Aktuelle Transferpolitik

Jetzt noch ein starker Linksverteidiger und bei einem Özil-Abgang ein Mittelfeldspieler (z.B. Emana oder Tosic) und ich wäre zufrieden wie schon lange nicht mehr...
...und wenn ein nominell "guter" LV geholt wird, der dann jedoch nicht einschlägt, Arnautovic auch nicht, wirst Du zufrieden bleiben oder im Winter wieder die schlafmützige Transferpolitik Werder`s anzweifeln?
 
Zudem bleibt die Frage, ob Werder erfolgreicher würde, wenn man das System umstellen würde, ob mehr defensive Stabilität nicht mit dem Verzicht auf zu viel Offensivstärke eingergehen würde.

Klare Antwort: NEIN! Mehr defensive Stabilität bedeutet absolut NICHT den Verzicht auf zu viel Offensivstärke!

Otto Rehhagel hat all seine großen Erfolge mit Werder mit einem Stil erreicht, hinten stabil und sicher zu stehen (u.a. ZWEI fast reine Defensivabräumer mit Eilts und Votava im Mittelfeld), und trotzdem attraktiv nach vorne zu spielen.

Auch unsere Double-Elf 2004 hatte zwei fast reine defensive Mittelfeldspieler (Baumann und Ernst), zudem mit Stalteri und Schulz noch zwei überwiegend defensiv orientierte AV. Trotzdem haben wir einen sehr attraktiven Offensivfußball gespielt mit sehr großem Erfolg dazu...

Gruß vom
Werder-Oldie
 
...und wenn ein nominell "guter" LV geholt wird, der dann jedoch nicht einschlägt, Arnautovic auch nicht, wirst Du zufrieden bleiben oder im Winter wieder die schlafmützige Transferpolitik Werder`s anzweifeln?

So jemand bin ich nicht. Wenn jedoch jetzt auf Perthel gesetzt wird und für das Mittelfeld kein guter Spieler mehr kommt, falls Özil geht, dann war das zu wenig...
 
Klare Antwort: NEIN! Mehr defensive Stabilität bedeutet absolut NICHT den Verzicht auf zu viel Offensivstärke!

Otto Rehhagel hat all seine großen Erfolge mit Werder mit einem Stil erreicht, hinten stabil und sicher zu stehen (u.a. ZWEI fast reine Defensivabräumer mit Eilts und Votava im Mittelfeld), und trotzdem attraktiv nach vorne zu spielen.

Auch unsere Double-Elf 2004 hatte zwei fast reine defensive Mittelfeldspieler (Baumann und Ernst), zudem mit Stalteri und Schulz noch zwei überwiegend defensiv orientierte AV. Trotzdem haben wir einen sehr attraktiven Offensivfußball gespielt mit sehr großem Erfolg dazu...

Gruß vom
Werder-Oldie

Stimmt alles, nur dass die Außenverteidiger Davala und Stalteri hießen... :)
 
möchte jetzt nicht als schwarzseher da stehen, aber jetzt hat man 1 mann geholt, der eher als zuckerli zu verstehen ist. die baustellen, guter iv als backup, lv, dm, sind noch immer da.
arnautovic hat laut kicker und bild 6-7 millionen gekostet, das ist ne stange geld. selbst wenn man rosenberg, jensen (bei dem man wohl auf nen gewissen wm-effekt hofft) und weitere graupen loswird (gibt genügend, keine sorge), beschleicht mich das gefühl, das aus rein wirtschaftlicher/kaderplanungstechnischer sicht dieser transfer nicht gerade klug war, vor allem wo man mit wagner ja eig. nen weiteren neuzugang hat.
 
@32_Kugelblitz: a) Hat man mit Arnautovic die größte Schwachstelle behoben, indem man den zweiten richtigen Stürmer neben Piza verpflichtet hat.
b) Wozu braucht man einen guten IV als Backup? Zum einen kann man sich den wohl nicht leisten und zum anderen hat man Pasanen und Prödl.
c) Im DM braucht man nur einen jungen, talentierten Spieler, der Frings dann bald beerben kann, ansonsten hat man vorerst Frings und Bargfrede.
 
Der Transfer rundet unsere Offensive ab.

