Wesley

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(dazu passt, dass TS offenbar gerne den Gegner in der Vorabanalyse außen vor lässt in der Hoffnung, dass seine Protagonisten auf dem Rasen im Verlauf einer Partie das Spiel selbst lesen und lernen und wenn` s dann überhaupt nicht geht, greift er wie gegen Köln oder in Augsburg ein)
Das hier finde ich völlig überzogen, TS lässt den Gegner außen vor, aus meiner Sicht Blödsinn.
Richtig ist das Schaaf die Mannschaft oft nicht sehr nach dem Gegner ausrichtet, ganz sicher aber nicht, dass er die Stärken und Schwächen des Gegners in der Analyse außen vor lässt.
Zunächst unterschlägst Du das Adjektiv "offenbar", welches aus gutem Grund gewählt war. Denn ob TS die Stärken und Schwächen des Gegners in der Analyse tatsächlich außen vor lässt, kann ich nicht wissen, was ich jedoch weiss, ist das, was ich auf dem Rasen sehe. Und da war bspw. gegen Köln zu sehen, dass wir eine völlig falsche Ausrichtung mit dem Rautenspiel in die Vertikale gewählt haben, obwohl die halbe Liga wusste (und daher immer öfter erfolgreiche Mittel anwendete) wie und wo Köln zu knacken ist. Erst als Schaaf mit Systemumstellung reagierte, nahm das Spiel einen anderen Lauf (welches vorher ebenso einen nachvollziehbaren Verlauf hatte). Natürlich ist Taktik lediglich ein Teil des grossen Ganzen und erklärt vieles nicht. Aber derartige Spiele kannst Du en Masse nur aus den letzten 5 Jahren anführen und da stellt sich dann eben doch die Frage (wohlgemerkt Frage!), inwiefern dort der Gegner in der Vorabanalyse überhaupt berücksichtigt wird. Wenn so dermaßen oft wenig bis nichts davon in der Umsetzung zu sehen ist. Sehen wir auf dem Platz, dass die Mannschaft gut eingestellt wirkt, aber verliert und schlecht aussieht, weil die halbe Truppe einen miserablen Tag erwischt, der Kontrahent schlicht individuell stärker ist oder in Galaform auftritt, dann hat es ganz sicher nichts mit Vorgaben zu tun. Oft war das aber nicht so. Oft sind wir genau in die Fallen getappt, die der Gegner erwartetermaßen stellte. Und das ist auf Dauer inakzeptabel.

Mir ist daher nicht so ganz klar, was daran "völlig überzogen" oder "Blödsinn" sein soll, gerade weil ich mich auf Spielverläufe beziehe.
Richtig scheint vielmehr - und in diese Richtung äußern sich nicht nur TS und KA sondern auch alle anderen beteiligten Protagonisten (was für dich aber überhaupt nichts mehr zu zählen scheint) - das die Mannschaft es nach wie vor nicht schafft in den Anfangsphasen der Spiele konzentriert aufzutreten und das was man sich vornimmt auch über 90 Minuten umzusetzen.
Ein Grund dafür könnten die Vorgaben von TS sein. Ein Grund wohlgemerkt! In deinen Analysen aber irgendwie immer der Einzige.
Für individuelle Bewertungen sind die Spielerthreads da. Das Geschehen auf dem Rasen allgemein legt Rückschlüsse auf eventuelle Vorgaben nahe. Viele andere Gründe gibt es da nicht, jedenfalls in Bezug auf den Trainer.
Selbst wenn die Vorgaben andere wären und hauptsächlich die Konzentrationsfehler ursächlich sind, wessen Aufgabe ist es, dies schnellstmöglich abzustellen? Die Spieler? Ja. Und wenn`s sie`s dennoch nicht packen? Sportpsychologe? Manager? Oder doch die Trainer? Läuft schliesslich fast auf` s Selbe hinaus.
Du hast aber zum Beispiel auch bis vor kurzem noch die Schlafmützigkeit in der Anfangsphase als mehr oder minder gewollt (abwarten wie der Gegner spielt) verklärt und dabei die viel naheliegenderen Gründe gar nicht mehr sehen wollen. Es schadet also manchmal nicht über den Tellerrand schauen zu wollen.
Ich schaue über den Tellerrand. Es war eine mögliche Erklärung, wie Du das nennst, bleibt Dir überlassen.
Für mich sind das eben auch wichtige Fragen, aber in der Bewertung, die so zu lesen und zu hören ist, geht`s offenbar nur um Einstellung und Einsatzfreude.
Um die geht es sicherlich nicht nur - sie ist allerdings Grundvorraussetzung um sich aus einem Tal herauszuarbeiten. Ohne diese wird das - Förderung durch den Trainer hin oder her - schlichtweg nicht funktionieren.
Wurde Wesley nicht zuletzt wegen Übermotivation gestrichen? Bekannte wiederum erzählen ähnliches, nämlich dass er sich lange Zeit im Training voll rein hing. Mangelte es da an Deiner Grundvoraussetzung?

