US Wahlen 2020

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Oberfrankenwerderanerin
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Trump = Hitler oder was soll uns das sagen? Totale Übertreibung. Trump ist ein Narziss, Sexist und Rassist. Das bleibt er auch. Trotzdem wählt ihn die fast die Hälfte der Amerikaner. Das nennt sich demokratische Wahl. Das kann Dir passen oder nicht.
Trump ist wohl kein zweiter Hitler. Dennoch bedient sich ähnlicher Werkzeuge wie dieser, d.h. nationale Egoismen in den Vordergrund zu stellen, Abschottung / Austritte aus der globalen Wertegemeinschaft, demokratische Prinzipen zu unterminieren, Feindbilder zu schaffen (Stichwort Rassismus), die Gesellschaft spalten, poltische Gegner und kritische Medien diskreditieren etc. Und das ist hochgradig bedenklich, demokratische Wahl hin oder her.
 
wir in Deutschland sollten uns nicht anmaßen, nicht vorsichtig sein zu müssen

Ganz genau. Eine Demokratie muss sich wehren und besteht nicht darin alle 4 Jahre zur Urne zu rennen und zwischendurch zu schweigen. Und hierfür hilft es uns nichts darauf zu verweisen, wer im Jahr 1789 in Übersee oder 598vChr. in Athen eine gute und frühe Demokratie hatte. Wohl aber können und müssen wir aus der Vergangenheit lernen. So wie eben das sehr liberale Weimar Opfer seiner eigenen Verfassung und der Arroganz der Eliten geworden ist und da ist eben die Querverbindung zu den USA. In den USA funktionieren die Checks and Balances halt noch, das ist das was in Deutschland seinerzeit versagt hat. Allerdings ist Trump eben auch nur ein Narzist der nicht wirklich nach der Macht gegriffen hat. Wehe, da sitzt ein Seelenfänger wie Trump der es aber mit der Macht ernst meint...

Und dass die Corona-Verordnungen, so richtig sie auch sind / sein mögen, von der Ministerpräsidentenkonferenz - die dafür über keine verfassungsmäßige Legitimation verfügt - am Bundestag vorbei beschlossen wurden, widerspricht im Grundsatz den demokratischen Prinzipien

*hüstel*

Erstens mal ist der Bundestag in diesem Lande die Legislative, er sorgt "nur" für die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zweitens kann eine Verordnung per Definition nur von der Exekutive kommen, hier die Regierung und die MPs (auf Länderebene). Und drittens zum Thema am Bundestag vorbei: Damit die Exekutive tun kann was sie getan hat, wurde sie vom Bundestag per Beschluss dazu befugt und beauftragt. Nix mit "Am Bundestag vorbei", da war alles korrekt und vom Ablauf her verfassungsmäßig legitimiert.

Dessen ungeachtet finde ich die im Sommer fehlende Debatte im Bundestag auch unerträglich, aber da können sich alle Fraktionen mal schön an die eigene Nase fassen als sie im Sommer-Urlaubsmodus waren und den ach so quer denkenden Idioten keine Angriffsfläche bieten wollten. Denn es gab ja kaum Infizierte und wie manche dann auf Corona-Diskussionen reagieren, das weißt du ja weil es hier im Corona-Thread exemplarisch nachzulesen ist.
 
Ganz genau. Eine Demokratie muss sich wehren und besteht nicht darin alle 4 Jahre zur Urne zu rennen und zwischendurch zu schweigen. .

Demos gibts genug in Deutschland. Gibt auch genug kritische Stimmen, von der einen oder von der anderen Richtung.
Sind dann aber entweder "alles Nazis" oder "alles Antifaschisten bzw. Linksextreme"

Da wir in Deutschland uns stark (was Bildungsniveau + Kapitalismus angeht) an den USA orientieren...
Nun ja, wo die Reise hingehen soll, sieht man ja am laufenden Band.
Probleme (z.B. die Integration von Flüchtlingen) werden auf die Kleinsten und Schwächsten im Land abgewälzt und hinter kommt das große Wundern, wo denn der Frust und Gewalt und der AFD-Wähler herkommt (derartige Probleme z,B. bei der richtigen Benutzung der Toilette von Kollegen aus den nordafrikanischem Raum kenn ich von der Arbeit zur zu gut,) können aber eben viele die im Niedriglohnsektor arbeiten nicht richtig einordnen, da es meistens doch nen Grund hat, wieso man in dem Bereich arbeitet...

