Die Erfahrung zeigt das Beiträge, die sprachlich eine Steigerung des Absoluten beinhalten, auch sonst eher selten überzeugen.
Die Unterschiede zwischen CA und Wesley heraus zu kitzeln, ist in meinen Augen ziemlich müßig. Denn das Entscheidende ist: Beide hatten angesichts ihres Potenzials enorme Hoffnungen ausgelöst, Werder voran zu bringen.
Ebenso enorm waren die von Werder gezahlten Ablösesummen und auch die Gehälter waren letztlich für das, was die Spieler dann in Pflichtspielen für Werder auf dem Platz leisteten, völlig überzogen und enorm.
Vor allem, wenn man dann noch bedenkt, wie amateurhaft die Einstellung dieser Leute war. Bei Wesley u.a. noch vor Kurzem in den Pflichtspielen, in denen er eingesetzt wurde und absoluten Leistungsunwillen und Lustlosigkeit demonstrierte, zu sehen.
Ich kriege einen Hals, wenn selbsternannte Stars mit einem Monatsgehalt, das höher liegt als der Jahresverdienst gut verdienender Uniabsolventen, die auch sehr hart für ihre Kohle arbeiten müssen (von den viel weniger verdienenden Durchschnittverdienern oder Leuten, die für sehr wenig Geld alles geben müssen einmal ganz abgesehen) sich erdreisten, für soviel Geld nicht mal in einem Testspiel Vollgas zu geben, aber über ihre "unbefriedigende Situation" jammern. Wie es ja auch Wesley zwischendrin durchaus mal getan hat.
Das er zwischendurch lange schwer verletzt war: Geschenkt. Er war danach auch lange wieder gesund, ohne Biss zu zeigen. Und ein schönes, leichtes Leben mit dem Höchstsatz des Krankengelds + privaten Zusatzleistungen hatte er auch in der Zeit. Und jetzt wird rumgeheult, das es am Heimweh der Ehefrau liegen soll. Wahrlich eine "tolle" "Erklärung" für die Leistungsverweigerungen in Vorbereitung und Testspielen.
Okay, letztlich sind alle Profigehälter seit dem Bosman-Urteil enorm überzogen, wenn man bedenkt, wie viele Fehler von allen möglichen Profis im Bereich des grundsätzlichen Könnens gemacht werden.
Im Fall CA und auch bei Wesley (mit kolportierten 1,2 Mio. € im Jahr) kann man sich aber nicht mehr ernsthaft der Würdigung entziehen, das das für die auf dem Platz gebotenen Leistungen viel zu viel war.
Wenn man jetzt rund 3/4 oder sogar etwas mehr als das von der ursprünglich gezahlten Ablöse wieder herein holt, dann ist das zusammen mit dem gesparten Gehalt ein sehr glimpflicher Ausgang. Gut gemacht KA !
Angesichts der Tatsache, das mittlerweile in Brasilien diejenigen Spieler und Talente, die für international spielende deutsche Mannschaften interessant sind, auch in Brasilien so viel verdienen können, das sie für einen kleinen Verein wie Werder unerschwinglich werden, wird es solche teuren "Missverständnisse" hoffentlich in Zukunft weniger geben.
Dann für das gleiche Geld lieber 4-7 einheimische oder zumindest deutschsprachige Talente holen, von denen dann vielleicht 2+ x den Durchbruch schaffen (was eine realistische Annahme ist).