Was regt euch gerade auf?

Du hast Selbstständige angesprochen.
Diese hatten einst eine Geschäftsidee mit einer bestimmten Güte.
Es ist doch nicht so, das ein Arbeitsloser mal so eben das Geschäft fortführt. Es mangelt ggf an Eigenkapital. Und selbst wenn der Arbeitslose liquide ist, dann fehlt es ggf an unternehmerischer Fachkenntnis. Neues Unternehmen gründen, ins Handelsregister eintragen mit notarieller Beurkundung, Kunden akquirieren, Rechnung ausstellen, korrekte Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresbilanz erstellen, und, und, und...
Würde das Geschäftsmodell des Ausgewanderten 1:1 vom Ex-Arbeitslosen fortgeführt, dann wäre jedoch der Ex-Arbeitslose schnell auch ein - wie du betitelst - "asozialer" (Auswanderer), weil er im Ausland für sich ein besseres Leben erwartet.
Genau um diese Asozialen(deine Wortwahl) wird jedoch gerade im Fachkräftezuwanderungsgesetz gekämpft. Hoffentlich betitelst du unsere zugewanderten Fachkräfte nicht als asozial. Das wäre doch eine mMn schlechte Willkommenskultur.

Asozial ist, wer sich dem Sozialsystem verweigert. Wenn dein Selbstständiger nicht gerade ein Monopol aufgebaut hat, dann hat er Konkurrenz. Diese Konkurrenz sucht händeringend nach Facharbeitern. Da dein Selbstständiger nun lieber auswandert statt sich zu beteiligen, werden seine Fachkräfte frei für die Konkurrenz. Diese kann die sowieso schon sehr gut gebrauchen, erst recht wo nun ein Konkurrent vom Deutschen Markt verschwindet dessen Marktanteile man nun übernehmen kann. So gewinnen alle: Dein Selbstständiger ist glücklich und zufrieden in einem Land wo sich jeder selber der nächste ist, die ehemalige Konkurrenz erhöht ihren Umsatz und die ehemaligen MA des asozialen Auswanderers sind nun bei einem besseren AG. Win-Win-Win.
 
Aber wenn ich dann sehe, dass die 16 ct zu Einnahmen von 7 Mio je Monat führen, dann kann ich mir schon überlegen, ob eine oder zwei Produktionen weniger je Monat nicht auf zielführend wären.

Dann bist du immer noch nicht schlauer als wie zuvor. Allenfalls lässt du dich von einer groß klingenden Zahl beeindrucken. Wat, 7mio im Monat? Das MUSS aber auch günstiger gehen (*Faust auf den Tisch*). Die 7mio würde ebenso nur im Kontext der Milliarden Sinn ergeben. Aber bei Milliarden wird den Leuten schnell schwindelig. Ich finde das Aufdröseln des persönlichen Beitrags eleganter. Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters.
 
Asozial ist, wer sich dem Sozialsystem verweigert. Wenn dein Selbstständiger nicht gerade ein Monopol aufgebaut hat, dann hat er Konkurrenz. Diese Konkurrenz sucht händeringend nach Facharbeitern. Da dein Selbstständiger nun lieber auswandert statt sich zu beteiligen, werden seine Fachkräfte frei für die Konkurrenz. Diese kann die sowieso schon sehr gut gebrauchen, erst recht wo nun ein Konkurrent vom Deutschen Markt verschwindet dessen Marktanteile man nun übernehmen kann. So gewinnen alle: Dein Selbstständiger ist glücklich und zufrieden in einem Land wo sich jeder selber der nächste ist, die ehemalige Konkurrenz erhöht ihren Umsatz und die ehemaligen MA des asozialen Auswanderers sind nun bei einem besseren AG. Win-Win-Win.
Inklusive +win für den Staat wegen der Wegzugsbesteuerung. :D
 
Faszinierend, was ein Link mit einer Meldung mit einem kleinen Kommentar dazu auslöst.

