Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
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solange KATS glauben, dass sie aktuell keine Abwehrverstärkungen kaufen müssen sondern nur Taschengeld in Nachwuchsleute investieren, die zur Zeit und in den nächsten 1-2 Jahren völlig überfordert sind, ist das überragende Mittelfeld gezwungen, den Sturm ständig so brillant einzusetzen, dass sie auch bei reduzierter Personal-Qualität min. 1 Tor mehr schiessen als sie hinten reinkriegen. Das geht häufig nicht mehr gut, weil Werders Abwehrverhalten/Schwäche mittlerweile bundesweit bekannt ist.
Die Diziplinlosigkeit vieler Spieler, die ständig zu spät zum Training kommen gibt mir auch zu denken.
KA sollte sich wirklich langsam Gedanken um gravierende Änderungen machen
bevor es zu spät ist.Von unseren Verteidigern Fritz, Prödel, Bönisch,
Tosic und Pasanen besitzt keiner überdurchschnittliches Bundesliganiveau.
Ob TS noch die Kraft und den Abstand zu solch einem Schnitt hat weiss ich nicht.Bei solch einer überragenden Vereinsführung glaube ich, dass auch andere Trainer wie Veh, Klopp oder Funkel gern in Bremen arbeiten würden.

Welcher dieser letztgenannten Herren hat denn schon den Arbeitsnachweis erbracht, sich dauerhaft an der Bundesligaspitze etablieren zu können? Dort, wo Thomas Schaaf bereits seit Jahren ist, möchten diese Herren gerne mal hin. Wenn mit jemand glaubhaft nachweisen kann, dass Veh, Klopp oder Funkel die besseren Trainer sind, besser nach Bremen passen oder/und den jetzigen Werderkader wieder auf Kurs bringen könnte, als Schaaf - dann schenk ich ihm meine Modelleisenbahn. Ich hab zwar keine, aber ich kauf dann eine.

Ich schließe mich da Florida´s Einschätzung an: Daß so ein Kommentar hier geschrieben wird, ist schon hanebüchen. Daß dieser auch noch Zustimmung findet, ist Realsatire.
 
...
2. Den Begriff "Spitzenteam" definiere ich anhand von KAs geäußerten Ansprüchen im Kampf um die DM, um Achtel- und Viertelfinale CL mitzumischen.
Wir werden sehen, wie Werder sich dieses Jahr schlägr. Letztes Jahr darf man ja wohl als Flop bezeichnen.
:stirn: Ein 2. Platz in der Liga ist also ein Flop? (Aus in der CL kann passieren. Glasgow im UEFA-Cup lag uns nicht ==> international sicherlich kein gutes Jahr)
Ein Flop wäre es meiner Meinung nach, wenn wir es nicht schaffen würden uns für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren und selbst das wäre kein Beinbruch, würde halt einen Umbruch bedeuten...
Dein Username impliziert zwar etwas anderes, aber bei solchen Aussagen kommt mir sofort das "böse E-Wort" in den Sinn...

Edit: @ Florida: Ich hätte keine Lust mich die ganze Zeit mit den ganzen Schwarzmalern, Pessimisten und "Schaaf Raus -Leuten" auseinander zu setzen, die immer öfters nach Niederlagen und während "schlechten Phasen" auftauchen. Dafür ein großes Lob.
 
KA hat nicht gesagt, er rechnet mit dem Viertelfinale der CL. So definiert sich auch kein Spitzenteam - zumindest keines, der Bundesliga. Vielleicht ist das in der Premier League Standard, hierzulande sicher nicht.

Ein Spitzenteam ist eines, welches sich über 2-3 Saisons hinaus in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert. Ergo IST Werder ein Spitzenteam. Auch, wenn in einem Jahr die Ziele mal nicht erreicht werden sollten - Kontinuität ist das Zauberwort.

Oder würde jemand behaupten wollen, Bayern wär kein Spitzenclub der Liga, nur weil sie sich derzeit nicht mal auf einem UEFA-Cup Platz befinden?
 
eigentlich hat das hier schon fast satirische zuege. nun wird schon behauptet wir waeren kein spitzenteam, dabei sagt die tabelle der letzten fuenf jahre doch genau das gegenteil.

gegenfrage, wenn wir in den letzten jahren kein spitzenteam waren, wer, bis auf die bayern, war es dann?
 