Die fühlt sich jetzt richtig an. Pizza als absoluten Stamm und mit dem Astronauten einem, bei dem zumindest die Hoffnung hat, dass er auch RICHTIG durchstarten kann. Einen Hugo, bei dem ich immer noch daran glaube das er in Zukunft mehr knipst und einen Wagner, der ne Wundertüte ist.

Sollte Özil bleiben ist man was die Offensive angeht fertig. Rosenberg sollte noch verkauft werden und Said verliehen.

Was noch gebraucht wird ist nen AV. Vielleihct noch einen DM und gut.
 
Der Transfer rundet unsere Offensive ab.

Die fühlt sich jetzt richtig an. Pizza als absoluten Stamm und mit dem Astronauten einem, bei dem zumindest die Hoffnung hat, dass er auch RICHTIG durchstarten kann. Einen Hugo, bei dem ich immer noch daran glaube das er in Zukunft mehr knipst und einen Wagner, der ne Wundertüte ist.

Sollte Özil bleiben ist man was die Offensive angeht fertig. Rosenberg sollte noch verkauft werden und Said verliehen.

Was noch gebraucht wird ist nen AV. Vielleihct noch einen DM und gut.

Jo, und der AV sollte Linksfuß sein...


Ich denke KATS werden vor der WM vieleicht auch hier nochmal zuschlagen, eben wegen der Gefahr des (Achtung! Unwort des Jahrzehnts!) überhitzten Transfermarkts danach...
 
So jemand bin ich nicht. Wenn jedoch jetzt auf Perthel gesetzt wird und für das Mittelfeld kein guter Spieler mehr kommt, falls Özil geht, dann war das zu wenig...

Ich bin aber so einer. Der Erfolg oder Misserfolg einer TP bemisst sich nämlich nicht daran, wie quantitativ oder qualitativ, also wie viel Geld ausgegeben wurde, nachgerüstet wurde, sondern daran, wie das Ganze sich im Verlaufe der Saison dann entwickelt. Schon seltsam, dass das erste Fazit dieser TP schon nach eineinhalb Transfers und 8 Wochen vor dem ersten Pflichtspiel gezogen werden soll.

Ich mach es so, wie in jedem Jahr - nach der Saison. Und da war die letzte, bemessen am Saisonergebnis nicht so schlecht. Auch wenn im Vorfeld der Saison schon geächzt und gestöhnt wurde, weil nicht genug Geld schnell genug ausgegeben wurde.
 
Was Schaaf aber meinte, als er sagte, der Kader sei für drei Hochzeiten nicht breit genug, war wohl, dass er eine höhere Anzahl Spieler benötige, die 1zu1 auf bestimmten Positionen auszutauschen sein müssen. Dies, um eben auch mal Spieler zu entlasten, die sonst Woche für Woche 2 resp 3 Spiele absolvieren und dann, wie gerade gehabt, irgendwann mal auf dem Zahnfleisch krauchen.
Dann wäre es zuerst mal eine Überlegung wert, ob das, sofern TS es tatsächlich so meinte, auch wirklich stimmt. Wie flexibel sind wir denn, wenn es darum geht, die Möglichkeiten des Kaders auszunutzen? Wir hatten mit der Raute nach zerfahrenem Beginn ein System gefunden, das mit der ersten Elf ohne grosse Ausfälle funktionierte. Als Bargfrede ausfiel, bröckelte zusehends das Gebilde, ein formschwacher Boro konnte im Defensivverbund, wofür er ohnehin nur bedingt taugt, keinen Ausgleich schaffen. Aber dieses sensible System wurde stoisch so weitergespielt, bis die Resultate immer schlechter wurden und, damit einhergehend, das Selbstvertrauen des Teams zerfiel. Warum bekam ein Niemeyer erst so spät eine Chance? Warum wurde nicht systematisch früher reagiert - mit dem 4-2-3-1, was dann wieder auf die zur Verfügung stehenden Spieler passte. Ein Fritz zum Beispiel hat schon in der N11 im DM gute Spiele gemacht. Haben wir sonst keinen RV? Wären geringfügige, aber erfolgversprechendere Verschiebungen im Mannschaftsgefüge nicht möglich gewesen? Warum spielte Özil praktisch immer, obwohl er quasi zwei Jahre in drei Wettbewerben plus U21-EM und N11 durchspielt und die WM vor sich hat und sich diese gnadenlose Überspieltheit auch auf dem Platz offenbarte? Das sind, wie ich finde, wichtige Fragen, bevor das Rufen nach einem breiteren Kader beginnt.