Fakt bleibt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung eine Abschaffung des ÖRR befürwortet. Das sind wahrscheinlich "die ganz bestimmten Menschen" oder die "Abgehängten".

Amüsant finde ich, dass man hier gemaßregelt wird, dass man freiwillig bereit ist ein minderwertiges Vollprogramm bei Sky zu buchen oder diverse Streaming Angebote zu nutzen und dann so dreist ist, dass exzellente Vollprogramm des ÖRR mit annähernd 90 TV und Radio Sendern nicht zu würdigen.

Eure Lobhudelei ist einfach nur nervig.
 
Faszinierend, was ein Link mit einer Meldung mit einem kleinen Kommentar dazu auslöst.

Fakt bleibt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung eine Abschaffung des ÖRR befürwortet. Das sind wahrscheinlich "die ganz bestimmten Menschen" oder die "Abgehängten".

Amüsant finde ich, dass man hier gemaßregelt wird, dass man freiwillig bereit ist ein minderwertiges Vollprogramm bei Sky zu buchen oder diverse Streaming Angebote zu nutzen und dann so dreist ist, dass exzellente Vollprogramm des ÖRR mit annähernd 90 TV und Radio Sendern nicht zu würdigen.

Eure Lobhudelei ist einfach nur nervig.
Ja, das habe ich mir auch gedacht ;) . Interessant auch die Heranführung verschiedener Facetten, von den obligatorischen rechten Nutznießern einer Ant-ÖRR-Duskussion bis zu den Vollunterstützern, dazwischen natürlich jede Menge Grautöne, vom freundlichen Mausgrau bis hin zum dunklen Anthrazit. Mir wurde die Diskussion zu kleinteilig, ging es doch im Ursprung lediglich um die Meldung einer Möglichkeit einer signifikanten Erhöhung des Beitrages. Man konnte aber auch lesen, wieviele Gedanken man sich doch machen kann. Letztendlich kann man sich nicht entscheiden ob oder ob nicht, das ist das Übel.
 
Das sind wahrscheinlich "die ganz bestimmten Menschen" oder die "Abgehängten".

"Eine deutliche Präferenz für die Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ließ sich unter anderem bei Anhängern der Parteien AfD (62 Prozent) und Die Linke (37 Prozent) feststellen. Überdurchschnittlich viele Befürworterinnen und Befürworter eines Fortbestands finden sich indes unter Grünen-Sympathisanten (46 Prozent). Darüber hinaus wollen mehr Menschen im Osten (38 Prozent) als im Westen (34 Prozent) die Abschaffung des ÖRRs."

Quelle: https://www.rnd.de/medien/ard-und-z...r-abschaffung-TUZDJO7LLRE4PPPLIBJIMO3DV4.html
(Unterstreichung von mir)

Nebenbei: Demokratie ist, wenn man sagen darf, dass man nichts mehr sagen darf. Ohne dafür belangt oder verfolgt zu werden.
 
Ja, das habe ich mir auch gedacht ;) . Interessant auch die Heranführung verschiedener Facetten, von den obligatorischen rechten Nutznießern einer Ant-ÖRR-Duskussion bis zu den Vollunterstützern, dazwischen natürlich jede Menge Grautöne, vom freundlichen Mausgrau bis hin zum dunklen Anthrazit.
Richtig, denn wegen dieser Grautöne kamen bei der Debatte hier aus der Reihe der "bis zu den Volluntersützern" auch kritische Töne:

