Zitat von Flo in Grün-Weiß;2357471:
Wenn das das Argument ist, dann stellt sich die Frage, was uns im Halbfinale ausgeschiedene Beiträge bringen?
Ursprünglich hat er die Anzahl der Finalsongs klein gehalten und zusätzlichen Wettbewerbscharakter geschaffen. Die konkrete Praxis stammt aber aus Runden, in denen die Umstände andere waren als jetzt. Natürlich ist die Quotenregelung gemessen an der jetzigen Teilnehmerzahl überholt.
Es hat bloß nichts mit dem momentanen Diskussionspunkt zu tun.
Aber: Von vorneherein war angedacht, dass Ausgeschiedene Mitspieler im Finale mitbewerten sollen, eben damit das Ergebnis möglichst repräsentativ ist. Viele haben das nicht getan, weil nach ihrem Aus die Motivation weg war. Dagegen hatten wir spätestens seit der Abschaffung der absolut albernen Sperren lediglich nichts mehr in der Hand, betreffende waren ja bereits ausgeschieden.
Nun also die Frage, wieso ein Spieler, der zwar disqualifiziert wurde, was sich in der Praxis jedoch nicht von einem Ausscheiden unterscheidet, nicht doch abgeben dürfte. Natürlich wäre das ungewöhnlich - aber gut. Zu sagen "Okay, ich habe die eine Frist verpennt, aber ich beschäftige mich trotzdem mit dem Finale" gestaltet das Ergebnis repräsentativer und ist eine absolut sportlich feine Geste. Und das soll er nicht dürfen, weil es keine Regel dafür gibt?
Zunächst mal ist es eben nicht so, dass es gegen die Regeln wäre. Es gibt nämlich keine Regel, die Disqualifizierten die Bepunktung untersagt. Es ist lediglich so, dass dies gesetzlich nicht geregelt ist - und somit ist es in jedem Fall schonmal eine Grauzone, nicht aber ein Regelverstoß.
Zweitens: Selbst wenn es so eine Regel gäbe, so dürfen wir hier die Dimensionen nicht vergessen. a) machen wir anders als im deutschen Gesetz hier die Regeln selber. Das ist nämlich unser Spiel und betrifft niemand anderen außer uns selber. Des Weiteren geht es hier nicht um sichere Finanzmärke, sondern um Spielspaß. Wenn also eine Person mehr Spielspaß haben kann, ohne, dass es auf Kosten anderer geht, dann ist das per se erstmal gut. Und eine Finalbewertung von Olli wäre sowieso gut, weil jede Bewertung das Ergebnis repräsentativer gestaltet. Das wäre für einen, der durch seine etwaige Bewertung in der Tabelle überholt werden würde, nichtmal eine Benachteiligung, sondern eine Niederlage im sportlichen Wettkampf. Da ist ja nichts Vorsetzliches dran.
Und überhaupt und sowieso ist die Diskussion sowieso total unnötig. Und trotzdem schreib ich Elch da was zu.