Werders "ewige" Liste

Chelsea-Stars mit Bremer Querverbindungen


Beinahe hätten Cech, Ballack und Schewtschenko im Lauf ihrer Karriere auch für Werder gespielt


LONDON (ODO). Die Welt des Fußballs ist auch eine Welt voller Querverbindungen. Das lässt sich am Beispiel von Werder und Chelsea schön aufzeigen. Zwar wird im aktuellen Kader des englischen Meisters niemand auf der Gehaltsliste geführt, der schon einmal in Bremen sein Geld verdient hat. Bevor sie aber zu internationalen Stars aufstiegen, sind einige Chelsea-Spieler am Weserstadion vorbeigeschrammt. Beinahe wären sie von Werder verpflichtet worden.

Es war im Januar 2001, als ein gewisser Petr Cech in der Pauliner Marsch sich am Boden wälzte. Das war Bestandteil eines Probetrainings, welches der junge Torwart aus Tschechien hier absolvierte. Werder suchte einen Keeper, den man der Nummer eins Frank Rost zur Seite stellen wollte. Cech, 18 Jahre jung und 1,96 Meter groß, wusste beim Casting in Bremen durchaus zu gefallen. Doch aus einer Verpflichtung wurde nichts. Sein Verein Chmel Blasny verlangte rund eine Million Mark, für Werder war das zu viel. So landete Cech statt in Bremen beim damaligen Champions-League-Klub Sparta Prag, der rund 1,2 Millionen Mark an Chmel Blasny überwiesen haben soll.

Der Keeper entwickelte sich im weiteren Verlauf prächtig, schnell rentierte sich der Transfer für Sparta. Nur ein Jahr später wurde Cech für fünf Millionen Euro an Stade Rennes nach Frankreich verkauft. 2004 schlug dann Chelsea London zu und zahlte 13 Millionen an Rennes für den Torwart, auf den inzwischen halb Europa aufmerksam geworden war. Chelsea kann dann zuschlagen, wenn die Spieler fertig sind. Bremen muss das eher erkennen.

Heute zählt der Stammkeeper der tschechischen Nationalmannschaft zur Weltelite - und stemmt sich an der Stamford Bridge eventuellen Werder-Angriffen entgegen. Werder holte ein halbes Jahr nach Cechs Probetraining den Polen Jakob Wierzchowski. Dessen Erfolge hielten sich in Bremen in sehr überschaubaren Grenzen.

Noch etwas weiter zurück liegt die Geschichte um ein weiteres Talent, das beinahe in Bremen gelandet wäre und heute ein Chelsea-Star ist. Es handelt sich um Michael Ballack. Mitte der 90-er Jahre hatte Werders damaliger Nachwuchs-Manager Rolf Behrens ein Auge auf den jungen Chemnitzer geworfen. Er traf sich mit dessen Vater, der gleichzeitig auch der Berater des Mittelfeldspielers war.

Der Vater/Berater hatte klare Vorstellungen darüber, wie viel Geld ein Bundesligist seinem Junior im Jahr zahlen sollte: 200 000 Mark. Auch Werder besaß klare Vorstellungen. Angeblich bestand für Junioren damals eine Obergrenze von 180 000 Mark. Hanseatisch kaufmännisch wurde auch in diesem Fall keine Ausnahme gemacht. Die Verpflichtung kam nicht zustande. Ballacks weiterer Weg ist bekannt: Er nahm seinen Aufstieg über Kaiserslautern, Leverkusen und München bis Chelsea.

Zu den spektakulären Londoner Neuerwerbungen dieses Sommer zählt auch Andrej Schewtschenko. Auch hier existiert eine Querverbindung. Als Werder vor neun Jahren dringend einen offensiven Mittelfeldspieler suchte, reisten Manager Willi Lemke und Trainer Wolfgang Sidka in die Ukraine. In Kiew führten sie komplizierte Verhandlungen um den Bremer Wunsch-Spieler Juri Maximow. Dynamo Kiew hatte allerdings auch den jungen Angreifer Schewtschenko angeboten, der später beim AC Mailand seine Weltkarriere startete. Werders Vertreter in Kiew waren nicht weiter interessiert.