.
Und nota bene: Das heißt nicht, dass ich nicht ebenfalls gewisse Reformen für diskutabel halte.
Dennoch ist mehr Transparenz grundsätzlich wichtig und somit auch richtig. Gerade in Hinblick auf die Schlesinger-Affäre.
Aber natürlich stellt sich die Frage, welche der Posten ggf. obsolet sind. Für mich persönlich ist beispielsweise 3Sat immer schon ein überflüssiger Sender gewesen (ist natürlich auch nur ein Bruchteil der Einnahmen).
;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Asozial ist, wer sich dem Sozialsystem verweigert. Wenn dein Selbstständiger nicht gerade ein Monopol aufgebaut hat, dann hat er Konkurrenz. Diese Konkurrenz sucht händeringend nach Facharbeitern. Da dein Selbstständiger nun lieber auswandert statt sich zu beteiligen, werden seine Fachkräfte frei für die Konkurrenz. Diese kann die sowieso schon sehr gut gebrauchen, erst recht wo nun ein Konkurrent vom Deutschen Markt verschwindet dessen Marktanteile man nun übernehmen kann. So gewinnen alle: Dein Selbstständiger ist glücklich und zufrieden in einem Land wo sich jeder selber der nächste ist, die ehemalige Konkurrenz erhöht ihren Umsatz und die ehemaligen MA des asozialen Auswanderers sind nun bei einem besseren AG. Win-Win-Win.
Ein Zugewanderter verweigert sich dem Sozialsystem seines Herkunftlandes.
Du bezeichnest aber nur die Menschen als asozial, die aus DE auswandern, obwohl sie aus demselben Trieb handeln, wie die Menschen die einwandern.

Ein Monopol baut ein Selbstständiger natürlich idR nicht auf.
Aber es entstehen je nach Firmengröße regelmäßig Geschäftsmodelle, die sich dann teilweise gerade so eben noch in Deutschland lohnen fortzuführen.
Bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen zahlt das Unternehmen nochmal denselben Teil wie der Arbeitnehmer. Wenn wir in DE wirklich um Fachkräfte aus dem Ausland werben wollen, dann müsste der Teil erstmal reduziert werden. Am Ende kommt auch nur die Fachkraft nach DE, wenn das Netto-Gehalt im internationalen Vergleich stimmt.
Dafür müssten u.a. die Sozialabgaben reduziert werden. Z.B. sind wir so gut wie Spitzenreiter bei der Zahl der Krankenhausbetten je 10.000 Einwohner(destatis.de). Mehr als doppelt so viele, wie in der Niederlande, und sogar mehr als die Schweiz.
 
In der Theorie schon. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die ÖR-TV-Sender nur im Schnitt 20 Minuten täglich ausstrahlen dürfen - und das auch nur an Werktagen bist 20 Uhr. Der Gesetzgeber begründet dies mit der Sicherstellung von Programmautonomie und der gesetzlich festgeschriebenen Grundversorgung.
Könnte man ja anpassen. Wenn man das eben an die betreffenden Veranstaltungen koppelt.
 
Du bezeichnest aber nur die Menschen als asozial, die aus DE auswandern, obwohl sie aus demselben Trieb handeln, wie die Menschen die einwandern.

Das ist so nicht richtig. Es darf jeder ein- oder auswandern wie er oder sie möchte. Asozial ist der Mensch wegen seines Antriebs.

Migrant A möchte ein besseres Leben. Ins alte Sozialsystem hat er nicht eingezahlt weil er entweder keine Arbeit hat oder kein solches System existiert. Im neuen Land findet er Arbeit und zahlt in das Sozialsystem.

Migrant B möchte ein besseres Leben. Ins alte Sozialsystem hat er nicht eingezahlt weil er nicht einzahlen musste. Im neuen Land gründet er eine Firma und muss nicht in das Sozialsystem einzahlen.

See the difference.

Am Ende kommt auch nur die Fachkraft nach DE, wenn das Netto-Gehalt im internationalen Vergleich stimmt.

Das ist so nicht ganz richtig. Deutschland ist nicht deswegen für Fachkräfte schwierig, weil man hier wenig(er) verdienen würde. Deutschland bietet unendlich viel mehr, schon allein die wirtschaftliche und politische Stabilität, die Gesundheitsversorgung und ja, auch das Sozialsystem. In der Vergangenheit hat man es aber Zuwanderern extrem schwer gemacht, der CDU sei's gedankt, und auch den Firmen. Das ändert sich ja nun durch den Fachkräftemangel.
 
