, dreimal mehr Torchancen usw. Das ist eben so, wenn ein Team eine Spielausrichtung auch dann durchziehen will, wenn logischerweise Automatismen wie Laufwege, Physis der Spieler, Eingespieltheit nach einer längeren Pause noch nicht stimmen können.
Ausserdem fehlten doch damals Pizza und Mertesacker, wie am Sa.

Wäre ich Gegner von Werder, würde ich doch drei Kreuze machen, wenn mir Werder an den ersten 5 Spieltagen zugelost wird.

Mal ganz blöde gefragt: Wie erreicht man 72% Ballbesitz, das 5fache an Torschüssen und Ecken, dreimal mehr Torchancen usw., wenn Automatismen wie Laufwege, Physis der Spieler, Eingespieltheit nach einer längeren Pause noch nicht stimmen?
 
@Bremen
In dem Punkt muss ich Dir zustimmen. Aber ich denke mal, weder Du noch ich können das beurteilen. Mich würde allerdings schon mal interessieren, was dort abgeht. Bspw. jahrelang die miesen Ergebnisse in Belek plus der nachfolgende Rückrundenstart usw. ...
Nichtsdestotrotz zeigen die Parallelbeispiele Bayern, Leverkusen, Schalke, wie schwer es ist, in die Saison zu kommen, wenn eine bestimmte Spielweise favorisiert wird.

@juggernaut
Ich empfehle Dir dazu, hier mal zu lesen. Reichlich Lektüre...

@StoneCold
Mal ganz blöde geantwortet: Weil ungeordnet, unstrukturiert und uninspiriert gespielt, aber dennoch eine bestimmte Spielausrichtung durchgezogen wird. Dann funktioniert weder das Verschieben, noch passen die Laufwege, noch stimmen die Abstände. Es ist dann kein Agieren, sondern ein Reagieren auf die Destruktiv-Taktik des Kontrahenten mit ebenso kopflosem wie riskantem Angriffsspiel ohne jede Spielkontrolle. Beispiele dafür lieferte Werder in der Vergangenheit en masse.
 
Wir haben 1.) die 4-4-2 Raute verlernt und 2.) auch nicht das Personal und momentan die Sicherheit dafür. Im Moment sind wir nur 4-3-2-1 fähig. Schaaf würde gut daran tun, daß zunächst zu akzeptieren :tnx:
Was genau haben wir eigentlich gegen Mainz gespielt? Almeida vorn, Arno dahinter (als zweite Spitze?), ansonsten ein wirres Mf, oft auf einer Linie, oft vor dem Ball. Variable Raute oder 4-3-3, oder..?
 
@Bremen
In dem Punkt muss ich Dir zustimmen. Aber ich denke mal, weder Du noch ich können das beurteilen. Mich würde allerdings schon mal interessieren, was dort abgeht. Bspw. jahrelang die miesen Ergebnisse in Belek plus der nachfolgende Rückrundenstart usw. ...
Nichtsdestotrotz zeigen die Parallelbeispiele Bayern, Leverkusen, Schalke, wie schwer es ist, in die Saison zu kommen, wenn eine bestimmte Spielweise favorisiert wird.

@juggernaut
Ich empfehle Dir dazu, hier mal zu lesen. Reichlich Lektüre...

@StoneCold
Mal ganz blöde geantwortet: Weil ungeordnet, unstrukturiert und uninspiriert gespielt, aber dennoch eine bestimmte Spielausrichtung durchgezogen wird. Dann funktioniert weder das Verschieben, noch passen die Laufwege, noch stimmen die Abstände. Es ist dann kein Agieren, sondern ein Reagieren auf die Destruktiv-Taktik des Kontrahenten mit ebenso kopflosem wie riskantem Angriffsspiel ohne jede Spielkontrolle. Beispiele dafür lieferte Werder in der Vergangenheit en masse.


Hallo,

das hört sich für mich doch eher nach Rasenschach an wie Du das beschreibst.

