Traurig bin ich auch.

Ich war Anfang März das letzte Mal bei meiner 78jährigen Mutter. Sie hat auch Vorerkrankungen, weswegen wir jedes Risiko ausschließen wollen. Was mich positiv stimmt: Sie nimmt die Sache gleichsam ernst und ist dennoch recht locker. Vielleicht hat sie auch noch nicht realisiert, wie lange dieser Mist andauern wird bevor er ausgestanden ist. Wahnsinnig werde ich persönlich eher bei dem Versuch das schlimmste hier zuhause zu vermeiden und gleichsam dabei ständig torpediert zu werden, obwohl nicht ich es bin, der hier das große Risiko trägt.

Vor allem vermisse ich in dieser Scheißsituation hier aber meine Freunde. Die könnte ich echt gerade gut brauchen...
Aber Wut?! Die kann ich persönlich höchstens nur dabei empfinden, wenn ich sehe, was politisch in den Staaten passiert und wie die Menschen unter narzistischer Inkompentenz zu leiden haben (die sie allerdings selbst ins Amt gehoben haben, sowas nennt man dann wohl Karma)... oder allenfalls wenn ich ins politische Ungarn oder Italien schaue. Der Virus mit all seinen schlimmen und nervigen Folgen als solches ist für mich, was er ist. Da sehe ich im Kern eigentlich keinen Anlass für Wut (vor allem hier zu Lande nicht, wir sitzen da eigentlich alle nur - ziemlich steuerlos im Übrigen, was das große Ganze betrifft - im gleichen Boot und können nur versuchen das Beste aus der schlimmen Lage zu machen). Zumindest solange man nicht von einer vorsätzlichen Freisetzung ausgeht (was mir persönlich too much Verschwörungstheorie ist, schon alleine, weil ich nicht sehe, wem dies nutzen sollte - außer Jeff Bezos vielleicht

). Aber jedem das Seine....