Wenn ich zu meinem Vorgesetzten gehe und mehr Personal auf der Baustelle einfordere, dann muss ich mir darüber im Klaren sein, dass hinterfragt wird, warum mit den kalkulatorisch zur Verfügung gestellten Leuten nicht die gewünschte Effizienz erzielt wird. Wofür ich selbst schließlich mein Geld verdiene.
Reagiert man konsequent auf diesen Aufruf, so wird man wohl schauen, auf Schlüsselpositionen die eine oder andere Verstärkung zu holen um den Kader eben entsprechend zu verbreitern.
Aber vor allem: Ich habe Zweifel, dass wirklich auf der Problemposition gute Spieler auf dem Markt waren. Es geht hier doch vor allem um das zentrale defensive Mittelfeld. Hier hat Werder sich in der Vergangenheit bemüht. Aber es zeigt sich doch, dass gerade auf dieser wichtigen Position echte Lenker kaum zu verpflichten sind.
Zwischen 2007 und 2009 hatte Werder teils gewaltige Defizite in puncto geschicktem Umkehrfussball, cleverem Spiel im Raum, es fehlten Leute, die ein Spiel auch aus der Tiefe lesen und angemessen auf dem Platz reagieren konnten. Es fehlte generell an Physis und Kampfkraft. Die Königstransfers hiessen Carlos Alberto, Sanogo, Marin, dazu die Piza-Leihe und für Moreno war Werder ein Jahr zuvor ebenfalls bereit, einiges an Geld in die Hand zu nehmen. Natürlich hat uns ein Marin individuell enorm verstärkt, aber war nach dem Diego-Abgang wirklich das Kernproblem, in der Offensive möglichst annähernd eins-zu-eins einen guten Mann zu verpflichten oder wäre es sinnvoller gewesen, statt eines Super-Dribblers in erster Linie einen flexibel einsetzbaren Mittelfeldmann, der ein Spiel organisieren kann, für dieses Geld zu holen?

Gerade der Bargfrede - Ausfall dokumentierte in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll, wie rar die Alternativen an solchen Spielern sind, besonders dann, wenn man ohnehin nicht bereit ist, personell flexibler zu agieren. Was wäre gewesen, wenn der Junge nicht so eingeschlagen hätte? Wie wurde der taktisch ungemein wertvolle Baumann ersetzt? Wir holten Boro, Moreno, Marin.... :zweifeln: und jetzt sieht es erneut so aus, dass der Königstransfer Marko Arnautovic heisst. Warten wir`s mal ab...

Die zu gegebenen Zeitpunkten jeweilige Marktsituation kann ich freilich kaum beurteilen. Auffällig ist auch, dass KATS zuletzt die Defizite erkannt haben und reagieren wollten - letztes Jahr erst Tziolis-Leihe, dann Interesse an Cana, Zuculini. Ich werde dennoch den Eindruck nicht los, dass diese "Bemühungen" eher zaghafter Natur sind - im Vergleich zu den Bemühungen, stetig die Offensive (teuer) zu verstärken.
 
a) Hat man mit Arnautovic die größte Schwachstelle behoben, indem man den zweiten richtigen Stürmer neben Piza verpflichtet hat.
Das sehe ich leider grundlegend anders und stimme @Kugelblitz in diesem Punkt völlig zu. Geht keiner der Stürmer, haben wir Hugo, Pizarro, Rosi, Testroet, Wagner und eben Arnautovic. Dazu Stürmer-Alternativen wie Hunt, Marin, evtl. Schindler. Zudem spielten wir zuletzt öfter mit dem 4-2-3-1 ein System mit einem Stürmer, mit dem wir übrigens kein einziges Bundesligaspiel verloren haben. Für mich auch deswegen, weil wir mit mehr Quantität im Mf mangelnde Defensiv-Qualität ausgleichen konnten.
b) Wozu braucht man einen guten IV als Backup? Zum einen kann man sich den wohl nicht leisten und zum anderen hat man Pasanen und Prödl.
:tnx:
c) Im DM braucht man nur einen jungen, talentierten Spieler, der Frings dann bald beerben kann, ansonsten hat man vorerst Frings und Bargfrede.
Und sonst? Außer dem verletzungsanfälligen Niemeyer? Zahlenmäßig verglichen mit dem Personal in der Offensive finde ich das recht dünn, speziell für drei Wettbewerbe...
Ausserdem sind weder Frings noch Niemeyer Strategen mit sehr hoher Spielintelligenz/Spielübersicht, PB ist es noch nicht. Aber genau da klemmte es doch in den letzten Jahren.
 
