Hier ist der Auszug, den Butthuber im KA-Thread gepostet hat (aus dem Geschäftsbericht zur vergangenen Saison):
F. Risikobericht
Das wesentliche Bestandsrisiko liegt darin, dass aufgrund der branchenspezifischen Gegebenheiten fixe und nicht kurzfristig abbaubare Kosten, insbesondere aus dem Bereich der Personalkosten im Lizenzspielerbereich, nicht gedeckt sind, da die hierzu erforderlichen Einnahmen aufgrund nicht vorhersehbarer sportlicher Ergebnisse möglicherweise ausbleiben. Die entstehende Deckungslücke müsste dann, wie in den Vorjahren, durch Transfererlöse geschlossen werden. Allerdings sind diese Einnahmen nicht verlässlich prognostizierbar.
Darüber hinaus besteht ein Risiko in der weiteren Entwicklung der globalen Wirtschaftskrise. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Arbeitslosigkeit in der nächsten Zukunft entwickelt und wie sich dies auf den Kartenverkauf auswirken wird. Darüber hinaus können sich negative Auswirkungen auf die Vermarktung der Logen und Businessplätze sowie im Sponsoringbereich ergeben.
G. Prognosebericht
Die Ertragserwartung der den Konzern prägenden Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2009/2010 (= Saison 2009/2010) beträgt unter den derzeit zugrunde gelegten Planungsprämissen rd. TEUR 106.894. Hierin sind die Einnahmen aus der Play Off Runde zur UEFA Europa League sowie der Gruppenphase der UEFA Europa League eingeplant worden. Unter Zugrundelegung vorsichtiger Planungsprämissen wird für das laufende Geschäftsjahr 2009/2010 mit einem Ergebnis von rd. TEUR - 502 gerechnet. Hierin enthalten sind Transfereinnahmen in Höhe von rd. TEUR 29.700.
An Investitionen sind 2009/2010 rd. TEUR 16.160 vorgesehen, die im Wesentlichen auf Spielerwerte entfallen. Die Investitionen werden, wie in den Vorjahren, vollständig aus Eigenmitteln getätigt.
Es muss festgehalten werden, dass der derzeit vorhandene Kostenapparat auch für die Werder Bremen GmbH & Co KG aA nur unter der Voraussetzung der Teilnahme an der UEFA Champions League finanziert werden kann.
Wie bereits ausgeführt, hängt die wirtschaftliche Entwicklung und Bestandsfähigkeit der Werder Bremen GmbH & Co KG aA in erheblichem Maße direkt von schwer vorhersehbaren sportlichen Erfolgen ab.
Abschließend sei bemerkt, dass die Werder Bremen GmbH & Co KG aA seit Jahren das unter vorsichtigen Prämissen geplante Ergebnis durch eine einnahmeorientierte Haushaltspolitik erheblich steigern konnte.