@ dkbs

Ein paar Anmerkungen zu deinen statements:
1. Für mich ist es keine gute Spielweise, wenn gegen schwächere Gegner Niederlagen akzeptabel sind. Jeder Punktverlust im Kampf um die Meisterschaft
bringt uns vom Ziel weg. Zwar kann die Null hinten nicht immer stehen, aber eine defensivere Taktik (siehe Bayernspiel) erlaubt durchaus ein gutes Angriffsspiel.
2. Den Begriff "Spitzenteam" definiere ich anhand von KAs geäußerten Ansprüchen im Kampf um die DM, um Achtel- und Viertelfinale CL mitzumischen.
Wir werden sehen, wie Werder sich dieses Jahr schlägr. Letztes Jahr darf man ja wohl als Flop bezeichnen.
3. Wenn Werder gegen Hoffenheim dieselbe Konzentration gebracht hatte wie gegen Inter, dann wäre uns sehr wahrscheinlich der Stress der 2.Hz erspart geblieben.
4. Das erstaunliche ist ja, dass ein erheblicher Teil der Spieler dieselben Symtome zeigt (langsam, unbeweglich, techn. Mängel). Das zeigt mir, dass etwas mit dem Training nicht stimmen kann.
Und dafür ist TS zuständig!

Hallo!! Gehts noch??
zu Nr. 2 letztes Jahr ein Flop??? Also wenn Werder nicht jedes Jahr Meister und Pokalsieger wird und in der CL ins Halbfinal kommt ist es ein Flop oder was?
Also zweiter Platz in der BL ist ja wohl mal vollkommen akzeptabel bei der Kongurenz und dem Geld der anderen Manschaften.
Im DFB unglücklich im Achtelfinal gegen Dortmund ausgeschieden - kann ja wohl passieren und ist kein Flop.
O.K. CL hätte Werder bei den Mannschaften die Gruppenphase an sich überstehen sollen, ist halt wirklich dumm gelaufen und kann passieren.
Dies alles heißt ja wohl nicht das die letzte Saison ein Flop war, nur weil es hätte besser laufen können.
Frag doch mal die ganzen selbsternannten CL Kandidaten a la Schlake, H?V, Golfsburg und wer sich noch alles in letzten fünf Jahren für die CL qualifizieren wollte, was die von Werders letzten fünf Jahren halten.
zu Nr. 3 im Nachhinein ist so ein Stress und so ein Spiel doch hammer geil wenns gut aussgeht - außerdem gab es ähnlich Spielverläufe in den letzten Saisons genauso Udine Hannover und und und.

Ich glaube felsenfest, das Bremen insgesamt die richtige Taktik mit der offensiven Einstellung fährt, mit anderen Einstellungen hätte man vielleicht die Eine oder Andere peinliche Niederlage vermieden, hätte meiner Meinung nach aber auch viele Spiele nicht gewonnen. und wäre in den letzten Jahren wohl kaum so erfolgreich gewesen.

Also mal an alle Schwarzmaler, lasst mal schön die Kirchen im Dorf.
Fragt euch mal wo wir ohne TS und KA stünden. Durststrecken und schlechte Serien gibt es immer wieder bei allen Manschaften auch bei den absoluten "TopTeams" in Europa. Das ist Fußball, und das macht Fußball aus --> man kann nie wirklich vorraussagen was passiert.
Werder Ziele müssen die regelmäßige CL Teilnahme und vielleicht hin und wieder mal ein Titel sein. Dies ist über viele Jahre ein mehr als nur beachtlicher Erfolg der außer mit Bayern in Deutschland seines gleichen sucht.
Und dies ist realitisch für Werder, alles andere sind Träume und Größenwahn wenn man die Stellung und Vorraussetzungen von Werder mit vielen anderen BL-Clubs vergleicht.
Konstanz ist doch zehn mal wichtiger als kurzfristiger Erfolg, der übrigens viel leichter zu erreichen ist. Dafür stehen TS und KA. und solange Werder nicht absteigt oder auf dauer eine graue Maus wird haben die beiden mein uneingeschränktes Vertrauen und meine Rückendekung (auch wenn mal was schief geht)
 
also, ich habe ja oft mal selber einen schreibfehler bei mir drin. doch du uebertreibst es ein bisschen.