Wenn Du einem Spieler taktische Grundlagen erklärst, er aber vom Intellekt oder was auch immer nicht in der Lage ist, es umzusetzen, aber sich dennoch insgesamt willig zeigt, dann muss ich andere Mittel finden. Zum Beispiel das Arbeiten an den einfachen Dingen. Jeder Trainer hat gerne intelligente Spieler, aber manchen Leuten hilfst Du nicht, wenn Du sie im 5 gegen 2, im Dreieckspiel oder derartigem agieren lässt oder ihnen "Laufwege" erklärst, sondern Du musst dann eben beim Einmaleins anfangen. Ballbehauptung, Technik mit Ball zwischen Körper und Gegner. Sauberes, flaches Passspiel über 5m, erstmal unbedrängt, aber den Kopf heben, Passtechnik trainieren (auch wenn der Spieler meint, es gut zu können) und Tempo nach und nach anziehen. Basics eben.

Der Rest, die Automatismen ergeben sich möglicherweise danach, wenn der Spieler erstmal zu diesen (einfachen) Dingen gewillt ist. Wesley kommt mir wie so einer vor.
Einen wie Wesley musst Du erstmal auf einer Position in einem System einsetzen, die er leichter begreift und umsetzen kann. Was Schaaf da fordert, ist mMn der zweite Schritt vor dem ersten, mit dem erwartbaren Ergebnis. Im Übrigen ist Bargfrede ein vergleichbares Beispiel.

Damit liegt der Schluss nahe, dass Schaaf auf solche Spieler nicht viel Lust hat, wenn sie`s nicht schnell genug selbst begreifen/ sich selbst antrainieren und wenn sie (irgendwo verständlich) irgendwann resignieren und daher zusätzlich Einstellung vermissen lassen, war`s das eben. Leichte Zweifel an dieser Vorgehensweise bleiben. TS` Art der Spielerförderung geht offensichtlich sehr viel von Intelligenz und erwachsenen Leuten aus.
Also das dann hier, hui, da kann ich dann wirklich nur noch den Kopf schütteln.
Gerade Bargfrede ist hier ein denkbar miserables Beispiel wenn du hier davon sprechen willst das TS dann "keine Lust mehr auf diese Spieler" habe. TS ist zweiffellos ein großer Förderer Bargfredes und so passt das hier dann auch so überhaupt nicht in deine Argumentation.
Der Bargfrede – Vergleich war ersichtlich auf den entsprechenden Absatz gemünzt. Auch der spielte auf einer total falschen Position im unpassenden System, deshalb gab es berechtigte Zweifel in diese Richtung bereits im Sommer, u. a. von mir.
….er erklärt ihnen im Training sehr wohl was er sich, auch in taktischer Hinsicht, von ihnen erwartet.
Dazu würde ich gerne mal die Trainingskiebitze hören.
Die Frage ist also eher die, gerade angesichts der Entwicklung vieler Spieler der letzten Jahre, ob tatsächlich die Basics trainiert oder wirklich versucht werden, beizubringen oder schon vorausgesetzt werden.
Auch hier eher ein Nein. Für eine fundierte Analyse kann das nur eine der Fragen sein. Eine weitere Frage muss auch immer lauten inwieweit die entsprechenden Spieler auch bereit sind in dieser Hinsicht an sich zu arbeiten. Wie lernwillig und wie lernfähig waren diese Spieler?
…..reisst Du aus dem Zusammenhang, das stört mich übrigens an Deinem Beitrag. Denn es ging in Antwort auf Maddins Beitrag um die Basics, Du drehst die Argumente auf taktische Belange, um zu behaupten, man zeichne das übliche, eindimensionale Bild. Obwohl ich freilich zugebe, dass sich mein Beitrag ein bisschen so liest.

