Das Hauptproblem ist doch folgendes:
Die Geschädigten (ich verwende bewußt nicht noch das Wort "Opfer", denn das erinnert sofort an spezifischen Jugendjargon und es geht hier ja gerade um Kinder und Jugendliche Täter ... auf weitere Details zu letzterer ganz vorsichtiger Andeutung werde ich im übrigen in keiner Silbe mehr eingehen, weder selbst aktiv, noch als Antwort auf andere Posts)
sind wortwörtlich geschädigt - körperlich und seelisch und in ihrem Grundvertrauen in Mitmenschen. Das ist teilweise irreparabel. Dennoch werden Geschädigte nicht ausreichend begleitet in ihrem weiteren Leben und gestärkt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung.
Die Schädiger werden dagegen nicht hinreichend - nach menschlichem Verstand - für diese
bewußt herbeigeführte oder in Kauf genommene Schädigung belangt.
Die direkten Konsequenzen sind teilweise lächerlich ... und damit noch zusätzlicher blanker Hohn und Spott für die Geschädigten und deren Situation.
Insbesondere für Familienangehörige der Geschädigten ist dies unerträglich und für die Geschädigten selbst vollkommen unverständlich.
Außerdem:
Da die sehr milde Strafverfolgung bekannt ist, werden eher noch Nachahmer aufgebaut als abgeschreckt. Das ist eine fatale Folge der öffentlichen Diskussion in den Medien hierzu.
Nebenbei ist die öffentliche Diskussion selbst (ohne direkte und angemessene Konsequenzen für die Täter) abermals eine weitere Verletzung der Geschädigten.
Konsequenz:
Die Bewertung von Straftatbeständen gehört nach meinem Ermessen grundsätzlich überdacht.
Warum wird eine Steuersünde jeglicher Art gnadenloser oder eine nicht funktionierende Fahrradklingel

konsequenter geahndet
als Schäden - wie im hier diskutierten widerlichen Fall - an Personen (die zudem oft bewußt herbeigeführt wurden UND nicht mal eben behoben werden können).
Das kann eigentlich niemand gutheißen.