PS: wir haben nicht im dfb halbfinale gegen dortmund verloren.
 
naja tippfehler passieren, hab da jetzt auch nicht so eine wert drauf gelegt.

ja sorry klar, achtefinale (meinte ich auch), aber trotzdem unglücklich
 
Funkel? Hast du wirklich den Trainer aufgezählt, der immer noch in der Bundesliga auf Libero und Manndecker zurückgreift? Meinen Respekt vor so viel Sachverstand auf einmal...

GWG Niedersachse

Hi,
derzeit wünsche ich mir zwar nicht Funkel als Trainer bei Werder, aber für einen schnellen Libero wie einst Rune Bratseth und einen Manndecker wie einst Uli Borowka würde ich unsere derzeitige Viererkette SOFORT opfern!!!!!

Gruß vom
Werder-Oldie (modern muß nicht unbedingt erfolgreich sein, siehe auch Klinsi...)
 
Hoch lebe unser Trainer Thomas Schaaf :applaus:

Geiler Typ, kenne keine andere Mannschaft mit so nem coolen Trainer


(muss auch mal gesagt werden hier) :beer:
 
Der Zweck heiligt immer noch die Mittel.
Ich behaupte, dass die meisten Mannschaften mit 4er-Kette immer noch nicht wissen, wie und warum eine 4er-Kette funktioniert!

Der Zweck heiligt die Mittel gilt für Teams, die keine anderen Mittel haben, als die gute alte Hausaxt. Werder hat aber sehr viel mehr zu bieten, als sich hinten ängstlich einzumauern.

Hi,
derzeit wünsche ich mir zwar nicht Funkel als Trainer bei Werder, aber für einen schnellen Libero wie einst Rune Bratseth und einen Manndecker wie einst Uli Borowka würde ich unsere derzeitige Viererkette SOFORT opfern!!!!!

Gruß vom
Werder-Oldie (modern muß nicht unbedingt erfolgreich sein, siehe auch Klinsi...)

Diese, ich nenne es dennoch mal "Argumentation" gab es schon häufiger. Bspw. vor der EM 2000 dachte man, mit der guten alten Liberotaktik den europäischen Fußball als Titelverteidiger aus den Angeln heben zu können. Das Ergebnis kennt man und die Konklusion daraus lautet hier: Altbacken muß nicht unbedingt erfolgreich sein. Siehe auch Ribbi.

Ansonsten sh. oben.

Das kann doch nicht euer ernst sein, auf verdiente Recken wie Rune zurückgreifen zu wollen. Es muß auch zumindest etwas in die Zeit passen.
 
@ Karlotto

Ich will mich ja nicht einmischen, aber hast du Otto Rehhagels Griechen bei der EM 2004 gesehen? Diese haben auch sehr altmodisch gespielt, aber den Titel geholt. War zwar nicht sonderlich attraktiv, aber erfolgreich.
 
@ Karlotto

Ich will mich ja nicht einmischen, aber hast du Otto Rehhagels Griechen bei der EM 2004 gesehen? Diese haben auch sehr altmodisch gespielt, aber den Titel geholt. War zwar nicht sonderlich attraktiv, aber erfolgreich.


Jo. Aber hast du den jämmerlichen Auftritt von Ottos Griechen bei der EM 2008 gesehen?

Den Erfolg, den Rehagel mit Griechenland geholt hat, ist völlig untauglich als Vergleich. In einem Turnier kannst du als Kollektiv mal über dich hinauswachsen. Der Titel war sicherlich kein Sieg des Systems, sondern ein Sieg des Willens.

Eine ganze Saison ist etwas völlig anderes und das Haltbarkeitsdatum der Dreierkette mit Libero ist sowas von abgelaufen und sicherlich keine Lösung für´s Problem. Fangen wir damit an, werden wir in Bälde keinerlei Probleme mehr haben, uns für die CL zu qualifizieren. Dann werden wir auf Dauer im Mittelmaß versinken.

Der Fußball, den TS spielen lässt, ist nicht nur offensiv und attraktiv, sondern auch erfolgreich. Von daher: Wo ist das Problem?
 
Jo. Aber hast du den jämmerlichen Auftritt von Ottos Griechen bei der EM 2008 gesehen?
Den Erfolg, den Rehagel mit Griechenland geholt hat, ist völlig untauglich als Vergleich. In einem Turnier kannst du als Kollektiv mal über dich hinauswachsen. Der Titel war sicherlich kein Sieg des Systems, sondern ein Sieg des Willens.
Eine ganze Saison ist etwas völlig anderes

Dazu kommt noch ein Aspekt: Die Griechen haben 2004 mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit in Verbindung mit dem defensiven System alle überrascht. Das kann einmal funktionieren. 2008 waren sie mit ihrem Latein am Ende, weil der Überraschungseffekt weg war und gerade diese EM die Überlegenheit des Offensivfußballs gezeigt hat.