Der Kern, um beim Thema zu bleiben, liegt in Maddins Antwort "das konnte er von Anfang an nicht". Eine Möglichkeit wäre die Arbeit an den Basics.
Und deswegen nochmal die Frage: Wie viele Spieler haben sich bei uns in diesen Dingen weiterentwickelt?
 
Ich schaue über den Tellerrand. Es war eine mögliche Erklärung, wie Du das nennst, bleibt Dir überlassen. Wurde Wesley nicht zuletzt wegen Übermotivation gestrichen? Bekannte wiederum erzählen ähnliches, nämlich dass er sich lange Zeit im Training voll rein hing. Mangelte es da an Deiner Grundvoraussetzung?

Ich sagte nicht das es an dieser Grundvorraussetzung mangelte, ich habe lediglich erklärt warum hier gerade über die Einstellung gesprochen wurde.
Resignieren wird Wesley nicht helfen.
Wenn ich mich recht erinnere wurde er auch nicht wegen Übermotivation gestrichen, sondern vielmehr einmal wegen Übermotivation beim Training vorzeitig in die Kabine geschickt.

Wenn Du einem Spieler taktische Grundlagen erklärst, er aber vom Intellekt oder was auch immer nicht in der Lage ist, es umzusetzen, aber sich dennoch insgesamt willig zeigt, dann muss ich andere Mittel finden. Zum Beispiel das Arbeiten an den einfachen Dingen. Jeder Trainer hat gerne intelligente Spieler, aber manchen Leuten hilfst Du nicht, wenn Du sie im 5 gegen 2, im Dreieckspiel oder derartigem agieren lässt oder ihnen "Laufwege" erklärst, sondern Du musst dann eben beim Einmaleins anfangen. Ballbehauptung, Technik mit Ball zwischen Körper und Gegner. Sauberes, flaches Passspiel über 5m, erstmal unbedrängt, aber den Kopf heben, Passtechnik trainieren (auch wenn der Spieler meint, es gut zu können) und Tempo nach und nach anziehen. Basics eben.

Der Rest, die Automatismen ergeben sich möglicherweise danach, wenn der Spieler erstmal zu diesen (einfachen) Dingen gewillt ist. Wesley kommt mir wie so einer vor.

Auch hier stellt sich ganz simpel die Frage: Weißt du ob TS mit Wesley an diesen Dingen arbeitet? Es kommt dann halt manchmal arg oberlehrerhaft rüber, das stößt mir dann gegenüber einem erfahrenem und bewährtem Trainer einer Profimannschaft doch etwas auf. Sorry ;)


Der Bargfrede – Vergleich war ersichtlich auf den entsprechenden Absatz gemünzt. Auch der spielte auf einer total falschen Position im unpassenden System, deshalb gab es berechtigte Zweifel in diese Richtung bereits im Sommer, u. a. von mir.

Wäre dieser Vergleich wirklich ersichtlich nur auf den entsprechenden Absatz gemünzt gewesen, wäre das ja schön gewesen.
Vielmehr war es doch so, das du im entsprechenden Absatz Bargfrede als passendes Beispiel anführst um dann im nächsten Absatz zu sagen das "damit der Schluß nahe liege, das Schaaf auf solche Spieler keine Lust habe".
Allein schon mit dem Wort "damit" hast du die beiden Absätze verknüpft, ganz zu schweigen davon das du von "solchen" Spielern sprichst, was natürlich dann logischerweise Bargfrede mit einschließt wenn du den vorher als Beispiel anführst ;)
Da gibt es also kein rausreden, etweder hast du dich da ganz schlecht ausgedrückt oder das was du da geschrieben hast ist einfach mal absolut falsch.
Wenn du dich nur falsch ausgedrückt hast, bleibt aber für mich noch immer eine Frage: Wen meinst du denn dann mit "solchen Spielern"? Welche Beispiele hast du da noch zu bieten?

Dazu würde ich gerne mal die Trainingskiebitze hören.

:tnx:

Letztlich ist das der springende Punkt. Wir wissen nicht woran er mit Wesley arbeitet.

Ich kann mich zum Beispiel an etliche Trainingsberichte über über Said Husejinovic erinnern, dem man demnach immer wieder versuchte taktische Dinge nahezulegen - ohne Erfolg.
 
Letztlich ist das der springende Punkt. Wir wissen nicht woran er mit Wesley arbeitet.

Ich kann mich zum Beispiel an etliche Trainingsberichte über über Said Husejinovic erinnern, dem man demnach immer wieder versuchte taktische Dinge nahezulegen - ohne Erfolg.


