Ich argumentiere nur gegen den Automatismus immer Spieler verkaufen zu müssen. Dem ist nicht so. Wir haben nach Jahren in denen wir wirklich existenziell auf Transfererlöse angewiesen waren den Turnaround geschafft. Wir stürzen finanziell nicht mehr ab. Jetzt geht es darum die Mannschaft aufzubauen und das macht Baumann ja auch unübersehbar indem er nicht nach Gelegenheiten greift sondern systematisch die Mannschaft plant (siehe z.B. Bauer, Delaney, Augustus). Juno ist Teil dieser Mannschaft, ein ziemlich wichtiger sogar und was wir jetzt brauchen ist, das erste mal seit Jahren, eine Saison in die wir mit einem festen Stamm gehen. Kruse, Bartels, Kainz, Eggestein, Bauer, Theo, Juno etc. sind eingespielt, kennen sich, funktionieren als Mannschaft. Um die herum kann man Talente einbauen, also endlich mal sportlich einen Schritt nach vorne machen. Und DAS ist mEn. wichtiger als kurzfristig 6mio € mitzunehmen. Darum mein Verweis auf die 15mio €, man muss abwägen wie viel einem ein Spieler sportlich bringen kann und wie viel kurzfristig finanziell. Und da sehe ich es so, daß Junuzovic, und sei es nur für die Breite, zu wichtig ist um ihm mal eben zu verscherbeln. Da halte ich es für wichtiger mit ihm die sportlichen Ziele zu erreichen. Wie damals Lewa bei Dortmund und bevor der Einwand kommt, wir wären nicht Dortmund: Die haben auf geschätzte 40mio € verzichtet. Ich glaube, das ist relativ betrachtet ein viel größerer finanzieller "Verlust" als Juno bei uns.
Wenn Juno jetzt zu hohe finanzielle Forderungen hat, ist es legitim von Baumann diese abzulehnen denn Juno ist zwar ein guter Bundesligaspieler aber eben mehr auch nicht. Dennoch würde ich ihn aus genannten Gründen nicht verscherbeln, es sei denn(!) man hat einen Ersatz an der Hand von dem man sehr überzeugt ist.