Quelle: http://www.razyboard.com/system/morethread-alles-zu-den-spielern-werdermafia-1481404-3635752-20.html

stellt euch mal vor die hätten alle hier gespielt *-* nix bayern... WERDER BREMEN *-* :applaus:
 
Borel war halt ein Experiment und Kuba war als Backup gar nicht mal sooo schlecht. Sie haben es ja grad noch rechtzeitig bemerkt und gehandelt. Ist ja nicht, dass Borel hier über mehrere Jahre sein "Können" hätte beweisen dürfen ;)
 
Super wegen lumpigen 20.000 Mark haben wir Ballack nicht bekommen. Danke liebe Verantwortlichen für eure naivität. :lol:
 
Interessanter Artikel, der die damaligen Verantwortlichen nicht gut dastehen läßt. Aber solche Anekdoten könnte man wohl über jeden Verein erzählen.

In Kiew führten sie komplizierte Verhandlungen um den Bremer Wunsch-Spieler Juri Maximow. Dynamo Kiew hatte allerdings auch den jungen Angreifer Schewtschenko angeboten, der später beim AC Mailand seine Weltkarriere startete. Werders Vertreter in Kiew waren nicht weiter interessiert

Dennoch ist das natürlich ziemlich amüsant
 
Interessanter Artikel, der die damaligen Verantwortlichen nicht gut dastehen läßt. Aber solche Anekdoten könnte man wohl über jeden Verein erzählen.



Dennoch ist das natürlich ziemlich amüsant

:lol: Das ist mal wirklich peinlich im Nachhinein. Aber was soll man machen er war damals wohl nicht gut genug für uns da hätte er sich hier bestimmt auch nich durchgesetzt und wär wieder in der Versenkung verschwunden:p:applaus:
 
Die Verpflichtung von Juri Maximov und das Angebot von Dynamo Kiew uns Schewtschenko schmackhaft zu machen, fällt ganz genau genommen nicht in die Schaaf/ Allofs Ära...das ist noch ein Relikt aus der Ära von Manager Willi Lemke.
Im Sturm sahen die Verantwortlichen von Werder damals keine Veranlassung jemanden zu verpflichten, da Trainer Sidka und Manager Lemke kurze Zeit vorher für eine zu damaliger Zeit hohe Ablöse( ca. 5 Mio. DM) einen Spieler Namens Ailton verpflichtet hatten.
Dieser war zwar bei Werder ein Spätzünder hat dann aber mächtig eingeschlagen wie wir uns noch alle sehr gut erinnern.:D:beer:

MfG Speckflagge
 
Naja, diese Geschichten um Spieler, die aus irgendwelchen Gründen nicht verpflichtet wurden, und dann zu Weltstars heranwuchsen gibt es wohl bei jedem Verein.

Prominentestes Beispiel dafür ist die Hertha, die im Jahr 2001 vor der Frage stand welchen der beiden Spieler von Porto Alegre sie verpflichten wollen. Den teuren Marcelinho (7 mio), oder den etwas günstigeren Ronaldinho (5 mio). Nicht kleckern sondern klotzen ham sie sich gedacht, und Marcelinho geholt. Wie es weiterging muss ich wohl nicht erwähnen.

Ich denke es ist schwer, so früh festzustellen, ob ein Spieler mal zum Star wird oder nicht. Hätten sie Ronaldinho verpflichtet, wäre vllt. Marcelinho zum Weltklasse-Spieler gereift, es gibt viele Faktoren, die da eine Rolle spielen, von denen das Talent nur einer ist.

Der allseits beliebte Miroslav Klose zum Beispiel hat noch mit 20 Jahren bei Blaubach-Diedelkopf in der 7. Liga gespielt, und dann kam der rasante Aufstieg, der in seiner Zeit bei Bremen seinen Höhepunkt erreicht, gefolgt von einem ebenso rasanten Abstieg mit dem Wechsel zu den Bauern :D
 
ungefähr 2003 stand auch dieser Spieler auf der Liste:
damals noch bei Nantes:

Nicolas Savinaud
20.11.1975

Erwähnenswert auch in der Zeit vor KA, das man sich eigentlich mit Stefan Effenberg über eine Rückkehr in die Bundesliga (damals bei AC Florenz) einig war.
 