Dabei muss man zwingend berücksichtigen, dass der Trainer einer Fußballmannschaft eine andere Aufgabe hat als der Trainer eines Sprinters. Der ist eher vergleichbar mit einem Abteilungsleiter. Wenn es in einer Abteilung jemanden gibt, der die Anweisungen nicht umsetzt, dann wird der Abteilungsleiter es mal mit der harten Welle versuchen, vielleicht mal fragen, was das Problem ist - und ihn irgendwann versuchen loszuwerden. Denn genau das unterscheidet eben einen Trainer von der Vorstellung eines Trainers, die Mick gerne verbreitet: Er muss sich darauf verlassen, dass die Spieler einen Gutteil selber regeln und dass sie selber daran arbeiten, das umzusetzen, was er vorgibt. Denn er kann nicht alle kontrollieren und nicht jedem die Hand untern Hintern halten.
 
Wesley ist jetzt 1,5 Jahre hier. Davon war er fast ein halbes Jahr verletzt. Es ist dem Trainerteam (nicht nur TS alleine) ein Jahr lang nicht gelungen, Wesley taktische Disziplin oder die Spielvorstellungen Werders zufriedenstellend zu vermitteln. Es scheinen ja noch nicht einmal irgendwelche Fortschritte z.B. im Training erkennen zu sein?
Damit ist das Experiment Wesley eigentlich gescheitert und ein Abgang nach Brasilien folgerichtig.
 
@Blacki84
Weiss ich nicht.
Im Absatz steckte ja auch kein Vorwurf an irgendwen, sondern ich wollte veranschaulichen, was genau ich unter Grundlagen, die vor den Automatismen kommen, verstehe. Was ist daran denn nun wieder oberlehrerhaft?
Ich kann`s auch lassen, Argumente zu begründen und irgendeinen Einzeiler raushauen, wie es Usus ist. :zweifeln:

Bargfrede war doch klar in Bezug zur Position gemeint. Warum sollte ich behaupten, dass TS auf PB keine Lust hat? :rolleyes: Aber es stimmt schon, wenn man es so zurechtschneidet wie Du, hätte ich den Vergleich ohne "damit" wohl im anderen Kontext verwenden sollen.

Und natürlich kann ein Trainer eine Gruppe inspirieren und dabei Einzelne punktuell mitnehmen (sowie bei erkennbaren Schwierigkeiten des Einzelnen individueller reagieren), zumal wir hier nicht nur von einem Trainer sprechen, sondern von einem Team, welches sich je nach Bedarf abstimmt, miteinander kommuniziert. Bei Werder sind seit langem Defizite an den Basics und darüber hinaus unzureichende taktische Weiterbildung festzustellen, obwohl sich das Personal stetig verändert hat.
 
Bargfrede war doch klar in Bezug zur Position gemeint. Warum sollte ich behaupten, dass TS auf PB keine Lust hat? :rolleyes: Aber es stimmt schon, wenn man es so zurechtschneidet wie Du, hätte ich den Vergleich ohne "damit" wohl im anderen Kontext verwenden sollen.

Nein das ist nunmal einfach nicht wahr. Ich habe mir das nicht zurechtgeschnitten, du hast es genau so geschrieben. Da ist nichts verändert :p
Von daher muss man das zwangsläufig so verstehen, wenn man nicht in deinen Kopf gucken kann.

Übrigens hast du auch nach wie vor die Frage nicht beantwortet wen du denn mit "solche Spieler" außer Wesley dann noch meinst.
 
Obwohl. Wir waren am erfolgreichsten, als wir eine Reihe von erfahrenen und spielintelligenten Leuten in der ersten Elf hatten (die also keine grosse Schulung mehr benötigten, um die wesentlichen Dinge auf dem Rasen umzusetzen). Wir waren nicht erfolgreicher, als wir die individuell besser besetzten Kader hatten. Da die Defizite die gleichen blieben.

@Blacki84
Hab Dir doch schon zugestimmt. Unglücklich im Kontext ausgedrückt. Was denn noch?

Einen solcher Spieler hast Du selbst genannt in Deinen Trainingsberichten. Ein weiterer wäre Moreno.

Wir sind aber davon abgekommen, denn Ursprung der Debatte war ja der, warum Wesley auf dieser Position eingesetzt wurde? Ergibt nach wie vor keinen Sinn, gerade angesichts der Versuche schon in der Sommerpause und insbesondere wenn man jetzt daraus Schlüsse über seine Leistungsfähigkeit ziehen will. Auch nicht gegen Braunschweig.
 
