Ich erinnere mich an eine Berichterstattung aus den frühen 2000ern (?), wonach bei solchen (damals sehr seltenen) Starkregen-Lagen bestimmte Überläufe geschlossen wurden, um zu verhindern, dass statt Regenwasser herausgespülte Abwässer entweder in die Rückhaltebecken oder an die Oberfläche gelangen [aber meine Erinnerung ist nicht detailliert]. Betroffen waren vor allem Findorff und Walle.
Hier im Haus war zunächst unklar, woher das Wasser in den Keller eindrang; einer der Eigentümer befürchtete, die gesamte Bodenplatte sei defekt und das Wasser drücke von unten ins Haus (was ich persönlich für falsch halte).
Tatsächlich hatten in unserer Straße ca. 75% der Häuser überflutete Keller - es ist also eher kein 'individuelles Einzelschicksal'.
Die Mehrzahl ist dem Vernehmen nach mit Rückstauventilen versehen, die aber aus bautechnischen Gründen [die Häuser hier sind fast alle zur gleichen Zeit gebaut worden] hinter den Revisionsklappen liegen und zur Gartenseite hin gegen Regenwasser-Rückflüsse absichern, aber nicht zur Kanalseite hin).
Die Beobachtung der beiden Überschwemmungsverläufe führt zu: Die Haushälften mit dem kürzesten Kanal zur Straße wurden wahrscheinlich überflutet und aufgrund von Höhendifferenzen in den Böden verteilte sich das Wasser auf die andere Haushälfte.
Die tatsächlichen Wassermengen (ich kenne die Dimensionen des Kanals in unmittelbarer Nähe des Hauses) hätte der Kanal spätestens beim zweiten Starkregen locker bewältigt. Es bleibt nur der Schluss, dass das Wasser nicht aus dem Kanalsystem raus konnte und es deswegen zu einem vorübergehenden Rückstau kam (Schließung der Überläufe für ca. 3 Stunden in den jeweiligen Nächten).
Es ist seit damals bekannt, dass das Bremer Abwassersystem für solche Starkregen-Lagen einfach unterdimensioniert ist.
Mag sein, dass ich aufgrund mangelnder Einsicht in Details bzgl. Hansewasser grob vereinfache, das wäre ungewollt.