Zitat von Schließmuskel1000;18093:
Rivaldo stand nicht auf der Liste. Rivaldo hat sich angeboten und KA hat gleich erklärt, dass kein Interesse bestünde.

doch ich meine auch, daß Werder an Rivaldo dran war, bevor seine Karriere richtig begann. Da war hier noch nix mit KA.

Bevor Rivaldo dann nach Zypern ?? oder so gewechselt ist, hat er sich dann nochmals uns angeboten. Das ging dann von ihm aus. Stimmt.
 
doch ich meine auch, daß Werder an Rivaldo dran war, bevor seine Karriere richtig begann. Da war hier noch nix mit KA.

Bevor Rivaldo dann nach Zypern ?? oder so gewechselt ist, hat er sich dann nochmals uns angeboten. Das ging dann von ihm aus. Stimmt.


genau! Rivaldo's Berater setzte sich mit KA in Verbindung mit den Worten 'möchten Sie Rivaldo verpflichten?' und das war deutlich nach der WM 2002, ich glaube zeitgleich mit der Verpflichtung Kloses.
Ich erinnere mich noch an einen Ausdruck im alten Forum, Rivaldo wurde als Totenkopf-face bezeichnet, was ich ganz treffend fand.

Nachdem von seiten KATS kein Interesse vorlag, ging Rivaldo nach Griechenland zu Olympiakos Piräus und dann zu AEK Athen, als, wir in der letzten CL Saison auf Piräus trafen, war er schon weg.
 
genau! Rivaldo's Berater setzte sich mit KA in Verbindung mit den Worten 'möchten Sie Rivaldo verpflichten?' und das war deutlich nach der WM 2002, ich glaube zeitgleich mit der Verpflichtung Kloses.
Ich erinnere mich noch an einen Ausdruck im alten Forum, Rivaldo wurde als Totenkopf-face bezeichnet, was ich ganz treffend fand.

Nachdem von seiten KATS kein Interesse vorlag, ging Rivaldo nach Griechenland zu Olympiakos Piräus und dann zu AEK Athen, als, wir in der letzten CL Saison auf Piräus trafen, war er schon weg.

War nicht Werder so um 1996/1997 an Rivaldo dran? Ich glaube das war eher die Zeit gewesen. Als nach 2002.
 
also 2002 war das nicht, da wurde er wom AC Mailand als heilsbringer aufgenommen, und war durch seine Leistungen als genialer Spielmacher beim Weltmeister gerade auf dem Transfermarkt sehr geschätzt.
Ich meine als Mailand ihn loswerden wollte, also 2004 entweder zu beginn des Jahres oder im Sommer oder beides wurde er Werder angeboten.
Auf Allofs liste stand er aber nicht.

Als er 96 zu depo ging war er in Brasilien übrigens schon ein riesen Star, das Jahr bei Depo (21 Tre)
machte ihn zum Super Star in Europa und er ging zum FC Barcelona, In keinem der beiden jahre war er auch nur ansatzweise im Bereich dessen was für Werder möglich war, viel dran ist an dieser Geschichte also nicht.
 
genau - ich habe ja auch NACH der WM 2002 geschrieben und im Zusatz angeführt, dass es zeitgleich mit dem Gerangel um Klose gewesen sein müßte.

Jetzt habe ich bei fussballdaten.de nachgeschlagen, in der Tat war es vor der Saison 2004/2005
 
kann sein .........Also eventuell gab es zweimal Kontakt

ja.....hab ich doch geschrieben.
zuerst hatten wir interesse, das war aber vor der Zeit als KA Sportdirektor war. Dann begann auch Rivaldos Karriere anzurollen.

und zum "Ausklang" seiner Karriere wurde dann von seiner Seite aus bei uns nochmal angefragt. Doch da hatten wir dann kein Interesse mehr und er wechselte zu Piräus (stimmt, Piräus nix mit Zypern, was mir noch im Kopf rum geisterte).

Damit dürfte das geklärt sein. :svw_applaus:

P.S.: ich will Nilmar
 
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