...Sprich: Koppelns der Fernsehgelder an Zuschauerzahlen statt an Tabellenplätze
Wenn man von den insgesamt ~500 Mio Jahresumsatz der Bayern ausgeht, dann machen die nationalen TV Gelder mit 35..40 Mio pro Jahr sicherlich einen Teil aus.
Aber nur ein bischen, und auch das Financial Fairplay wird den Einfluss des Geldes auf die besten Spieler wohl kaum beeinflussen, weil es wahrscheinlich immer Methoden geben wird die Regeln auszutricksen.
Viel interessanter finde ich, wie Talente entstehen und warum sie so rar sind, dass die Gehaltskosten derart in die Höhe treiben (z.B bei Bayern teilweise über die 10 Mio Jahresgehalt)
Wenn man sich überlegt, dass z.B. in den letzten Jahren permanent Gelsenkrichener im Championsleague Finale standen:
Manuel Neuer, Mesut Özil, Ilkay Gündogan
dann ist dies z.B. ein kleines Indiz, dass in einer 1/4 Millionen Einwohnerstadt durch deren Fussball-Verrücktheit mehr als in anderen europäischen Städten gleicher Einwohnerzahl zusammen gekommen ist.
Grundsätzlich kann im Profi-Fussballgeschäft von einem Fachkräftemangel gesprochen werden. Eigentlich mag ich das Wort nicht, weil dieses Wort von Unternehmen hauptsächlich nur gebraucht wird, um Niedriglöhne weiter zu drücken.
Nur da wo es wirklich einen Fachkräftemangel gibt -nämlich in der Bundesliga- dort wird nicht drüber gesprochen.
Was müsste sich ändern ?
Die Talentförderung müsste weiter gesteigert werden. Wenn es europaweit 3000 sehr gut ausgebildete Fußballer gibt, die dem heutigen Titel
Weltklasse entsprechen, dann hätte Geld nicht mehr diesen Einfluss auf die Spielergehälter, wie es heute der Fall ist.
Wenn es dann viele Fussballer auf hohem Niveau gibt, dann drosseln sich die Gehälter, und wir müssen nicht zum Retorten-Club mutieren
Ein weiteres Problem ist dieser übermäßige Verleih von Spielern. Bayern lebt sehr davon, dass Spieler wie Toni Kroos / Phillip Lahm auf Leihbasis woanders Erfahrung sammeln konnten, und anschließend für Bayern attraktiv wurden.
Große Clubs profitieren von solchen Leihen stärker als kleinere Vereine wie z.B wir, weil durch ein höheres Kapital deutlich mehr Spieler auf höherem Niveau ihre Erfahrung in anderen großen Vereinen sammeln können, um später gewinnbringend zu ihrem Mutterclub zurück zu kehren.
Ich wäre für einen kompletten europaweiten Verbot von solcher Art von Arbeitnehmerüberlassung im Fussballgeschäft, um die eigentlichen Probleme zu lösen, die das Financial Fairplay lösen soll.