Aber das driftet schon wieder zu weit vom Thema ab hier...
 

Das hat mit Demos nichts oder fast nichts zu tun. Es hat etwas mit der FDGO zu tun und ob man diese verteidigt. Es hat etwas damit zu tun, ob man Lügen und Hetze im politischen Diskurs für akzeptabel hält oder nicht (in den USA wurde diese Grenze weit überschritten). Es hat etwas damit zu tun, ob die politischen Institutionen Respekt vor der Judikative und Pressefreiheit haben (in den USA unter Trump grenzwertig), es hat etwas damit zu tun die Menschenwürde und Menschenrechte zu achten und sich immer zu vergegenwärtigen, dass Demokratie nicht vom Himmel gefallen ist. Wobei, auf Deutschland bezogen ja irgendwie schon, nämlich in Form von Bomben ;) Es geht um eine wehrhafte Demokratie in der gewisse Dinge nicht mehr zur Debatte stehen, wie sie ja im GG auch festgehalten sind. Ob da ein paar quer denkende Hansel vorm Reichstag stehen und dokumentieren das sie nichts verstanden haben, das hat mit alldem indes wenig zu tun.
 

Eine "wehrhafte Demokratie" steht und fällt mit der Bildung und mit dem Willen der Regierung(en) diese auch haben zu wollen.
Auch in "Parteienreichtum" und "Ideenreichtum" und "großen Unterschieden in Parteiprogrammen".
Und besonders die Bildung ist ja eher so mehhh, jedenfalls wenn man so liest und hört, wie die heutige Sprache so funktioniert oder
sich mit Azubis unterhält was die so in der Schule gelernt haben...
Eieiei - da wundert mich teilweise echt gar nichts mehr. Texte, die mehr als 20 Seiten haben werden nicht verstanden, einfachste zusammenhänge nicht verstanden. Aber Zahlen und Daten auswendig lernen - das klappt 100%. Nur eben die Verknüpfung derer nicht...
 
Es ist daraus das nach dem Nationalem Volkskongress in China das personell zweitgrößte Parlament der Welt geworden - obwohl Deutschland bei Einwohnerzahlen gerade einmal auf Platz 17 steht. Postenschaffung auf Kosten der SteuerzahlerInnen
:kaffee:

BTT: wir in Deutschland sollten uns nicht anmaßen, nicht vorsichtig sein zu müssen. Denn die Zahl derer, die sich wie zB die Trump-Anhänger vom poltischen Populismus indoktrinieren lassen, sind auch hierzulande mehr geworden. Die Folgen dessen sind u.a. in Form von Verrohung der Sitten und Umgangformen nicht nur auf den Strassen, sondern auch in den Parlementen erkennbar. Und dass die Corona-Verordnungen, so richtig sie auch sind / sein mögen, von der Ministerpräsidentenkonferenz - die dafür über keine verfassungsmäßige Legitimation verfügt - am Bundestag vorbei beschlossen wurden, widerspricht im Grundsatz den demokratischen Prinzipien ebenso wie die Forderung von Trump, das Auszählen der Stimmen abzubrechen.
Das Vakuum, was die "etablierten" Parteien hinterlassen, wird ausgefüllt von den Rand-Gruppierung, vielleicht setzt man den Hebel hier mal an, und was die Verrohung der Sitten und Umgangsformen angeht (z.B. Zwischenrufe), braucht sich keine Partei zu verstecken.
 