Der Wunsch nach einem Libero ist angesichts mancher Fehlleistung der Defensive sogar nachvollziehbar. Aber es ist doch nicht so, dass man eben mal einen Libero einbaut und dann sind alle Defensivprobleme beseitigt. Fußball ist doch etwas komplizierter, ist ein System mit Verzahnungen usw., und es hat doch Gründe, dass international kaum noch mit Libero gespielt wird. Wäre er DIE Lösung für Defensivprobleme, würde das sicher nicht nur in diesem Forum diskutiert.


@dkbs

also ich kann Dir da nicht ganz zustimmen. es gibt da ein paar dinge, die nicht zusammenpassen.

in der saison 03/04 hat werder in der hinrunde 20 in der rückrunde 9 !!gegentore bekommen (lässt man die beiden letzten spiele außen vor als werder bereits meister war). selber geschossen wurden 42 hinrunde und 34 rückrunde (bis spieltag 32!!). es war also nicht schon immer ein ausschließlich offensives system.

gerade in dieser (03/04) saison haben wir die räume im mittelfeld extrem zugestellt und dadurch viele balleroberungen gemacht, die zu toren geführt haben. dies sieht jetzt ganz anders aus. damals haben wir viel besser das spiel gelesen. in dieser saison extrem aber auch schon in der letzten saison ist das mittelfeld ein schweizer käse. sicher hat sich die taktik durch die passive abseitsregel extrem geändert. dadurch ist ein zustellen im mf nicht mehr so leicht möglich.

Das sehe ich mehr oder weniger auch so. 03/04 hat mir auch besser gefallen:cool:, von der Ausgeglichenheit des Spiels, zwischen OFfensive und Defensive, zwischen jungen und alten Spielern, das Spiel gegen den Ball Nur: Das hat aber nicht in erster Linie selbstverantwortete Gründe:

- 03/04 war erstmal eine absolute Ausnahme. Eine Serie von ca. 25 Spielen ohne Niederlage wird es so schnell nicht mehr geben. Ich bezweifle, dass Bayern das seitdem hingekriegt hat. Durch die Erfolge hat das Ganze eine Eigendynamik bekommen; zudem eine Eigendynamik, bzw. eine Erfolgswelle, die man wahrscheinlich nur erwischt, wenn so etwas neu ist. Als Mannschaft, die sich oben etabliert hat, wird es schon insofern schwerer, als eine Gewöhnung eintritt (kann kein Trainer was dran ändern) und es andere Ziele, andere Aufgaben gibt.

- Richtig: 03/04 war es noch nicht das ausschleßlich offensive System. Das hatte aber auch Gründe. Werder ging als Außenseiter in die Saison, die Gegner waren offensiver, daher waren die Räume da, die heute nicht mehr da sind. Auch wenn ich ebenfalls finde, dass das Spiel gegen den Ball nicht besonders gut ist und von daher in punkto Balleroberungen zustimme: Heute würden diese nicht mehr in der Form zu Torgefahr führen, weil die Balleroberung nicht mehr gleichbedeutend mit viel Raum ist, da die Gegner einfach viel massierter stehen. Werder hatte es damals auch viel einfacher.

Schaafs Überlegung dürfte sein, dies durch (Offensiv)Druck zu kompensieren. Eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit, die auch meiner Meinung nach nicht ganz rund läuft, hin und wieder gründlich schief geht.

(Dass ich Werder ankreide, sich seit 03/04 zunehmend nicht gut bei gegnerischem Ballbesitz zu verhalten steht auf einem anderen Blatt (oder vielleicht auch diesem, aber das ist trotzdem was anderes als was hier aböäuft).)

Aber auch wenn man diesen Unterschied sieht und diesbezüglich Kritik übt, bleibt doch die Frage wie, in welcher Form und in welchem Rahmen. Im alten Forum gab es einen Thread dazu, was "der Gang an die Spitze erfordert". Hier sind solche Diskussionen gut aufgehoben und in diesem Rahmen konnte auch punktuell erörtert werden, ob perspektivisch eine neue Ausrichtung durch einen neuen Trainer sinnvoll sein könnte. Aber irgendwelche Sachen, die einem stinken, rauszuhauen und den Trainer deshalb in Frage zu stellen, das kann es es meiner Meinung nach nicht sein.

