Weisheitszähne

Ich hab die freie Wahl, ob ich mir meine beiden unteren rausmachen lasse. Die gucken ein wenig raus, wachsen aber nicht mehr, müssten also operiert werden. Der Zahnarzt meinte aber, es könnte später zu Problemen kommen, wenn sich was am Zahn tut und man weder Karius noch Baktus sieht. Irgendwann wäre der Zahn dann mit dem Kiefer verwachsen und die Sache um so schmerzhafter.

Ich frag mich allerdings, ob es ihm wirklich um mein oder eher um sein wohl geht.

:rolleyes: d.na

Mein Zahndoc sagt immer, solange es nicht schmerzt, sollte man nix machen.
 
Kommt sicherlich drauf an, wie die Zähne gewachsen sind, bzw. ob sie rausgewachsen sind.
Meine 4 kamen dieses Jahr auf einen Schlag mit örtlicher Betäubung (pfff Vollnarkose ;P) raus. Dass ging eigentlich ganz gut. Die beiden im Oberkiefer waren eh schon rausgewachsen, die wurden einfach nur gezogen. Beide im Unterkiefer hatten dann laut Aussage von dem Chirurgen etwas "krumme" Wurzeln und die beiden im Unterkiefer lagen halt total quer (90°) zu den anderen Zähnen... Rausgebrochen... *knack* Schönes Geräusch ;)

Ich denke, dass es wichtig ist, direkt danach zu kühlen. Am Besten du lässt dich von jemandem aus der Praxis abholen, der dann gleich ein bisschen Eis dabei hat.
 
Mir wurden vor 4 Jahren oder so alle auf einmal gezogen. Auch unter Vollnarkose (würd ich auch empfehlen). Hinterher war eigentlich alles halb so schlimm. Bisschen aufem Sofa chillen und kühlen ist doch geil :D
 
Hab jetzt das Röntgenbild bekommen. Bei mir sind die Zähne nur ein kleines bisschen draußen, von daher müssen sie rausgeschnitten werden.

Dienstag ist die Besprechung mit dem Chirurgen.
 
Bei mir wurden damals (keine Ahnung wann das genau war, ist schon ein paar Jährchen her) alle 4 auf einmal unter Vollnarkose rausoperiert.
Meine ehemalige Kieferorthopädin hat mich schon recht früh darauf aufmerksam gemacht, dass die Zähne schief "gegen" meine hinteren Backenzähne wachsen, so dass sie auf jeden Fall raus mussten.
Die ersten paar Tage habe ich jedenfalls viel Tütensuppen und Eis gegessen...
Die Fäden haben ein wenig genervt, aber entzündet hat sich nichts.
Alle auf einmal, wenn sie alle raus müssen, ist denke ich auf jeden Fall sinnvoll unter VOllnarkose.
 
Alle auf einmal, wenn sie alle raus müssen, ist denke ich auf jeden Fall sinnvoll unter VOllnarkose.

Kann man denke ich so allgemein nicht sagen, kommt immer auch drauf an wie die Zähne stehen und ob die leicht rauszukriegen sind (wie bei mir in 20 Minuten, also 5 Minuten im Schnitt pro Zahn), oder ob das länger dauert, weil sie ungünstig sitzen. Sollte denke ich der Arzt in 1. Linie gut einschätzen können. Bei mir meinte die Kieferchirurgin auch "Länger als 30 Minuten dauerts auf keinen Fall"...und die Kieferchirurgen machen sowas ja täglich mehrmals und wissen da schon was sie tun.
Wie gesagt, in meinem Fall war ne örtliche Betäubung absolut ausreichend. Klar ist das nicht so schön mitzuerleben, aber wenn mans dann hinter sich hat, war das alles halb so wild (hoffentlich bei euch auch so;)).
 
Ich hab damals auch alle 4 auf einmal rausbekommen und das unter Vollnarkose. Wurde auch gar nicht gefragt ob ich das anders haben will.
Am Ende wurde ich dann von einer Arzthelferin und meiner Mutter durch wildes Schütteln aus dem schönen Schlaf gerissen, hätte die beiden echt gekonnt. :mad:
Durfte danach dann auch ein paar Tage auf dem Sofa chillen, wurde von meiner Mama bedient und habe lecker Eis gegessen. :)

Gruß

tomaessy
 
Heute kam der nächste Zahn raus. Da der ZA wusste, dass mein anderer vermutlich wie der letzte, komische Wurzeln hat, hat er den Zahn ein bisschen rausgehebelt und dann gleich zerteilt. Dann die einzelnen WUrzeln rausgezogen und ich hatte keinerlei Schmerzen :)
 
Mein Zahndoc sagt immer, solange es nicht schmerzt, sollte man nix machen.

Das ist bei Weisheitszähnen aber Blödsinn. Die können nämlich auch ohne dass es schmerzt einiges im Kiefer durcheinanderbringen. Ich z.B. hatte für meine Weisheitszähne einen zu kleinen Kiefer. Die Zähne selbst sind zwar nicht rausgekommen, haben aber trotzdem wegen des Platzmangels extrem gedrückt so dass sich die vorderen Schneidezähne etwas verschoben haben. Und zwar ohne dass ich es gemerkt hab. Das war ein schleichender Prozess.

Während meiner Bundeswehrzeit (Sani) hatte ich das Glück die restliche Dienstzeit in die Zahnarztgruppe versetzt zu werden. Mein Vorgesetzter, der Stabsarzt, hat das Problem erkannt und mir geraten nicht mehr lange mit dem Ziehen der Weisheitszähne zu warten. Und so hat er mir schließlich zu 2x 1 Woche KZH verholfen, indem er mir 2 Termine im Bundeswehrkrankenhaus gegeben hat. Erst wurden 2 auf der einen Seite gezogen, danach 1 Woche Regeneration, danach die andere Seite und nochmal krankheitsbedingter Urlaub. Später musste ich ne zeitlang nachts ne Klammer zur Unterstützung tragen.
Inzwischen haben sich die Zähne fast komplett wieder gerichtet, aber eben nicht völlig.

Zur Narkose: Örtliche Betäubung reicht vollkommen aus. Die Geräusche sind zwar unangenehm aber zu ertragen. Wenn man Glück hat, geht es schnell und die Zähne werden in einem Stück herausgeholt. Wenn sie allerdings zerbrechen, dauert es halt länger. Vom Blut hab ich auch nix mitbekommen denn mein Gesicht war komplett mit einem Tuch bedeckt. Nur mit dem Aufstehen und Gehen gabs Probleme. Musste danach von 2 Schwestern gestützt und in den Ruheraum geführt werden.

Joa und die Tage danach sind ziemlich nervig. Mehr als Eis, Suppen und Nudeln konnt ich nich essen. Wichtig sind Kühlakkus; am besten irgendwie an die Backe kleben bis sie warm sind und danach auswechseln. Ohne Schmerztabletten, vor allem für die Nacht, bin ich auch nicht ausgekommen.

Aber: Auch das geht vorbei!;) Vor allem lernt man mal wieder die einfachen Dinge des Lebens zu schätzen. Einfach und unbeschwert zu kauen :)

Positiver Nebeneffekt ist natürlich auch, dass man von allen richtig schön mitleidig umsorgt und bemuttert wird. Meine Freundin fand ihr "kleines Hamsterbäckchen" ja auch sooo süß! :lol:
 
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