Das sehe ich leider grundlegend anders und stimme @Kugelblitz in diesem Punkt völlig zu. Geht keiner der Stürmer, haben wir Hugo, Pizarro, Rosi, Testroet, Wagner und eben Arnautovic. Dazu Stürmer-Alternativen wie Hunt, Marin, evtl. Schindler. Zudem spielten wir zuletzt öfter mit dem 4-2-3-1 ein System mit einem Stürmer, mit dem wir übrigens kein einziges Bundesligaspiel verloren haben. Für mich auch deswegen, weil wir mit mehr Quantität im Mf mangelnde Defensiv-Qualität ausgleichen konnten. :tnx: Und sonst? Außer dem verletzungsanfälligen Niemeyer? Zahlenmäßig verglichen mit dem Personal in der Offensive finde ich das recht dünn, speziell für drei Wettbewerbe...
Ausserdem sind weder Frings noch Niemeyer Strategen mit sehr hoher Spielintelligenz/Spielübersicht, PB ist es noch nicht. Aber genau da klemmte es doch in den letzten Jahren.


Ich stimme dir in allen belangen zu. Ich denke aber dass der Weggang von Özil sehr wahrscheinlich ist und man deshalb den Ösi verpflichtet hat um das zu kompensieren.

Ich denke aber, dass Bargfrede sich zu so einem defensivspezialisten Entwickeln kann neben Frings, wenn wir dann einen Spieler wie Wesley verpflichten, halte ich das ganze für eine sehr gute Möglichkeit. Aber ich stimme dir zu, dass da Defensiv noch etwas passieren muss.

Mir würde auf anhieb leider aber kein Spieler für einen erschwinglichen Preis einfallen der die geforderten Defensivqualitäten bereits so weit ausgeprägt hat, dass er uns sofort weiterhelfen würde.
 
Ich stimme dir in allen belangen zu. Ich denke aber dass der Weggang von Özil sehr wahrscheinlich ist und man deshalb den Ösi verpflichtet hat um das zu kompensieren.

Ich denke aber, dass Bargfrede sich zu so einem defensivspezialisten Entwickeln kann neben Frings, wenn wir dann einen Spieler wie Wesley verpflichten, halte ich das ganze für eine sehr gute Möglichkeit. Aber ich stimme dir zu, dass da Defensiv noch etwas passieren muss.

Mir würde auf anhieb leider aber kein Spieler für einen erschwinglichen Preis einfallen der die geforderten Defensivqualitäten bereits so weit ausgeprägt hat, dass er uns sofort weiterhelfen würde.

Wie oft noch? Arnautovic ist kein Özil-Ersatz. Emana würde weiterhelfen...
 
Aber die letzte Saison hat mir Mut gemacht, dass sich die Spielweise auch verändern kann. Typische 3:6 Niederlagen in Spielen, wo Werder munter stürmte während der Gegner aus 7 Torchancen 4-6 Tore machte gab es da eher nicht.
Das stimmt zwar und auch ich war sehr angetan, wie es Schaaf vom 3. bis zum 10. Spieltag mit dem Team schaffte, ein gut organisiertes, kluges und teils gegnerorientiertes Spiel hinzubekommen. Besonders Partien wie gegen Hoffenheim oder in Stuttgart waren taktisch das Beste, was man von Werder seit vielen Jahren zu sehen bekam. Aber irgendwann kam der Rückfall in alte Fehler, erste Anzeichen gab`s in Nürnberg, wo sich die Mannschaft auf urbekannte Weise teilweise sehr simpel auskontern ließ, mit zu vielen Leuten vor dem Ball agierte usw. Das zog sich dann, ohne erkennbare Reaktion auf diese Mängel, monatelang hin mit dem Resultat, dass aus 10 Spielen nur ein Sieg kam. Genau deswegen bin ich - bei allem Mut ;) - noch etwas vorsichtig mit Aussagen, wir würden uns da konsequent weiterentwickeln. Obwohl leichte Fortschritte zu sehen waren. Ausserdem bleibt die Frage, ob diese Fortschritte allein durch den Diego-Abgang und die damit verbundene, veränderte Hierarchie auf dem Spielfeld erreicht wurden oder ob es einem klaren Lerneffekt geschuldet war.