Das ändert sich ja nun durch den Fachkräftemangel.
ja, meinst Du ? Was ist eine Fachkraft ? Deutschland macht es nach wie vor nicht besser, damit Fachkräfte einwandern können. Es wird gefordert das mindestens da Sprachniveau B1 vorhanden ist wenn du aus einem Drittland kommst, es interessiert dann auch nicht, das diese Person perfekt Englisch spricht. Ein Visum zur Arbeitsplatzsuche setzt voraus das diese Person B1 nachweisen kann, ein Zeitgleiches Visum zum erlernen der Deutschen Sprache, und Arbeitsplatzsuche gibt es nicht. Wie sollen Menschen das ganze finanzieren ? Deutschland ist was das angeht dritte Welt. Ich spreche aus Erfahrung, meine Freundin würde sehr gerne mit mir nach Deutschland, das einfachste wäre wir heiraten, was ich aber nicht möchte, dann entfallen einige Hürden, aber Schein Ehen möchte der Staat auch nicht. Es wird viel geredet in der Politik, aber wirklich einfacher ist es für Fachkräfte immer noch nicht
 
Das ist so nicht richtig. Es darf jeder ein- oder auswandern wie er oder sie möchte. Asozial ist der Mensch wegen seines Antriebs.

Migrant A möchte ein besseres Leben. Ins alte Sozialsystem hat er nicht eingezahlt weil er entweder keine Arbeit hat oder kein solches System existiert. Im neuen Land findet er Arbeit und zahlt in das Sozialsystem.

Migrant B möchte ein besseres Leben. Ins alte Sozialsystem hat er nicht eingezahlt weil er nicht einzahlen musste. Im neuen Land gründet er eine Firma und muss nicht in das Sozialsystem einzahlen.

See the difference.



Das ist so nicht ganz richtig. Deutschland ist nicht deswegen für Fachkräfte schwierig, weil man hier wenig(er) verdienen würde. Deutschland bietet unendlich viel mehr, schon allein die wirtschaftliche und politische Stabilität, die Gesundheitsversorgung und ja, auch das Sozialsystem. In der Vergangenheit hat man es aber Zuwanderern extrem schwer gemacht, der CDU sei's gedankt, und auch den Firmen. Das ändert sich ja nun durch den Fachkräftemangel.
Ja, das stimmt. Geld ist nicht alles. Wobei die angeblichen oft genannten Vorbilder wie Kanada sind auch ein bisschen Ponyhof.
Ich persönlich habe im Automotive Umfeld schon mit Menschen zusammen gearbeitet, die kamen/kommen u.a. aus:
  • Indien (Bangalore)
  • Kanada (Calgary)
Migrant C:
aus Canada hatte gerade seinen Job verloren, und hatte sich trotz gutem kanadischen Sozialsystem international neu orientiert und ist nach Deutschland ausgewandert, während

Migrant D:
aus Indien trotz eines indischen sicheren Arbeitsplatzes sich entschloss nach Deutschland auszuwandern.

Länder mit einem gesetzlich vernachlässigten Sozialsystem haben meist bessere Chancen für sich selbst zu sorgen, und bieten zugleich Möglichkeiten auf liberale Weise sich sozial zu engagieren.

In Deutschland fragt man sich oft, wen man überhaupt noch sozial unterstützen sollte.
Hohe Sozialabgaben führen zu weniger Arbeit im Land. Folglich landen auch mehr Menschen im Drogen-Milieu.
Der Staat greift dann wieder ein, und holt Menschen mit Sozialarbeitern aus der Szene heraus, oder in aussichtslosen Fällen werden durch Steuergelder Drogenkonsumräume gebaut, um das Stadtbild nicht durch Drogenkonsumenten zu beflecken.
 
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