Denn, auch das muss man sagen und ansheinend immer wieder in Erinnerung rufen: Unter diesem Trainer ist Werder trotz etwaiger Defizite fünf mal hintereinander unter den ersten drei der Tabelle gelandet und ich weigere mich, das als selbstverständlich anzusehen.
Auch wenn Werder nur noch Drecksfußball bieten würde (was aber schwer mit der o.g. vereinbar wäre) und die Fans in Scharen wegliefen, könnte man sich Gedanken machen, aber auch das ist nicht der Fall, denn die Spiele, wo Werder attraktiv, z.T. spektakulär spielt und etwaige defensive Defizite nicht vorhanden sind oder nicht ins Gewicht fallen, sind deutlich in der Überzahl gegenüber den Spielen wie in Stuttgart.
Ich verstehe (und teile) die Unzufriedenheit nach solchen Spielen wie jetzt. Ich verstehe (und teile) auch, dass man sich perspektivisch eine Weiterentwicklung wünscht, wobei vieles von dem, was anscheinend erwartet ist, nicht angemessen ist, da es gerade mal von absoluten Spitzenteams (international) und teilweise noch nicht mal von denen geleistet werden kann.

Was ich aber ganz und gar nicht verstehe, ist
- dass und wie sehr an dieser Stelle von eingen nur das Negative gesehen wird und das Positive (in erster Linie einfach die Bilanz der letzten 5 Jahre) kleingeredet, relativiert, verdreht oder ganz ignoriert wird.
- die hysterische Stimmung in der Behandlung dieser Thematiken
- die in einer entsprechend aufgeregten Diskussion um den Trainer gipfelt, wo sich plötzlich jeder dazu berufen fühlt, der sportlichen Leitung und besonders dem Trainer irgendwelche Fehler vorzuhalten und Schaaf zum Teil für verbraucht und/oder unfähig zu erklären

aber auch der fitnesszustand der mannschaft läßt m.e. zu wünschen übrig. gerade die MF spieler sind nicht in der lage die löcher zuzulaufen. aber vielleicht läuft es sich nach vorne schneller als zurück :confused:
Ich kann und will mir kein Urteil über das Fitnesstraining erlauben. Was aussieht wie Fitnessdefizite kann m.E. alle möglichen Gründe haben. Schlechte Raumaufteilung, Verunsicherung und dementsprechende Beeinträchtigungen der trainierten Automatismen und Vorgaben, Ratlosigkeit gegenüber bestimmten Situationen auf dem Feld oder so.
Wie gesagt: ausschließen kann ich es nicht. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass in der heutigen Fußballwelt da nicht jeder Bundesligatrainer irgendwo auf dem neuesten Stand ist, wobei es gut sein kann, dass Schaaf hier andere Schwerpunkte setzt (Training mit Ball) als z.B. Magath. Inwiefern sich das negativ auswirken kann, sollen andere beurteilen, aber auch nicht unbeding die, die Schaaf sowieso am Karren flicken wollen.

was mich verwundert, dass die Zielvorgabe MEISTERSCHAFT/TITEL !!! von schaaf ausgegeben wird, aber bei einer solchen spielweise ein solches ziel nicht zu erreichen ist. auch wenn es eine formfrage ist, ist dafür schaaf verantwortlich. die beiden letzten spielzeiten haben gezeigt, dass werden nicht in der lage war, eine leistung über eine saison zu kompensieren. jeweils herbstmeister bzw. punktgleich und am ende platz 3 und 2. da war mehr drin. und wenn man den eigenen anspruch des trainers zu grunde legt, muss man fragen dürfen, wie reagiert der trainerstab darauf. welche maßnahmen werden getroffen, damit die defensive gestärkt wird. nur mit offensive geht das nicht
Was die Zielvorgabe betrifft, gehe ich mir dir konform. Wie man hier sieht, schafft das Erwartungen, die dann sogar zu Ansprüchen werden, welche in der Form nicht realistisch sind.
Allerdings muss man unterscheiden zwischen Zielen - und warum sollte Werder nach den letzten Jahren nicht mal wieder einen Titel holen (wollen)? -
und Ansprüchen, und das ist es, was viele nicht verstehen, dass es nämlich das Ziel Werders kann, Meister zu werden, aber niemals der Anspruch.
Ob dieses Ziel mit der gegenwärtigen Ausrichtung erreicht werden kann, muss dahingestellt bleiben. Werders Probleme liegen sicher in der Defensive und in der Konstanz. Aber gerade die Phasen der letzten Jahre, wo es über eine Halbserie sehr, sehr gut lief, zeigen eben auch, dass das Potential da wäre. Die Frage ist eben, ob man diese Probleme in den Griff bekommt.
Wobei ich mich weigere, einen zweiten oder dritten Platz als Misserfolg zu betrachten, denn mindestens zwei Mannschaften haben genau das gleiche bzw. höhere Ziele und Ansprüche.
Wie Schaaf arbeitet, wird man im Detail wohl nie erfahren, man kann es aber an den Spielen und Ergebnissen ablesen. Und da kann man sicherlich Verbesserungsmöglichkeiten erkennen, aber auch, dass diese Arbeit so schlecht nicht sein kann.

