Verlogen ist vielleicht das falsche Wort, ich würde es eher inkonsequent nennen. Konsequent wäre es nämlich nicht, wenn ich einen Spieler, der mir unsympathisch ist, auspfeifen würde, wenn er in seinem Vereinstrikot spielt, ihm aber zujubeln würde, sobald er das Nationalmannschaftstrikot überstreift - es ist schließlich ein und dieselbe Person, die da auf dem Platz steht. Klose beispielsweise ist für mich so ein Spieler - mit der Art und Weise, wie er von Bremen weggegangen ist, hat er bei mir jede Sympathie verspielt. Wenn er jetzt für die Nationalelf trifft, kann ich mich beim besten Willen nicht überwinden, mich an einem Jubelruf für ihn zu beteiligen, sondern halte bewusst den Mund.
Genauso inkonsequent wäre es aber nicht zu wollen das die N11 das Tor schießt, nur weil es Klose ist. Vorausgesetzt man drückt der N11 die Daumen. Da ist doch egal wer trifft. Man muss Klose nicht mögen, aber man jubelt dann ja für Deutschland.
- sonst würde ich mir noch weniger Spiele angucken als jetzt schon. Und ich bin auch ehrlich - die EM und ganz besonders die WM 2006 fand ich super, aber eher als Party-Event als wegen der Nationalmannschaft.


Sehr unprofessionell - ich hoffe nur, dass Löw jetzt hart bleibt.