Ich habe keinen passenden Thread gefunden für mein Anliegen. Aber im Grunde möchte/brauche/suche ich etwas Gedankenhilfe.
Ich kenne halt meine Geschichte. Ich kenne Gespräche, die ich in den letzten Jahren meines Lebens mit immer wieder anderen, auch nicht Werder-Fans geführt habe. Aber ich weiß nicht genau, spätestens gestern bei dem grauenvollen Baumann Interview habe ich mir doch die Frage gestellt: Wofür steht eigentlich dieser Verein und warum mag ich das?
Wenn man in Bremen wohnt, kommt man an Werder auch nicht vorbei. Jahrelang toller Fußball, tolle Charaktere, ich kenne so viele Geschichten, warum man Fan eines bestimmten Vereins wird. Und je seltsamer und einzigartiger, desto besser. Aber warum bleibt man es? Woher kommt dieser Grundsatz „einmal Fan, immer Fan?“ Ich könnte mir niemals vorstellen davon abzuweichen. Die zwei Vereine, mit denen ich seit Kindheitstagen verbunden sind, werden auch immer die gleichen bleiben. Und nächste Saison sind sie dann auch noch in einer Liga vereint. Ich könnte nicht anders, ich denke auch nicht daran. Aber warum ist das so? Warum ist das bei Euch so?
Warum bleibt man Fan von wenn andere Fans seines Vereins rechtsradikal auffallen? Oder auch so gewalttätig auffallen? Warum bleibt man Fan, wenn der Verein sich jahrelang im Chaos suhlt und so gar nicht mehr dem Bild entspricht oder den Werten entspricht, die man für sich selbst in Anspruch nimmt?
Werder steht für mich auch für Familie. Ein Begriff, der seit einigen Jahren unter Bode und Baumann gelitten hat. Bin ein familiärer Mensch. Und wenn „Werder-Familie“ bedeutet: Bode, Baumann and Friends, dann bin ich damit nicht einverstanden. Wenn Ehemalige in den Verein geholt werden, und im Verein krampfhaft gehalten werden, auch wenn es vielleicht eine Mehrheit der Fans nicht trägt, dann sorgt das für Unmut. Wenn in meiner Familie „wichtige“ Entscheidungen getroffen werden, die alle betreffen, aber nicht alle (auf eine für ihre Rolle angemessene Weise) im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden, dann... naja, das passiert nicht. Auch als Kind, wenn es irgendwo in den Urlaub ging, hatten wir natürlich nicht die Entscheidungsgewalt, aber unsere Eltern haben auch nicht Saufurlaube mit den Freunden geplant, die auf unsere Kosten gingen. Genau das passiert aber bei Werder. Das ist eine Schande, dass jemand wie Baumann was von Werder-Familie faselt, aber null Gefühl für den größten und bedeutendsten Teil der Familienmitglieder hat. Habe ich seit einigen Jahren versucht zu leugnen, dass die allgemeine Entwicklung im Fußball - wonach die Fans immer unbedeutender werden, immer mehr Kunde, immer weniger ein Teil des Produkts - in Bremen genauso verläuft? Vielleicht. Habe ich gedacht, dass diese Entwicklung, wenn sie auch nicht gestoppt werden kann, in Bremen zumindest langsamer verläuft? Bestimmt.
Trotzdem ändert sich nichts. Für mich wahrscheinlich nicht.
Ich kenne halt meine Geschichte. Ich kenne Gespräche, die ich in den letzten Jahren meines Lebens mit immer wieder anderen, auch nicht Werder-Fans geführt habe. Aber ich weiß nicht genau, spätestens gestern bei dem grauenvollen Baumann Interview habe ich mir doch die Frage gestellt: Wofür steht eigentlich dieser Verein und warum mag ich das?
Wenn man in Bremen wohnt, kommt man an Werder auch nicht vorbei. Jahrelang toller Fußball, tolle Charaktere, ich kenne so viele Geschichten, warum man Fan eines bestimmten Vereins wird. Und je seltsamer und einzigartiger, desto besser. Aber warum bleibt man es? Woher kommt dieser Grundsatz „einmal Fan, immer Fan?“ Ich könnte mir niemals vorstellen davon abzuweichen. Die zwei Vereine, mit denen ich seit Kindheitstagen verbunden sind, werden auch immer die gleichen bleiben. Und nächste Saison sind sie dann auch noch in einer Liga vereint. Ich könnte nicht anders, ich denke auch nicht daran. Aber warum ist das so? Warum ist das bei Euch so?
Warum bleibt man Fan von wenn andere Fans seines Vereins rechtsradikal auffallen? Oder auch so gewalttätig auffallen? Warum bleibt man Fan, wenn der Verein sich jahrelang im Chaos suhlt und so gar nicht mehr dem Bild entspricht oder den Werten entspricht, die man für sich selbst in Anspruch nimmt?
Werder steht für mich auch für Familie. Ein Begriff, der seit einigen Jahren unter Bode und Baumann gelitten hat. Bin ein familiärer Mensch. Und wenn „Werder-Familie“ bedeutet: Bode, Baumann and Friends, dann bin ich damit nicht einverstanden. Wenn Ehemalige in den Verein geholt werden, und im Verein krampfhaft gehalten werden, auch wenn es vielleicht eine Mehrheit der Fans nicht trägt, dann sorgt das für Unmut. Wenn in meiner Familie „wichtige“ Entscheidungen getroffen werden, die alle betreffen, aber nicht alle (auf eine für ihre Rolle angemessene Weise) im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden, dann... naja, das passiert nicht. Auch als Kind, wenn es irgendwo in den Urlaub ging, hatten wir natürlich nicht die Entscheidungsgewalt, aber unsere Eltern haben auch nicht Saufurlaube mit den Freunden geplant, die auf unsere Kosten gingen. Genau das passiert aber bei Werder. Das ist eine Schande, dass jemand wie Baumann was von Werder-Familie faselt, aber null Gefühl für den größten und bedeutendsten Teil der Familienmitglieder hat. Habe ich seit einigen Jahren versucht zu leugnen, dass die allgemeine Entwicklung im Fußball - wonach die Fans immer unbedeutender werden, immer mehr Kunde, immer weniger ein Teil des Produkts - in Bremen genauso verläuft? Vielleicht. Habe ich gedacht, dass diese Entwicklung, wenn sie auch nicht gestoppt werden kann, in Bremen zumindest langsamer verläuft? Bestimmt.
Trotzdem ändert sich nichts. Für mich wahrscheinlich nicht.


Sehr gut zusammengefasst. "In guten wie schlechten Zeiten zusammenstehen", das macht eine wahre Bindung aus.
Du hast ja Recht. Es gibt ja gute Gründe dafür, dass wir keine Bayern-Fans sind.