Natürlich ist der Trainer immer eine der wichtigsten Personen im Verein. Selbstverständlich muss die Chemie zwischen ihm und dem neuen SD stimmen! Das bestreitet keiner. Das ist die eine Seite der Medaille.
Die andere Seite ist, dass seit 2009 die Mannschaft kontinuierlich einen Abwärtstrend aufweist. Gleichbleibende Probleme in der Defensive, schlechteste RR aller Zeiten und mangelndes Auswärtsverhalten sind nun einmal der sportlichen Führung anzulasten. Hierbei ist TS einer, wenn nicht der Hauptverantwortliche. Aus 11 Spielen 14 Punkte, wahrscheinlich heute 17 Pkt. Desaströse Niederlage in Augsburg gegen einen Gegner, der nun wirklich nur 2.Ligaformat hat, usw.
Mittlerweile wird hier im Forum ja schon guttiert dass, wenn sie verlieren, sie zumindest besser spielen als auf Schalke, in Do oder Hannover.
Auf die Person WL:
Wenn er letzte Saison seinen SD mit einer absehbaren Unterdeckung von ca. 2 Mio /Monat (Mertes Transfer für geschätzte 11 Mio war zu der Zeit noch nicht vollzogen) dermassen ungeschickt öffentlich angeht, ihm dann im Laufe der Saison den Vertrag zu verbesserten Bezügen verlängert, als ASR-Vorsitzender ein Rekordminus so hinnimmt, dann darf schon mal die Frage nach der Erfüllung seiner Aufsichtspflicht gestellt werden. Sein SD macht sich in dieser Phase vom Acker, was auch ein bezeichnendes Licht auf Allofs wirft, und WL erklärt TS zur unantastbaren Person.
Selbstredend muss er TS in dieser Situation den Rücken stärken.
Doch nicht, in dem er ihm einen quasi unbefristeten Vertrag anbietet.
In solch einer Konstellation läuft es auf eine Baumann/Bode-Lösung hinaus, um die Werderfamilie zusammen zu halten. Zweifel, dass es dadurch wesentliche Umstrukturierungen (Scouting, U23 mit besserer Heranführung von Junioren in die A-Mannschaft zB) geben wird, scheinen angebracht, da die Protagonisten unantastbar bleiben werden.