mir fehlt da der erfolgshunger. fehler werden zu schnell und zu leicht akzeptiert "wir schießen dann eben vorne ein paar mehr" und wenn das nicht klappt, war es nicht der richtige tag. so kann man auch damit umgehen. man kommt aber nicht ans ziel.

Wer sagt, dass tatsächlich so lässig mit Misserfolgen umgegangen wird? In der Tat macht Werder intern einen vergleichsweise liberalen Eindruck, aber das ist mir zu spekulativ. Und daraus schließen, dass solche Spiele immer mal wieder vorkommen, würde ich es nicht.

was mich ebenfals verwundert ist die meldung von heute:


sollte tosic diese defizite haben, ist es traineraufgabe ihm ein entsprechendes trainingsprogramm vorzusetzten. hier hört es sich eher nach einer "freiwilligen" sache an. aber das ist auch typisch sein sprachstiel und insofern auch mit vorsicht zu geniessen. nur gibt es einige spieler, die einen fitnessrückstand haben, der nicht konsequent aufgearbeitet wird.

Dieses Beispiel zeigt doch, wie schwer es ist, sowas wirklich zu beurteilen, das ist eine nichtssagende Pressemeldung, aber daraus wird dann je nach Interessenlage was rausgezogen, das ein Fitnessproblem belegen soll. Wie gesagt, ich will das nicht ausschließen und mir ist der Fall Tosic auch rätselhaft, aber wenn ich sehe, dass er bei Olympia gespielt hat un seitdem bei Werder nicht mehr, erscheint es mir plausibel, ihn durch spezielles Fitnesstraining zu fördern. Und nebenbei ein Beleg dafür, dass bei Werder offensichtlich sehr wohl auf die Fitness geachtet wird.

Der Fußball, den TS spielen lässt, ist nicht nur offensiv und attraktiv, sondern auch erfolgreich. Von daher: Wo ist das Problem?

Im Grunde ist es wirklich genau so einfach.


MFG dkbs
 
@ Karlotto

OK, Punkt für dich. Obwohl ich anmerken muß, das bei der EURO 2004 das Kollektiv nur in Verbindung mit dieser Taktik funktionieren konnte. Aber über eine komplette Saison gesehen hast du recht. Es gibt grade zwar eine Phase wo es defensiv nicht so ganz hinhaut, aber deswegen muß man nicht alles ändern. Mein Vergleich mit deb Griechen bezog sich auch eher darauf, das man mit so einer altmodischen Taktik durchaus Erfolg haben kann,wenn man weiß wie´s geht, im Gegensatz zu Ribbi 2000. Trotzdem könnte Werder taktisch gesehen auch mal variabler sein. Es ist ja in Ordnung wenn man versucht dem Gegner sein Spiel und seine Taktik auzudrücken, aber ich würde es nicht verkehrt finden, wenn man gegen eine offensivstarke Mannschaft antritt, auch mal einen zweiten 6er als Absicherung einzubauen. Oder gegen ein Team das hinten drinsteht, mal mit drei Stürmern anzufangen. Oder auch mal altmodisch mit Libero, wenn es die Situation verlangt.

Im Moment macht die Abwehr einen verunsicherten Eindruck auf mich, die AV´s sind ausser Form. Warum also keine Dreierkette oder einen Libero hinter oder vor der Abwehr, damit wieder Sicherheit reinkommt?

Muß ja nicht für die ganze Saison sein.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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