Ich möchte davon ausgehen, dass wir elf menschliche Spieler auf dem Platz haben, die - selbst wenn Du sie in einem 10-0-0 System aufstellen würdest- die Inelligenz haben sollten, eine gewisse Ordnung im Spiel selbstständig an den Tag zu legen. DENN, die Mannschaft ist größtenteils dieselbe wie im letzten Jahr. Und es sind auch keine Bezirksligakicker die sich 2 mal die Woche treffen um sich nen Kasten Pils hinter die Binde zu kippen
 
Interessanter Einwand.
Warum schaffen es Werder`s Kicker Deiner Meinung nach nicht, die Ordnung auf dem Platz zu bringen und Systeme zu verinnerlichen?
 
Aus dem worum...
a) Mainz war NICHT stark, hielt aber sehr stark die Ordnung.
b) Werder hatte wenig bis keine Ordnung.

Wenn Du die Mainzer Ordnung zerstören willst, und das musst Du auch als individuell stärkeres Team erstmal schaffen, dann musst Du aus einer ebenso guten Ordnung heraus mit schnellem Pass- und Positionsspiel diese Ordnung bearbeiten. Nichts davon hat Werder hinbekommen.

- Keine zwei Pässe hintereinander hatten die ausreichende Präzision und den korrekten Druck. Stattdessen "Ungefähr"-Bälle, die eher gehoppelt als sauber flach gepasst kamen. Kein Problem also für 05 die Passannahme zu stören. Werder musste zusätzlich laufen, um den Ball zurück zu bekommen. Mainz hatte die Kontrolle und behielt die Ordnung.

- Die Abstände stimmten nicht. Einmal, weil sie sowieso selten stimmen und zum anderen weil an diesem Tag kaum Laufbereitschaft da war. Das lauffaule Mittelfeld rückte nicht oder zu langsam nach und die davor rückten nicht zurück und bewegten sich überhaupt nur auf ca. 5qm Grundfläche. So entstand im Mittelfeld ein gigantisches Loch. Es war auf diese Art unmöglich Druck permanent aufzubauen oder gar aufrecht zu erhalten. Das wurde erst mit den Auswechslungen etwas besser. So hatte Mainz weiterhin keine Probleme.

- Durch die Lauffaulheit hatte Werder nach Ballverlust im offensiven Halbfeld (weiter kam man nicht) stets 5-7 Leute vor dem Ball traben, statt 10 dahinter. Keine Offensivverteidigung also. So gab es die Pille für unsere Jungs also immer erst in der eigenen Hälfte zurück. Häufig von Wiese.

- Wieses Abschläge waren dermaßen unpräzise, dass es meist kein Problem für den Gegner war diese abzufangen und sofort wieder Ballkontrolle auszuüben. Werder durfte dann erneut hinterher rennen und wieder von vorne anfangen. Z.B. durch Wiese.

- Eine Spieleröffnung findet momentan auch aus der Abwehr heraus nicht statt. Alles hofft auf Frings. Der ist derzeit etwas uninspiriert und schleppt in Ermangelung frei stehender Kollegen den Ball über die Mittellinie und verstolpert gefühlte 30% der Bälle. Will der Gegner nicht nur die Kontrolle, sondern auch noch Tore schießen, dann ist DAS die Gelegenheit! Mainz war erstmal mit Kontrolle zufrieden. Danke dafür.
Ist der Fringser gerade nicht da versucht es Prödl. Prödls vertikale Bälle landen direkt in Idealposition bei der 6 oder 8 des Gegners. Der bedankt sich mit einem Lächeln und übt schon wieder Ballkontrolle aus. Die Frisur liegt.

- Vielleicht deshalb, auf jeden Fall aber aufrgrund einer geheimen taktischen Anweisung scheint es momentan Pflicht, es aus der Abwehr heraus mit langen hohen Bällen zu versuchen. Kick an rush beim ehem. One-Touch-Wonder Werder. Was soll das? Der Gegner lacht und hat den Ball. Und die Ordnung bleibt.