@Blacki84
Hab Dir doch schon zugestimmt. Unglücklich im Kontext ausgedrückt. Was denn noch?

An sich nichts, ich störte mich lediglich an der Formulierung "zurechtschneidest" - das klingt so als hätte ich etwas verändert oder verdreht. Beides ist nicht der Fall.

Einen solcher Spieler hast Du selbst genannt in Deinen Trainingsberichten. Ein weiterer wäre Moreno.


Das ist in all den Jahren unter TS nicht wirklich viel und spricht daher in meinen Augen auch eher dafür das es dann doch eher an den Spielern lag und weniger daran das TS "keine Lust mehr auf solche Spieler" hatte.
 
Meinetwegen. Verschiebungen nach Spielsituation hin oder her, das war bei TS immer so, die zentralen Aufgaben im angedachten System bleiben allerdings dieselben.

Wäre es wirklich so gewesen mit zwei DM´s, von denen bspw. PB den Defensiv- und Wesley den Offensivpart übernimmt (obgleich auch das schwer nachvollziehbar), hätte man da noch eher eine Logik erkennen können.

@Blacki84
Auch hier findest Du den nächsten Aufhänger. Clever.
Anders ausgedrückt: Ich meine damit auf Spieler, die fussballerisch gut, aber taktisch schwierig auszubilden sind und wenn es dann irgendwie Alternativen gibt, war´s das. Und da frage ich mich weiterhin, ob auf den genannten, durchaus bundesligatauglichen Anlagen (die bei uns nicht im Überfluss vorhanden sind), bei Wesley nicht doch was aufzubauen ist, was ihn insgesamt zu einem für Werder oder mindestens einen bundesligatauglichen Spieler macht. Klar, er hat gegen Leverkusen haarsträubend gespielt (wo die bekannten Unzulänglichkeiten offen zu Tage traten). Er bekommt aber einfach keine Chance mehr und wird dann im Testspiel falsch eingesetzt. Wie soll der aussenstehende Beobachter das denn deuten? Hast Du ne Idee?
 
@Blacki84
Auch hier findest Du den nächsten Aufhänger. Clever.
Anders ausgedrückt: Ich meine damit auf Spieler, die fussballerisch gut, aber taktisch schwierig auszubilden sind und wenn es dann irgendwie Alternativen gibt, war´s das. Und da frage ich mich weiterhin, ob auf den genannten, durchaus bundesligatauglichen Anlagen (die bei uns nicht im Überfluss vorhanden sind), bei Wesley nicht doch was aufzubauen ist, was ihn insgesamt zu einem für Werder oder mindestens einen bundesligatauglichen Spieler macht. Klar, er hat gegen Leverkusen haarsträubend gespielt (wo die bekannten Unzulänglichkeiten offen zu Tage traten). Er bekommt aber einfach keine Chance mehr und wird dann im Testspiel falsch eingesetzt. Wie soll der aussenstehende Beobachter das denn deuten? Hast Du ne Idee?

Ich würde darauf antworten das du einfach zu kurzfristig denkst.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt das aus Wesley noch ein sehr guter Bundesligaspieler gemacht werden kann und ich bin mir auch sicher das er noch seine Chancen bekommen wird.
Ich glaube nicht das es das für Wesley war, sofern er nicht aufsteckt und an sich arbeitet. Von daher halte ich die gesamte Argumentation in diese Richtung ganz einfach für falsch. Meine Meinung.
 
Wesley braucht Spieler, an denen er sich auf dem Platz orientieren kann. Taktisch schwache Spieler, nehmen wir nur das Paradebeispiel Ailton, werden dadurch besser, dass neben ihnen jemand spielt, der ihnen anzeigt, was sie zu tun haben, während des Spiels. Die Erfahrung kennt wohl jeder unterklassige Spieler, wie einfach Fußball sein kann, wenn mal neben einem ein erfahrener Aushilfsspieler aus der ersten Mannschaft steht, der noch dazu viele Anweisungen gibt. Taktisches Verhalten ist immer auch ein Resultat einer Abstimmung mit den Nebenleuten, die funktioniert bei Werder im Mittelfeld auch deswegen nicht besonders gut, weil die Spieler dort genug mit sich selbst zu tun haben, es gibt keinen Organisator, keinen, der den Spielrhythmus bestimmt. Und ohne jemanden, der ihm hilft, ist es für Wesley halt sehr schwer im Moment, eigentlich müsste er selbst so eine Rolle übernehmen, aber das kann er halt nicht.
 
