Die Zeiten, in denen Werder noch ein Familienunternehmen war, liegen hinter uns. Wer heute als Fußballverein noch größere Summen einnehmen will, muss seinen Bekanntheitsgrad über das eigene Land hinaus steigern und seine Fanartikel auch im Rest von Europa, Amerika und Asien vertreiben und einfach überall dort, wo die heimische Liga über den Fernseher flimmert.
Das Problem ist allerdings das die Werder Trikots außerhalb Deutschlands als Staubfänger in den Läden hängen. Und dieses Schicksal erleiden ja bekanntlich alle Trikots von deutschen Vereinen, mit ausnahme vielleicht der Bayern. Natürlich gibt es ein paar Ausnahmen wie die deutschen im Ausland, oder Fans mit Hang zu exotischen Underdogvereinen, aber von denen kann Werder mit Glück vielleicht die Flüge zu den CL Spielen mit den Einnahmen finanzieren. Und dafür das Werder von seinen verkauften Trikots vielleicht 5 % im Ausland absetzen verzichtet man auf ein paar Millionen, nur um International vertreten zu sein ?
Die Kosten die hier aufgezählt werden scheinen mir auch maßlos übertrieben zu sein. Es gibt genügend freie Kapazitäten in den Fabriken in Bangladesh, China und co. , wo ja bekanntlich die großen Konzerne auch produzieren. Es gibt genügend Wirtschaftsleute die dorthin Kontakte knüpfen können damit auch Werder die Erlaubnis bekommt ihre Kollektion dort herzustellen .
Kosten für die Werbung ? Ich habe noch nie außerhalb der Werder HP und des Werder Magazins Werbung für die Kollektion gesehen, weder in Printmedien noch im TV. Fans die als Käufer in Frage kommen wissen auch ohne Werbung in fremden Medien wie das Trikot aussieht, und Werbung für das Trikot wird ausschließlich durch die Mannschaft und ihren Leistungen gemacht.
Ein schattiges Zimmer am Weserstadion für den "Geschäftsführer Werder Mode" und seine paar Mitarbeiter die fürs Rechnungswesen etc. verantwortlich wird man sicher auch günstig bekommen. Leere Lagerhallen gibts ebenfalls zuhauf und günstig. Immerhin hat Werder ja auch schon ein paar Mitarbeiter für den Fanartikelversand, die das Bugdet auch nicht weiter belasten, auch wenn man wahrscheinlich hier neue Leute einstellen müsste.
Designer sind überflüssig wie ein Kropf, besonders wenn sie bei Kappa arbeiten und das weiße Brustringtrikot entworfen haben. Es gibt tausende Designstudenten, oder sogar ganz normale Werder Forum User die bessere Ideen haben als die Profis.
Beim Fuhrpark würde ich zustimmen, das sind unnötige Kosten. Aber auch hier würden die großen Konzerne die Kosten an Werder weitergeben, von daher sehe ich da keinen Grund warum man nicht ein paar Fremdunternehmen beauftragen sollte die Ware in die Geschäfte der BRD zu transportieren.
Sollte Werder dann wie durch ein Wunder die Liga und die CL beherrschen, Hugo Almeida zum neuen C. Ronaldo mutieren und Sanogo knipsen wie ein E'too und wir die Bayern beim Absatz überholen, dann müsste man sicherlich über Außenstellen im Ausland nachdenken. Aber das ist wirklich unrealistisch .
Letztendlich bleiben als größte Kostenfresser die Herstellung der Kollektion und der Transport aus Fernost. Die restlichen Kosten wie Personal, Fuhrpark und Werbung sind ein Witz gegen die Einnahmen wenn wir erneut über 100000 Trikots verkaufen sollten. Hosen, Stutzen, Mützen etc. sind da noch nicht eingerechnet.