Jetzt bin ich vor allem gespannt, was nach diesem dritten Platz in der nächsten Saison passiert. Ob das erneut die Probleme verwischt, die dann auf typisch zuverlässige Weise wieder auftauchen oder ob es eben diesen Lerneffekt gibt.
Die Frage ist, ob Werder für noch mehr Konstanz und damit Erfolg die richtige Strategie fehlt oder einfach auch das Geld seiner Konkurrenten. Punktuell finde ich auch, dass die Ausrichtung flexibler sein könnte.
Nur punktuell? Ich denke sogar - entscheidender Punkt. Ich fand und finde die Strategie in der Einkaufspolitik, was das reine Geld ausgeben sowie das Investieren in individuelle Qualität angeht, angemessen und richtig. Nicht aber in Bezug auf Flexibilität und glaube deswegen eben nicht, dass es nur am Geld liegt.
Und eine flexiblere Spielweise zu fokussieren wird ja hier im Forum gerne mit einer Abkehr vom Offensivfussball gleichgesetzt. Das ist falsch.
In der Summe sehe ich die den Weg und die Spielweise Werders als eher richtig als falsch an. Die Ergebnisse sprechen aus meiner Sicht dafür, auch wenn Schalke als Gegenentwurf Werders ähnliche Platzierungen erreicht wie Werder. Aber eben nicht signifikant bessere.
Und dann bleibt eben als Vorteil, dass die Spielweise Werders viel attraktiver ist.
Einerseits sicher richtig, andererseits darfst Du nicht den Kadervergleich aussen vor lassen. Hier bin ich der Meinung, dass Werder, auch wenn Schalke genauso viel oder mehr Geld ausgegeben hat, S04 nie die gleiche Qualität im Kader hatte. Als kleines Beispiel dient vielleicht, wie viele Spieler in der deutschen N11 Werder seit 2005 stellte und wieviele Schalke. Ebenso in anderen Nationalmannschaften, die nicht zu den Fussball-Entwicklungsländern zählen. Wer nun aus seinen Möglichkeiten mehr machte, bleibt eher die Frage als die reine Wertung der Platzierung.
Eine mögliche Verpflichtung von Arnautovic würde ich zudem nicht als Beleg dafür sehen, dass Werder weiter nur Offensivspieler holt. Für mich würde Arnautovic in erster Linie die taktischen Möglichkeiten erweitern (Flügelspiel, Spiel mit einer Spitze).
Hatten wir da zu wenig Möglichkeiten? Flügelspiel - Marin, auch Hunt. Mit einem Stürmer - Pizarro, Almeida, Wagner. Im Offensivbereich gab es auch vorher schon systematisch viele Varianten.
 
Ich denke aber dass der Weggang von Özil sehr wahrscheinlich ist und man deshalb den Ösi verpflichtet hat um das zu kompensieren.
Wie ich bereits erwähnte, ist das m. E. die logische Schlussfolgerung dieses Transfers. Sehe es anders als Mascarpone.

Ich denke aber, dass Bargfrede sich zu so einem defensivspezialisten Entwickeln kann neben Frings, wenn wir dann einen Spieler wie Wesley verpflichten, halte ich das ganze für eine sehr gute Möglichkeit. Aber ich stimme dir zu, dass da Defensiv noch etwas passieren muss.
Das Interesse an Wesley - mal sehen was draus wird. Ob es nur Interesse bleibt? Der Spieler soll ja verzwickte Vertragssituationen haben - Werder wird da nicht tätig werden, wenn es finanziell nicht abwägbar ist. Und tut gut daran. Schön wäre, wenn überhaupt etwas passiert und wenn nicht, wäre es auch nicht so schlimm. Vorrausgesetzt, Schaaf agiert künftig in Sachen Spielsystem und Ausrichtung noch variabler.
 