Dabei muss man zwingend berücksichtigen, dass der Trainer einer Fußballmannschaft eine andere Aufgabe hat als der Trainer eines Sprinters. Der ist eher vergleichbar mit einem Abteilungsleiter. Wenn es in einer Abteilung jemanden gibt, der die Anweisungen nicht umsetzt, dann wird der Abteilungsleiter es mal mit der harten Welle versuchen, vielleicht mal fragen, was das Problem ist - und ihn irgendwann versuchen loszuwerden. Denn genau das unterscheidet eben einen Trainer von der Vorstellung eines Trainers, die Mick gerne verbreitet: Er muss sich darauf verlassen, dass die Spieler einen Gutteil selber regeln und dass sie selber daran arbeiten, das umzusetzen, was er vorgibt. Denn er kann nicht alle kontrollieren und nicht jedem die Hand untern Hintern halten.

Also so einfach ist es wieder nicht. Mick666 hat recht. Übungen ,taktische Anweisungen geben kann jeder Trainer, das ist keine Kunst. Ein Trainer muss in erster Linie ein guter Psychologe sein und hat in erster Linie die Aufgabe das Gesamtgefüge einer Mannschaft zu formen. Denn jeder Fußballer kann Fußball spielen.
Du siehst ja was in letzter Saison ein Mentaltrainer alles fertiggebracht hat. Dass Werder nicht abgestiegen ist ist nicht Schaaf zu verdanken, sondern dem Mentaltrainer. Ein Beispiel was man mit psychologischen Geschick bewirken kann zeigt Slomka in Hannover. Diese Mannschaft die er trainiert ist dieselbe Mannschaft die Jahrelang fast abgestiegen ist. Schlaugraf z.B. wurde schon abgeschrieben.
Schaaf kommt einfach mit ausländischen Mentalitäten nicht zurecht. Die Ausnahme ist und bleibt Naldo und Pizarro. Aber sonst hat er mit südamerikanischen oder afrikanischen Mentalitäten seine Schwierigkeiten. Deshalb solltem an sie ehr im europäischen Raum nach Verstärkungen umsehen, solange Schaaf Trainer in Bremen ist.
 
1. Ein Trainer muss Psychologe sein - ich bin Psychologe. Soll das heißen ich könnte mich da statt Thomas Schaaf hinstellen? Das mit dem "Psychologen" ist ziemlicher Käse, eine gern gedroschene Frage, die alles zu "Psychologie" erklärt, was sich mit Fakten nicht erklären lässt.

2. Der Mentaltrainer, das kann ich als Psychologe garantieren, kann niemanden vor dem Abstieg retten. Das kann im Übrigen auch kein Trainer. Der Mentaltrainer war insofern ein gutes Zeichen, als er symbolisiert hat, dass die Truppe was ändern will, das Zeichen ging von der Mannschaft aus. Das ist, wie bei der Psychotherapie, die halbe Miete. Manche glauben, man geht zum Psychologen und der dreht einen dann um. Das ist Bullshit. Der ist dazu ausgebildet, mit einem zu reden, einem dabei zu helfen, eigene Erkenntnisse auch umzusetzen. Das wichtige sind aber eben diese Erkenntnisse und die Motivation, nicht der Psychologe.

3. Die latent rassistische Metalitätskeule kann ich nicht mehr hören. Die Sübamerikaner sind so, die Afrikaner so. Bullshit. Natürlich haben es Spieler aus fremden Ländern, die kein Deutsch können, hier schwerer. Aber das liegt weder am Trainer noch an ihrer Mentalität. Ich möchte auch nicht in Brasilien leben.
 
Bei Diego muss man sagen, dass er schon in Porto gespielt hat. Ailton hatte er auch seine Schwierigkeiten und hatte in Cesar einen Brasilianer der lange Jahre in Europa gespielt hat und ihn an die Hand genommen hat.

Ändert nichts daran das Schaaf ganz wunderbar mit diesen - und ich denke das ist unstrittig - nicht ganz einfachen Spielern umgehen konnte.

Wesley hat mit Naldo übrigens auch einen Brasilianer der schon lange in Europa spielt :D

@ Maddin

:tnx:

Ich muss sagen ich bin heute erstaunlich oft deiner Meinung.
 
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