Und 9 Jahre nach Bosmann begann Werders glorreiche Meister/CL Zeit. Das ist natürlich ein eindrucksvoller Beweis dafür, daß Werder nach Bosmann sukzessive Standortnachteile zu spüren bekam.
Nach dem Bosman-Urteil hat sich der Fußball sukzessive in seiner Finanzstruktur verändert. Musste er auch, weil durch den europäischen Eingungsprozess und der daraus resultierenden Freizügigkeit sich völlig neue Konstrukte ergeben haben. Zudem kam hinzu, dass man sich aus den USA von den dortigen Profiligen und deren Merchandising inspirieren ließ.
Das war auch einer der Gründe, warum Werder recht frühzeitig eine GmbH & Co KG aA gegründet hat, um diesen neuen Entwicklungen mit strategischen Partnerschaften Rechnung zu tragen. Das Ansinnen war da, die Umsetzung eben nicht. Dazu kam, dass der deutsche Fußball 2004 bei der EM nicht gerade seine Sternstunde hatte. Die Schwäche der Bayern damals hat Werder wunderbar nutzen können. 2007 wäre es noch mal möglich gewesen. Chance verpasst.
In den Jahren 2009 und später 2010 hat man (Süddeutsche?, FAZ etc?) Werder schon aufgrund ihrer sehr eindimensionalen Finanzstruktur (=Fernsehgeldtabelle) mit hoher Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg prognostiziert, dass das sich rächen könnte. 2009 war Werder aber in zwei Endspielen und sah keine Notwendigkeit vom ursprünglichen Kurs abzuweichen. Auch hier im Forum wurde immer wieder auf die hohe EKQ und den Masterplan von KATS hingewiesen. Sechs Jahre später war die Prognose damals leider richtig, allerdings gepaart mit haarsträubenden Personalfehlentscheidungen.
Es tut mir leid, aber ich teile deine Obsession nicht, also musst du allein Tagein Tagaus deinen Frust wegen Skripnik verarbeiten. Mit Verlaub. Ich hoffe, daß der Frust in dir nicht so tief sitzt daß du dich wenigstens ein bißchen darüber freuen kannst, daß Junzovic mglw. doch bleibt. Immerhin war er ja der vermeintliche Kronzeuge gegen Skripnik. Da auch Vestergaard sich partout weigert schlechte Worte zu finden wird es langsam dünn.
Jeder Satz ein Brüller.

Ich habe geschrieben, dass er 16 von 34 Spielen verloren und neue Negativrekorde dabei aufgestellt hat. Zudem zeigt er unter Druck ein schwaches Nervenkostüm, was sich in den PKs dann und wann entlädt. Ist das gelogen?
Juno selbst hat mit seinen kryptischen Aussagen die Diskussion um VS befeuert. Der wiederum sah sich in seiner letzten PK genötigt, Juno einen besseren Verein zu wünschen, was einer weiteren Zusammenarbeit nicht unbedingt förderlich ist. Wenn nun Juno selbst auf den Trichter kommt, dass Bremen schön ist und hierbleibt, bin ich persönlich heilfroh.
Wie ist denn Werders Struktur, sagen wir mal im Vergleich zu Mainz, diese kleine Stadt in Rheinland-Pfalz, gerade mal 1/3 der Größe von Bremen, mit Konkurrenz direkt vor der Haustür, einem noch kleineren Stadion? Die müssen ja offenbar dem Fußballgott jeden Tag auf Knien danken, daß sie überhaupt in der Bundesliga spielen.
Mainz hatte einen Heidel!!! Mit ihrem RS hätte das so nicht geklappt. Heidel macht excellentes Networking in allen Bereichen mit einem klaren Kurs. Ich habe ihn selber mal in einem Workshop erlebt. War sehr gut. Die Mainzer werden dem noch bittere Tränen hinterherweinen. Schröder mag seine Stärken haben, aber so ausgefuchst im wirtschaftlichen Bereich scheint er mir nicht zu sein.