Das ist eine lange Geschichte...
Da meine Mutter Dortmund Fan und mein Vater schon ewig mit der Fohlenelf mitfiebert gibt es schonmal keinen familiären Bezug zum SVW. Meine Eltern haben mir allerdings auch nie einen Verein "aufgezwungen" sondern mich einfach machen lassen.
Im frühen Kinderalter, so mit vier oder fünf Jahren, war das erste Fußballspiel das ich bewusst im Fernsehen gesehen habe Gladbach gegen Wolfsburg. Aus Rebillion gegen meinen Vater und, weil ich damals den Namen so furchtbar cool fand, war ich aus Prinzip für Wolfsburg, interessierte mich allerdings auch nicht weiter für den Sport.
Das nächste woran ich mich im Prozess meines Fan-werdens erinnern kann, ist, dass meine Tante, die im Grunde genommen keine Ahnung von Fußball hat, mir mit vielleicht sieben Jahren zwei Adventskalender mitgebracht hat, Schalke und Werder. Ich sollte mich dann für einen entscheiden und wählte ohne lange nachzudenken den des SVW. Das war also meine erste Berührung mit dem Verein und sollte, selbst wenn der Sport noch immer keine große Bedeutung für mich hatte, nach einigen Umwegen auch nicht die letzte bleiben.
Im Grundschulalter war dann die halbe Klasse Bayernfan und so habe ich auch angefangen mich ein wenig mit dem Sport zu befassen und die Bayern cool zu finden. Ich hatte Fanartikel, konnte jeden Spieler auswendig aufsagen und hab sogar das Stickeralbum der Saison vollbekommen. Es waren ja auch echt große Nummern dabei, der gespielte Fußball konnte sich auch sehen lassen und, wie es im Grundschulalter so ist, war es natürlich genial immer zu gewinnen und nie wirklich traurig sein zu müssen.
Eine Sache hat mich dann allerdings doch an dem Verein gestört. Neben dem Vorstand und dem damaligen Trainer, die mir allesamt gänzlich unsympathisch waren, war auch die Philosophie dahinter absolut nicht meins.
So kam es dann, dass die Sympathie für den Verein und das generelle Interesse allmählich verschwand beziehungsweise abnahm, bis ich dann in der sechsten oder siebten Klasse mehr durch Zufall Interesse am HSV fand, aus der sich schnell etwas tieferes entwickelte. Einige werden sich jetzt wahrscheinlich mit der flachen Hand vor den Kopf schlagen. Als wäre Bayern nicht schon schlimm genug, musste ausgerechnet der HSV folgen.
Wenn mich jemand fragte warum um alles in der Welt ausgerechnet ich, der weder im Norden wohnt, noch sonst irgendwelche Einflüsse vernommen hat, HSV Fan bin, sagte ich meistens das läge wohl in den Genen. Mein Opa, den ich leider nie kennengelernt habe, war eingefleischter HSV Fan, was meine Mutter mir allerdings erst später erzählt hat.
Um ehrlich zu sein bin ich auch erst durch den HSV auf Werder gekommen, da mich die Derbys und die allgemeine Rivalität irgendwie schon immer fasziniert haben und ich daraufhin angefangen habe, mich mit unserem SVW zu beschäftigen. Tja, die Hamburger änderten zuletzt beinahe ihre komplette Vereinsphilosophie, was mir so gar nicht passte. Da kam es nur zur rechten Zeit, dass ich mich ohnehin etwas in den SVW verliebt hatte, ein Gefühl, das ich bisher bei keinem anderen Verein derart stark verspürte.
Warum aber ausgerechnet Werder? Ich weiß es nicht. Genauso gut könnte man fragen warum man sich in Menschen verliebt. Denn selbst wenn ich jetzt Gründe wie die Spielweise, die Philosophie, die Standhaftigkeit oder schlicht die Tatsache, dass der Verein sich bedingungslos treu geblieben ist, aufzähle, ist es am Ende einzig und allein die Fanliebe, die man nicht kontrollieren kann. Das Herzklopfen, wenn man ein Spiel sieht oder auch nur die Hymne hört, das Grinsen im Gesicht wenn der SVW gewinnt und die Tränen bei einer Niederlage, die unerklärliche Verbundenheit zum Club... All diese Dinge, die ein nicht-Fußballfan niemals verstehen wird.
In diesem Sinne: Lebenslang Grün Weiß!
