Dann reiche ich den zum gestrigen Spiel noch nach.

Es ging - bei herrlichem Vorfrühlingswetter - gut los:
Anstoss Meppen, Bremen presste, lief hoch an, Lukowicz eroberte am rechten Strafraumeck den Ball, steckte durch zu Opitz, der keine Mühe hatte, einzunetzen: 1-0 Werder II.
Das war einerseits wohl zu einfach, andererseits ein echter Weckruf für Meppen:
Die Gastgeber bedrängten umgehend den Bremer Sechzehner, kamen schnell zum Ausgleich: Kopfball nach einer (schlecht verteidigten) Ecke, unerreichbar für den Bremer Goalie. Der Schiri hatte den Ball hinter Linie gesehen und entschied auf Tor.
Auch danach kam der SV Meppen ein ums andere Mal gefährlich vor's Tor. Ohne Angelidis wäre es nicht so glimpflich abgegangen: Der Bremer Keeper verhinderte drei oder vier gute Einschussmöglichkeiten des Gegners.
Offensiv kam von Weder II nur noch sehr wenig. Das Team wirkte schlafmützig, ohne Vororientierung, zu weit weg von den Gegenspielern, meist einen Schritt zu langsam bzw. zu spät. So fiel zwangsläufig ein zweites Meppener Tor: Bei einem Angriff über die linke Seite wurde der ballführende Spieler nicht wirklich attackiert, er konnte einfach auf's Tor schießen. Der Strafraumstürmer der Meppener hatte offenbar schon einige Eishockey-Partien gesehen, denn, obwohl ein Innenverteidiger bei ihm war, hielt er nur seinen Fuß in den Schuss, fälschte unhaltbar ab.
Doch obwohl Werders U23 offensiv fast gar nicht mehr stattfand, doch noch das 2-2 vor der Pause - durch ein Slapstick-Eigentor der Meppener nach einem hohen Ball. Tja, so kann es laufen...
Und für den Meppener Torwart lief es noch dümmer. Ein auf das eigene Tor zulaufender Rückpass erwischte ihn auf dem falschen Fuß, er musste laufen, hechten und den Ball festhalten, um das zweite Eigentor zu verhindern. Also indirekter Freistoss für Werder II am Fünfer der Meppener.
Den wollte Lukowicz nach Zuspiel von Polat ins Tor hämmern, der Nachschuss nach demAbpraller landete dann im Gesicht des Keepers. Der konnte nicht weiter spielen; zur Erleichterung der Gastgeber pfiff der Schiedrichter unmittelbar nach der Szene zur Pause.
Zweite Halbzeit, es ging etwes anders weiter, ich vermute, Brandt hatte in dwer Pause den elf Akteuren kräftig den Kopf gewaschen.
Werder II jetzt etwas überlegter, strukturierter. Die Zuspiele kamen etwas genauer, die Ballbesitzphasen wurden länger.
Der SV Meppen lauerte auf Umschaltmomente, war weniger dominant.
Es gab außer viel Sonnenschein in der zweiten Hälfte über längere Zeit zwar hüben und dfrüben mal eine Halbchance, aber überwiegend neutralisierten die Mannschaften sich. Und Werder II hat ja auch noch Angelidis.
Dann, spät aber doch noch, in der 82. Minute, nach einem Meppener Ballverlust im Mittelfeld das 3-2 für die U23. Schnell über rechts nach vorne gespielt, schob der eingewechselte Götzelmann den Ball ins Tor.
Sonne und Führung auswärts kurz vor Schluss, einige an- bzw. mitgereiste und örtliche Werder-Fans freuten sich (ich auch).
Tja, und dann ließ der Schiedsrichter 5 Minuten nachspielen. Das war, finde ich, mindestens eine Minute zu lang und dann dauerte die Nachspielzeit noch länger, wegen irgendwelcher Nach-Nachspielzeit.
Mit der letzten Aktion, einem Angriff über dien rechten Flügel, konnte ein Meppener den Ball in den Sechzehner chippen (beobachtet, aber nicht angegriffen) dort stand ein Meppener frei genug, um die Pille unhaltbar ins lange Eck zu ballern.
So ein Mist! Zwei sicher geglaubte Punkte liegen lassen...
Und wieder sehr auffällig: Werder defensiv dank des Zweikampf-Verweigerers Opitz zu zehnt. Bedauerlich, nervig, unerklärlich.