Abgesehen davon sind Fluktuationen auf dem Trainerstuhl etwas vollkommen normales...
Ich verurteile zwar vehement ständige Traineraustauscherei nach jeder kleinen Mißerfolgsserie (wie z.B. zuletzt bei Stevens), weil dann einfach nichts zusammen wachsen kann, generell bin ich aber auch dafür, das Trainer eigentlich nicht länger als vier, fünf Jahre bei einem Verein ununterbrochen arbeiten sollten. Im beiderseitigen Interesse!
Klar gibt es Glücksfälle, wo auch sowas funktioniert(e) wie Finke, Wenger, Ferguson oder Rehhagel und Schaaf, aber das sind einfach Ausnahmen.
Und was man unbedingt auch mal bedenken sollte: Thomas Schaaf ist jetzt über dreizehn Jahre ununterbrochen dabei, hat hier eigentlich jemand eine Vorstellung davon, wie dieser Job an die Substanz eines Menschen geht??? Das ist kein gewöhnlicher Bürojob und da kann er auch noch so gut bezahlt sein!
Ich habe Guardiola mehr als nur verstehen können, als er sich letzten Sommer diese Auszeit für ein Jahr nahm. Und der war glaub ich "nur" fünf Jahre im Amt...
Ich fand dessen Entscheidung einfach nur klasse, es war im Sinne seiner Gesundheit und auch im Interesse des Vereins, weil das "Feuer" einfach nicht mehr in ihm war. Klasse auch, das er das mit dem Jahr auch richtig durchzog, nicht wie viele andere seiner Kollegen, die oft von einem zum anderen Verein hüpfen.
In dieser Zeit zu regenerieren, abzuschalten, wieder "hungrig" zu werden und sich auch weiterzubilden (auch sprachlich wie jetzt Guardiola), das finde ich einfach nur richtig. Thomas Schaaf hätte auch mal so eine Entscheidung treffen sollen, es hätte ihm und auch Werder gutgetan...
Gruß vom
Werder-Oldie