Zudem bleibt die Frage, ob Werder erfolgreicher würde, wenn man das System umstellen würde, ob mehr defensive Stabilität nicht mit dem Verzicht auf zu viel Offensivstärke eingergehen würde.

Klare Antwort: NEIN! Mehr defensive Stabilität bedeutet absolut NICHT den Verzicht auf zu viel Offensivstärke!

Otto Rehhagel hat all seine großen Erfolge mit Werder mit einem Stil erreicht, hinten stabil und sicher zu stehen (u.a. ZWEI fast reine Defensivabräumer mit Eilts und Votava im Mittelfeld), und trotzdem attraktiv nach vorne zu spielen.

Auch unsere Double-Elf 2004 hatte zwei fast reine defensive Mittelfeldspieler (Baumann und Ernst), zudem mit Stalteri und Schulz noch zwei überwiegend defensiv orientierte AV. Trotzdem haben wir einen sehr attraktiven Offensivfußball gespielt mit sehr großem Erfolg dazu...

Gruß vom
Werder-Oldie

Meiner Meinung nach vergleichst du an der Stelle Äpfel mit Birnen. Zu Ottos Zeiten war das Spiel noch ganz anders, viel langsamer. Außerdem war Rehhagels Fußball nur anfangs offensiv. Da kamen aber keine Titel rüber, u.a. weil die Effiienz fehlte.
Als Werder mit Rehhagel Titel holte, war das mit einer wesentlich kontrollierteren Spielweise, die offensiv nicht zu vergleichen ist mit der heutigen. Und Statdardsituationen wurden immer wichtiger und Werder schoss viele Tore daraus, was aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit Offensive ist.
Und seitdem ist die Spielweise von Rehhagels Mannschaften immer defensiver und destruktiver geworden.

Was 2003/04 betrifft:
Es stimmt zwar: Werder stand relativ stabil hinten mit eher defensiven Außenverteidigern und spielte offensiv wunderbaren Fußball.
Allerdings war Werder damals in einer ganz anderen Situation als heute. Werder wurde lange Zeit nicht als Spitzenmannschaft ernst genommen, die meisten Gegner spielten, vor allem zu Hause mit, und wurden ausgespielt und ausgekontert.
Im Vergleich zu heute hatte Werder damals unheimlich viel Platz und die richtige Spielweise und die richtigen Spieler, um das auszunutzen.
Übrigens änderte sich dies im Verlauf der Saison, vor allem in der Rückrunde, stark. Werder reichten häufig ein, zwei Tore zum Sieg, man spielte sehr kontrolliert, vor allem, weil die Gegner in der Hinrunde natürlich ahingeguckt hatten und nicht mehr so naiv ins Verderben liefen.
Heutzutage spielen spielerisch unterlegene Gegner nicht mehr mit, sondern stellen sich auch zu Hause hinten rein und warten auf Fehlpässe der weit vorgerückten Bremer um sie auszukontern. Da kannst du lange warten, bis ein Stürmer Marke Ailton (oder Marin/Özil) an der Mittellinie freigespielt werdem und zack zack nach höchstens zwei drei Stationen der Ball im Tor liegt.
Von daher ist es Illusion anzunehmen, dass man einfach nur so spielen müsste wie vor 7 Jahren um defensiv sicher zu stehen und vorne Tor um Tor zu schießen.

MFG dkbs
 
Ich verstehs auch nicht ganz. Nichts gegen Arnautovic (kenne ihn ja nun überhaupt nicht), aber soviel Geld in ein Talent stecken auf einer Position, auf der wir eigentlich keine Not haben, wird vermutlich nur wieder bedeuten, daß es erneut keine große Lösung hinten links geben wird.
Und ihmo wäre genau das der wichtigste Transfer den Werder tätigen könnte. Und das eigentlich schon seit Jahren. Ach was sag ich, Jahrzehnten.
 
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