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Wolfsburg ist momentan das klassische Beispiel dafür, daß große (oder zumindest gute) Individualisten noch längst keine Mannschaft ausmachen. Man kann es als außenstehender nur schwer beurteilen, aber bei Magath hat man nicht zuletzt durch sein kurzes, katastrophales Gastspiel bei Werder den Eindruck, daß er mit seinem "Kasernenhofton" bei diesen Individualisten ein Gemeinschaftsgefühl erzwingen will. Dabei bekommt er aber nicht mit, daß er damit über das Ziel hinausschießt und/oder die Zeit der "Zuchtmeister" wie z.B. Zebec und Happel, unter denen Magath trainierte und die ihn entsprechend geformt haben, schon lange vorbei ist.
Magath ist als Trainer, ähnlich wie Schaaf, relativ eindimensional. Wenn es aber so klappt, wie er es sich vorstellt und er die zu ihm passenden Spielertypen hat, dann kann er, wie Schaaf, sehr erfolgreich sein.
Mit dem Unterschied, dass Allofs in Rücksprache mit Schaaf die Spieler holt, die dazu passen, und Magath das nichtmal für sich selber schafft.

Wobei das nicht nur momentan so ist, sondern schon länger anhält.
Ansonsten habe ich auch das Gefühl, dass Magaths Teamführung nicht besser ist als seine Einkaufspolitik. Ich glaube, er ist ziemlich unreflektiert, was auch durch mangelnde interne Kritik unterstützt wird. Ihm wird immer noch die Meisterschaft und ein gutes Jahr auf Schalke gutgeschrieben, was ihm jetzt Narrenfreiheit zu verpassen scheint - und zwar nicht nur seitens der Vereinsführung, sondern auch durch sich selber.
Für den Anspruch des VW-Konzerns, der als Europas größter Autobauer bis 2018 die Weltspitze anstrebt, ist das viel zu wenig. Bereits vor zwei Jahren, als Wolfsburg als Meister die Gruppenphase der Champions League nicht überstand, hatte Garcia Sanz die Maxime festgelegt: Da, wo VW vorn draufsteht, muss man auch vorn dabei sein. Mittelmaß passt nicht ins Bild....


Man muss aber auch dazu sagen, dass Magaths Transferpolitik genauso mehr auf Namen statt auf konzeptionelle Abstimmung abzuschielen scheint.

(@Bremen: Ich denke, dass sie ihm den Nichtabstieg weniger anrechnen als vielmehr vorrausgesetzt haben).
Das werden wir wohl nicht mehr miterleben.
