Puh, die plötzliche Nachricht von Willis Tod hat mich heute sehr getroffen und traurig gemacht.

Ich bin zu jung, um Willi in meiner Fanzeit als Manager erlebt haben zu dürfen und kenne ihn vor allem als Aufsichtsratmitglied. Und doch war auch mir schon früh klar, was dieser Mann für ein ungeheures Lebenswerk geschaffen hat. Werder wäre ohne ihn nicht der Klub, der er heute ist. Und das nicht nur hinsichtlich der Erfolge und Titel, die auch zu großen Teilen aufgrund seiner Verdienste heute unseren Briefkopf schmücken, sondern vor allem auch dadurch, dass er Werder bundesweit Sympathien und neue Fans beschert hat, die Werder bis heute tragen. Im Laufe der Jahre habe ich Willi auch bei verschiedenen Gelegenheiten treffen können und auch wenn das immer nur flüchtige Treffen waren, war Willi immer super sympathisch, gesprächig und geerdet. Er strahlte auf mich einfach immer aus, ein ernsthaftes Interesse am Gegenüber zu haben und sich für den anderen Zeit zu nehmen - egal ob das ein Stürmerstar, ein Journalist oder ein 12jähriger Fan war, der ihn vor allem aus Erzählungen kannte. Das ist eine Gabe, die ich zutiefst bewundere. Auch die vielen schönen kleinen Momente und Anekdoten, die hier und auf anderen Kanälen und Plattformen heute schon geteilt wurden, unterstreichen dieses Bild.
Und dazu muss man sich auch einfach bewusst machen, dass er ja nicht nur bei Werder unglaublich viel bewegt hat, sondern auch als Politiker in wichtigen Positionen, als Funktionär für den gesamten deutschen Fußball und Sport und vor allem auch als UN-Sonderberater für Sport im Dienste von Frieden und Entwicklung. Ich ziehe alle meine Hüte vor Willi. Mein Beileid an seine Familie, Freunde und Angehörigen. Werder und Bremen werden dieser Legende immer ein würdiges Andenken bewahren.
