Werder Bremen Aufsichtsrat

Insgesamt verlief die Versammlung gewohnt unspektakulär.

Die genannten 241 Mitglieder sind nur die stimmberechtigten Voll-Mitglieder, die zu Beginn der Versammlung anwesend waren. Deren Anzahl hat sich anschließend erhöht.

Der Aufsichtsrat wurde en bloc gewählt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied Günter Schulze wollte sich - offensichtlich altersbedingt - nur noch als Ersatzkandidat wählen lassen. Für ihn ist Niels Stolberg in den Aufsichtsrat gewählt worden. Weiterer Ersatzkandidat ist Axel Plaat.

Zu den Zahlen der GmbH & Co. KG wurde nicht viel gesagt. Umsatz stieg leicht auf ca. 112 Mio. €, während sich der Jahresüberschuss - aufgrund Sondereffekte im Vorjahr - auf 2,4 Mio. € verringerte. Personalaufwand wurde mit Verweis auf schlechte Vergleichbarkeit (einige Vereine weisen hier nur die Gehälter der Profifussballer aus, andere Vereine zusätzlich die Abschreibungen auf Transferentschädigungen oder den Personalaufwand sonstiger Angestellter).
Jedoch soll der Personalaufwand ungefähr halb so hoch sein wie beim FC Bayern.

In Sachen Stadionumbau wurde nichts neues gesagt. Die Westkurve soll in der kommenden Sommerpause ans Spielfeld herangezogen werden, die Ostkurve ein Jahr später.

Der zukünftige Ausrüster soll noch im Laufe des Monats bekannt gegeben werden.


Die übrigen Neuigkeiten (Gründung einer Stiftung, Neubau einer zusätzlichen Sporthalle beim TUV-Gelände) lassen sich den News entnehmen.
 
Zum Antrag eines Mitglieds wegen Eintrittskarten-Regelung bei der U23:

Fischer verwies zunächst darauf, dass die Verantwortung hierfür bei der Geschäftsführung der GmbH & Co. KG liegt. Die Mitgliederversammlung kann die Geschäftsführung also nur bitten, die neue Eintrittskartenregelung zu überdenken.

Anschließend begründete er ausführlich die Entscheidung, wieso die Eintrittspreise erhöht bzw. die Vergünstigungen gestrichen wurden. Dieses ist sinngemäß im Wesentlichen auf Sicherheitsbedenken zurückzuführen. Außerdem wurden die Eintrittspreise mit denen des VfB Stuttgart und Bayern München II verglichen.
Die Stadionkapazität für Werder-Fans beträgt nur 2.500 (die übrigen 2.500 Plätze sind Gästeblock). Dem stehen jedoch mittlerweile 34.000 Mitglieder und 26.000 Dauerkarteninhaber gegenüber, welche die Freikarten in Anspruch nehmen könnten. Deshalb soll nach Auskunft von Fischer auch der DFB Bedenken gegen die alte Freikartenregelung haben.

Das Präsidium des SV Werder Bremen e.V. hat daraufhin der Versammlung den Antrag gestellt (formal s.o.), dass zukünftig 10% der Kapazität für Heim-Fans (also 250 Karten) als Freikarten an Mitglieder ausgegeben werden sollen. Nach Ausschöpfung der Freikarten sollen Karten für Mitglieder unter 18 Jahren zu vergünstigten Preisen verkauft werden (Sitzplatz 4 Euro, Stehplatz 2 Euro).

Das Mitglied, das den ursprünglichen Antrag eingereicht hatte, stellte jedoch den Antrag, dass diese Vergünstigungen sämtlichen Mitgliedern (also auch Ü18) und Dauerkarteninhabern gewährt werden sollen.

Für letzteren Antrag stimmten ca. 115 Mitglieder, für den Antrag des Präsidiums hingegen deutlich unter 100 Mitglieder. Somit beschloss die Mitgliederversammlung, die Geschäftsführung der GmbH & Co. KG zu beten, die Preisgestaltung zu überdenken.
 
In seiner Vorstellungsrede hat Stolberg auch darauf hingewiesen, dass er seit 40 Jahren Werder-Fan ist und früher (80er Jahre?) einen Werder-Fanclub in seiner früheren Heimat (Schleswig-Holstein, umgegeben von HSV-, Kiel- und Lübeck-Fans) gegründet hat, der immer noch existiert. Dass er sich zu 100% mit Werder identifiziert, kann also sicher niemand ernsthaft bestreiten...

Seinen beruflichen Werdegang oder seine Sponsoring-Tätigkeiten hat er übrigens nicht einmal erwähnt.
 
:tnx: an Rasenheizung für den ausführlichen Bericht.

Schön, dass der Antrag wegen der Eintrittskarten-Regelung bei der U23 eine Mehrheit gefunden hat. Eine limitierte Ausgabe von Freikarten scheint ja mit der DFB-Richtlinie vereinbar und wird jetzt hoffentlich auch umgesetzt.
 
Gibts die GuV irgendwo öffentlich? Studiere gerade Wirtschaftswissenschaften und da würd ich mir spaßeshalber die Gewinn-Verlust-Bilanz doch mal ansehen.

Aber ich fürchte, als GmbH & Co KG aA hat Werder keine Offenlegungspflicht. :confused:


Studierst wohl noch nicht sehr lange wa:p:p
Soweit ich weis muss jede Kapitalgesellschaft auf jeden Fall die Bilanz offenlegen.
Bei der GuV bin ich mir nicht sicher glaube aber nicht. Der Herr vom Finanzamt hat auf jeden Fall einsichtsrecht. Die GuV enthält ja viele Betriebinterna die wichtig sind. Das Ergebniss (Gewinn o. Verlust) fliest ja in die Bilanz (EK) mit ein.
 
Ich bin der Meinung, daß die offiziellen Werder Fanklubs einen Vertreter in den Aufsichtsrat der GmbH & Co KG aA senden sollten. Wie steht Ihr zu der Sache? Der Vorstand sollte nicht nur in wirtschaftlichen Fragen kontrolliert werden, auch die Anliegen der (organisierten) Werderaner sollen in die Führungsetage vordringen.
 
Absolut sinnlos!
1. Bringt nicht wirklich was wie man bei HSV gesehen hat.
2. Ist bei Werder nicht nötig.
3. "Die Fans" mit einer Meinung gibt es nicht. Daher würde eine Vertretter auch weider nur eine bestimmte Lobby innerhalb der Fans vertretten, und es würde daher wahrscheinlich sogar häufig gegen den Groteil der eigenen Fans gehandelt bzw. "kontrolliert" werden.
 
war ironisch gemeint. wer will schon ultras, die was zu sagen haben? am ende demontieren die unseren verein, um den modernen fußball rückgängig zu machen - dann landen wir in der kreisliga! :lol:
 
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