- Versucht man also zur Abwechslung das Spiel über die Außen. Fritz und der bedauernswerte Franzose gehen mit Ball etwa in den Bereich 10 Meter vor und hinter der Mittellinie. Hier könnten sie den Angriff wirklich mal beginnen. Dazu bräuchten sie einen Anspielpartner. Sie heben den Kopf und schauen sich um. Da ist aber nichts. Stattdessen sehen sie in der Ferne einen sauber gestaffelten Gegner, der mäßig angespannt ein Gähnen unterdrückt und ebenso sauber dazwischen gestreut, wie Blümchen auf der Wiese die Mitspieler, die geduldig auf den Ball warten. Alles in Höhe der Box.
Was tun? Nichts? Sieht ganz doof aus, wäre aber eigentlich das beste. Nochmal zurück zum Keeper? Da pfeifen die Leute. Solo? Zu gefährlich! Also doch wieder Kick and Rush! Hoher Ball irgendwie nach vorne. Egal. Jetzt ist auch klar warum das sowieso die Anweisung war. Der Trainer ist ein Fuchs!

- Derart entwickelt sich eine lockere Partie für Mainz. Es gab überhaupt keinen Grund in Unruhe zu geraten. Es reichte ganz einfach die Abstände zu halten, die eigene Laufbereitschaft hoch, genaue Pässe und immer schön alle Mann hinter dem Ball. Und das obwohl man ihnen anmerkte wieviel Schiss sie eigentlich vor Werder hatten.
Nur etwas mehr von den Mainzer Tugenden bei Werder und man hätte die in ihre Einzelteile zerlegt!

So aber lief alles nach Tuchels Plan.

Unglaublich!!
 
@Bremen
In dem Punkt muss ich Dir zustimmen. Aber ich denke mal, weder Du noch ich können das beurteilen. Mich würde allerdings schon mal interessieren, was dort abgeht. Bspw. jahrelang die miesen Ergebnisse in Belek plus der nachfolgende Rückrundenstart usw. ...
Nichtsdestotrotz zeigen die Parallelbeispiele Bayern, Leverkusen, Schalke, wie schwer es ist, in die Saison zu kommen, wenn eine bestimmte Spielweise favorisiert wird.

Natürlich kann man das als Außenstehender nicht beurteilen, aber es ist schon auffällig, daß beide Halbrundenstarts stets verbockt werden.
Wenn es bei Werder großatrtige personelle Änderungen (wie z.B. z. Zt. bei Schalke) geben würde und Thomas Schaaf ständig mit neuen Spielsystem experimentiert, dann könnte man diese immer wiederkehrenden Fehlstarts irgendwo auch noch nachvollziehen, aber bei den Grün-Weißen läuft alles in einigermaßen gleichmäßigen Bahnen, so daß das Verschlafen eines Rundenauftakts nicht zu erklären ist.
 
Natürlich kann man das als Außenstehender nicht beurteilen, aber es ist schon auffällig, daß beide Halbrundenstarts stets verbockt werden.
Wenn es bei Werder großatrtige personelle Änderungen (wie z.B. z. Zt. bei Schalke) geben würde und Thomas Schaaf ständig mit neuen Spielsystem experimentiert, dann könnte man diese immer wiederkehrenden Fehlstarts irgendwo auch noch nachvollziehen, aber bei den Grün-Weißen läuft alles in einigermaßen gleichmäßigen Bahnen, so daß das Verschlafen eines Rundenauftakts nicht zu erklären ist.

vielleicht probiert man vor beginn der hinrunde "zuviel" aus - und daher rührt das? keine ahnung, aber das ist so die einzige möglichkeit wie ich mir das erklären kann.
und in der rückrunde, naja, es ist ne kalte jahreszeit - da schlafen schonmal die gliedmaßen im stehen ein :lol:
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top