Da meine Mutter Dortmund Fan und mein Vater schon ewig mit der Fohlenelf mitfiebert gibt es schonmal keinen familiären Bezug zum SVW. Meine Eltern haben mir allerdings auch nie einen Verein "aufgezwungen" sondern mich einfach machen lassen.
Im frühen Kinderalter, so mit vier oder fünf Jahren, war das erste Fußballspiel das ich bewusst im Fernsehen gesehen habe Gladbach gegen Wolfsburg. Aus Rebillion gegen meinen Vater und, weil ich damals den Namen so furchtbar cool fand, war ich aus Prinzip für Wolfsburg, interessierte mich allerdings auch nicht weiter für den Sport.
Das nächste woran ich mich im Prozess meines Fan-werdens erinnern kann, ist, dass meine Tante, die im Grunde genommen keine Ahnung von Fußball hat, mir mit vielleicht sieben Jahren zwei Adventskalender mitgebracht hat, Schalke und Werder. Ich sollte mich dann für einen entscheiden und wählte ohne lange nachzudenken den des SVW. Das war also meine erste Berührung mit dem Verein und sollte, selbst wenn der Sport noch immer keine große Bedeutung für mich hatte, nach einigen Umwegen auch nicht die letzte bleiben.
Im Grundschulalter war dann die halbe Klasse Bayernfan und so habe ich auch angefangen mich ein wenig mit dem Sport zu befassen und die Bayern cool zu finden. Ich hatte Fanartikel, konnte jeden Spieler auswendig aufsagen und hab sogar das Stickeralbum der Saison vollbekommen. Es waren ja auch echt große Nummern dabei, der gespielte Fußball konnte sich auch sehen lassen und, wie es im Grundschulalter so ist, war es natürlich genial immer zu gewinnen und nie wirklich traurig sein zu müssen.
Eine Sache hat mich dann allerdings doch an dem Verein gestört. Neben dem Vorstand und dem damaligen Trainer, die mir allesamt gänzlich unsympathisch waren, war auch die Philosophie dahinter absolut nicht meins.
So kam es dann, dass die Sympathie für den Verein und das generelle Interesse allmählich verschwand beziehungsweise abnahm, bis ich dann in der sechsten oder siebten Klasse mehr durch Zufall Interesse am HSV fand, aus der sich schnell etwas tieferes entwickelte. Einige werden sich jetzt wahrscheinlich mit der flachen Hand vor den Kopf schlagen. Als wäre Bayern nicht schon schlimm genug, musste ausgerechnet der HSV folgen.
Wenn mich jemand fragte warum um alles in der Welt ausgerechnet ich, der weder im Norden wohnt, noch sonst irgendwelche Einflüsse vernommen hat, HSV Fan bin, sagte ich meistens das läge wohl in den Genen. Mein Opa, den ich leider nie kennengelernt habe, war eingefleischter HSV Fan, was meine Mutter mir allerdings erst später erzählt hat.
Um ehrlich zu sein bin ich auch erst durch den HSV auf Werder gekommen, da mich die Derbys und die allgemeine Rivalität irgendwie schon immer fasziniert haben und ich daraufhin angefangen habe, mich mit unserem SVW zu beschäftigen. Tja, die Hamburger änderten zuletzt beinahe ihre komplette Vereinsphilosophie, was mir so gar nicht passte. Da kam es nur zur rechten Zeit, dass ich mich ohnehin etwas in den SVW verliebt hatte, ein Gefühl, das ich bisher bei keinem anderen Verein derart stark verspürte.
Warum aber ausgerechnet Werder? Ich weiß es nicht. Genauso gut könnte man fragen warum man sich in Menschen verliebt. Denn selbst wenn ich jetzt Gründe wie die Spielweise, die Philosophie, die Standhaftigkeit oder schlicht die Tatsache, dass der Verein sich bedingungslos treu geblieben ist, aufzähle, ist es am Ende einzig und allein die Fanliebe, die man nicht kontrollieren kann. Das Herzklopfen, wenn man ein Spiel sieht oder auch nur die Hymne hört, das Grinsen im Gesicht wenn der SVW gewinnt und die Tränen bei einer Niederlage, die unerklärliche Verbundenheit zum Club... All diese Dinge, die ein nicht-Fußballfan niemals verstehen wird.
In diesem Sinne: Lebenslang Grün Weiß!



