Dass Otto sauer war, weiss ich auch noch.
Aber, dass er deshalb ging, glaube ich nicht. Das haben die Boulevard-Medien damals so kolportiert.
Uuuups, sorry, Oldie.
Moin,
zuerst freue ich mich riesig, das Oldie wieder zurück ist.
zu Lemke:
Ich hatte meine Meinung dazu etwas zuvor schon geschrieben und vor längerer Zeit ebenso deutlich geschrieben, das ich Lemke als (Mit-)Verantwortlichen für wichtige personelle Abgänge sehe.
- Otto:
Eindeutig mitverantwortlich für unseren damaligen sportlichen Aufstieg. Übernahm nach dem Unfall von Kuno Klötzer unsere Mannschaft in der 2. Liga. Klötzer hatte zu diesem Augenblick den Grundstein für einen Umbau gelegt und uns schon an die Tabellenspitze geführt, Otto hat es vollendet.
In der 1. Liga angekommen schaffte es Otto ein homogenes Team zu formen und aus günstigen Spielern Topspieler zu formen.
Regelmässiger internationaler Fußball veranlasste Otto auch an den Kauf gewachsener Spieler zu denken, das Interesse an Werder wurde ebenfalls größer.
Willi dufte zu dieser Zeit als genialer Vermarkter glänzen, z.B. ist Lemke der "Erfinder in Deutschland der Kiddies beim Einzug der Spieler", unvergessen seine Spielereien mit Hoeness. Er untermauerte perfekt das Image des "Underdogs" gegen die Großen. Nach und nach jedoch verlor sich das öffentliche Interesse an Lemke.
Mit dem Effenberg Transfer wäre der Königstransfer gelungen, Otto war längst mehr als nur Trainer, er etablierte sich auch als Kunstkenner und Weltmensch. das es schon zuvor Differenzen gegeben hatte liegt sicher an den unterschiedlichen Positionen, aber hier besonders wollte Lemke seine Position unter Beweis stellen - zum falschen Zeitpunkt.
Was nicht vergessen werden darf: Zu dem damaligen Zeitpunkt war es aussichtsreich den Bundestrainerposten zu übernehmen. Als Trainer von Bayern war diese Möglichkeit besonders groß und Otto hatte nun genau hier die Möglichkeit zu wechseln.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt das sowohl die perspektive Bundestrainer und auch die mangelnde Perspektive auf größere Spieler hier den Ausschlag gegeben hatten.
Jürgen Born:
Nach längerer Durststrecke ein absoluter Glücksfall für Werder. Charismatisch und Durchsetzungsstark konnte er sich innerhalb des Vereines, aber auch in der Öffentlichkeit präsentieren. Lemke glänzte in seiner Rolle als UNO Botschafter. Als dort sein Stern anfing zu verblassen wollte er über Werder wieder ins Rampenlicht, dort jedoch blockierte ihn Born. Wie gut war es dann für Lemke, als ein Anfangsverdacht auf eben jenen fiel - und er versetzte Born öffentlich den Todesstoss anstatt in alter Werder Tradition zusammen zu rücken.
Nach dem Abgang von Born wurde das Erfolgsduo K.A. / T.S. zerstört, da K.A. in Doppelfunktion tätig werden konnte und somit wichtige Grundlagenarbeiten seitens K.A. nicht mehr sauber abgearbeitet werden konnten, bzw. ohne weitere Kontrolle ermöglicht wurden.
Fazit:
Lemke war Anfang der 90er der Richtige und formte unseren Verein sehr gut, aber er vergass beizeiten das Zepter aus der Hand zu geben und muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen am Niedergang von Werder massgeblich mitbeteiligt zu sein.