Du hast Selbstständige angesprochen.
Diese hatten einst eine Geschäftsidee mit einer bestimmten Güte.
Es ist doch nicht so, das ein Arbeitsloser mal so eben das Geschäft fortführt. Es mangelt ggf an Eigenkapital. Und selbst wenn der Arbeitslose liquide ist, dann fehlt es ggf an unternehmerischer Fachkenntnis. Neues Unternehmen gründen, ins Handelsregister eintragen mit notarieller Beurkundung, Kunden akquirieren, Rechnung ausstellen, korrekte Umsatzsteuervoranmeldung, Jahresbilanz erstellen, und, und, und...
Würde das Geschäftsmodell des Ausgewanderten 1:1 vom Ex-Arbeitslosen fortgeführt, dann wäre jedoch der Ex-Arbeitslose schnell auch ein - wie du betitelst - "asozialer" (Auswanderer), weil er im Ausland für sich ein besseres Leben erwartet.
Genau um diese Asozialen(deine Wortwahl) wird jedoch gerade im Fachkräftezuwanderungsgesetz gekämpft. Hoffentlich betitelst du unsere zugewanderten Fachkräfte nicht als asozial. Das wäre doch eine mMn schlechte Willkommenskultur.
Asozial ist, wer sich dem Sozialsystem verweigert. Wenn dein Selbstständiger nicht gerade ein Monopol aufgebaut hat, dann hat er Konkurrenz. Diese Konkurrenz sucht händeringend nach Facharbeitern. Da dein Selbstständiger nun lieber auswandert statt sich zu beteiligen, werden seine Fachkräfte frei für die Konkurrenz. Diese kann die sowieso schon sehr gut gebrauchen, erst recht wo nun ein Konkurrent vom Deutschen Markt verschwindet dessen Marktanteile man nun übernehmen kann. So gewinnen alle: Dein Selbstständiger ist glücklich und zufrieden in einem Land wo sich jeder selber der nächste ist, die ehemalige Konkurrenz erhöht ihren Umsatz und die ehemaligen MA des asozialen Auswanderers sind nun bei einem besseren AG. Win-Win-Win.

. Interessant auch die Heranführung verschiedener Facetten, von den obligatorischen rechten Nutznießern einer Ant-ÖRR-Duskussion bis zu den Vollunterstützern, dazwischen natürlich jede Menge Grautöne, vom freundlichen Mausgrau bis hin zum dunklen Anthrazit. Mir wurde die Diskussion zu kleinteilig, ging es doch im Ursprung lediglich um die Meldung einer Möglichkeit einer signifikanten Erhöhung des Beitrages. Man konnte aber auch lesen, wieviele Gedanken man sich doch machen kann. Letztendlich kann man sich nicht entscheiden ob oder ob nicht, das ist das Übel.