Dem beherzten Eingreifen einer Hundertschaft der Freiburger Polizei ist es zu verdanken, dass eine nicht angemeldete Demonstration am 11.11. in Freiburg innerhalb weniger Minuten aufgelöst werden konnte. Bei den Beteiligten wurden Dutzende Schlagstöcke sowie Pyrotechnik in großem Umfang sichergestellt.
Nach Angaben der Polizei nahmen rund 50 Minderjährige im Alter zwischen drei und sechs Jahren an der Kundgebung teil. Augenzeugen berichten, dass die Beteiligten laustark "Rabimmel, rabammel, rabumm, bumm bumm!" schrien und dabei Schlagstöcke vor sich her trugen, an denen Brandsätze befestigt waren.
Ob es sich bei den Demonstranten, die sich als Besucher der Kindertagesstätte "Himmelsstürmer" ausgaben, um Mitglieder eines extremistischen Bündnisses handelt, wird derzeit noch geprüft.
Die 43-jährige Leiterin der Gruppe wurde festgenommen und sitzt derzeit noch in Untersuchungshaft.
Ein weiterer Mann auf einem Pferd, der die Demonstration anzuführen schien, konnte sich im vollen Galopp dem Zugriff durch die Beamten entziehen und ließ dabei eine halbe Jacke liegen.
Der Flüchtige konnte inzwischen als der polizeibekannte Martin Heilig aus Pavia identifiziert werden.
Wie die Polizei mitteilte, werden zudem mehrere Dutzend von den Demonstranten mitgeführte Kekse auf Drogen untersucht, das Ergebnis steht noch aus.
Da mehrere Beamte von widerspenstigen Kindern gekratzt und laut Polizeibericht teilweise fies ans Schienbein getreten wurden, ergingen insgesamt 32 Strafanzeigen wegen schwerer Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.
Freiburg ist und bleibt ein gefährliches Pflaster!