Erstens mal ist der Bundestag in diesem Lande die Legislative, er sorgt "nur" für die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zweitens kann eine Verordnung per Definition nur von der Exekutive kommen, hier die Regierung und die MPs (auf Länderebene). Und drittens zum Thema am Bundestag vorbei: Damit die Exekutive tun kann was sie getan hat, wurde sie vom Bundestag per Beschluss dazu befugt und beauftragt.
Im Grundsatz richtig, jedoch übersiehst du einen kleinen, jedoch wesentlichen Punkt: im Grundgesetz ist verankert bzw. entspricht es auch der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, dass Maßnahmen, die Einschnitte in die Grundrechte der Menschen zur Folge haben, nicht im Alleingang von der Regierung umgesetzt werden dürfen, sondern es vorab der Zustimmung des zuständigen Parlaments bedarf. D.h. auch, dass je tiefer der Eingriff in die Grundrechte ist, desto präziser muss auch die rechtliche Grundlage dafür sein. Und weil bis dato ungeklärt ist, ob das Infektionsschutzgesetz eine ausreichende gesetzliche und somit verfassungskonforme Grundlage für solch tiefgreifende Beschränkungen ohne Parlamentsbeschluss darstellt, steht diese Behauptung
Nix mit "Am Bundestag vorbei", da war alles korrekt und vom Ablauf her verfassungsmäßig legitimiert.
auf sehr wackeligen Füßen. Selbst in der GroKo wird an der Verfassungsmäßigkeit gezweifelt, s. dieser Tagesschau-Artikel von Mittwoch:
Die Große Koalition will am Freitag eine Reform des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag beraten. Damit sollen die Auflagen in der Pandemie besseren Bestand vor Gericht haben. Zuletzt wurde immer wieder angezweifelt, dass das jetzige Gesetz die weitreichenden Eingriffe in Grundrechte rechtfertigt. Zudem drängen Abgeordnete auf eine stärkere Beteiligung des Bundestags und der Länderparlamente. Die Große Koalition will am Freitag eine Reform des Infektionsschutzgesetzes im Bundestag beraten. Damit sollen die Auflagen in der Pandemie besseren Bestand vor Gericht haben. Zuletzt wurde immer wieder angezweifelt, dass das jetzige Gesetz die weitreichenden Eingriffe in Grundrechte rechtfertigt. Zudem drängen Abgeordnete auf eine stärkere Beteiligung des Bundestags und der Länderparlamente.

Um die Bogen wieder zu diesem Thread zu spannen: auch diese Vorgehensweise ist zumindest ebenso grenzwertig wie manche Entscheidungen von Trump - nur mit den Unterschieden, dass DT noch weniger Rücksicht auf Gesetze nimmt. Politiker sind wie kleine Kinder: sie testen gerne ihre Grenzen. Und wenn man ihnen nicht auf die Finger klopft, das überschreiten sie diese Grenzen immer häufiger / intensiver, bis man sie nicht mehr unter Kontrolle hat...
 
nicht im Alleingang von der Regierung umgesetzt werden dürfen, sondern es vorab der Zustimmung des zuständigen Parlaments bedarf

Genau das ist geschehen.

steht diese Behauptung

(...)

auf sehr wackeligen Füßen.

Da steht gar nichs auf wackeligen Füßen. Der Bundestag hat der Regierung per Beschluss einen Auftrag erteilt. Nichts wurde an ihm vorbei entscheiden, das exakte Gegenteil ist der Fall. Ich würde es dir raussuchen wenn es mir wichtig erschiene aber es ist wohl leichter zu sagen: Die komplette Opposition hätte geschäumt, wenn die Absprachen zw. Bund und Ländern ohen den Bundestag abgelaufen wären.

Es ist dann ein vollkommen anderes Thema, ob die Gesetzeslage überhaupt ausreichend ist und wenn sie es nicht ist, dann muss der Souverän, hier der Bundestag, das entsprechend anpassen. Oder die Maßnahmen widerrufen.
 
Sollte die Regierung Tendenzen erkennen, die vermuten lassen, es könne wegen der Pandemie ein Zusammentreffen des Parlamentes eingeschränkt werden, würde sie ganz einfach den Notstand ausrufen und so regieren, wie sie es für richtig hält.
https://de.wikipedia.org/wiki/Notstandsverfassung

Ich war als 14-jähriger aktiv, als wir 1968 deswegen auf die Straße gingen..."No No Notstand No" stand auf meinem Transparent. Gerufen, erinnere ich, haben wir: "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Wer hat Recht? Karl Liebknecht"
 
Da steht gar nichs auf wackeligen Füßen. Der Bundestag hat der Regierung per Beschluss einen Auftrag erteilt. Nichts wurde an ihm vorbei entscheiden, das exakte Gegenteil ist der Fall. Ich würde es dir raussuchen wenn es mir wichtig erschiene aber es ist wohl leichter zu sagen: Die komplette Opposition hätte geschäumt, wenn die Absprachen zw. Bund und Ländern ohen den Bundestag abgelaufen wären.


Äußert sich so etwa eine schaumfreie Opposition, an der nicht an ihr vorbei entschieden wurde:
Das Abwägen von drastischen Maßnahmen sowie zwischen Sicherheit und Einschränkungen der Freiheit brauchten den öffentlichen Diskurs und die parlamentarische Verankerung, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann. Der Bundestag tage in dieser und der kommenden Woche. Deshalb sei die Regierung und die sie tragende Koalition gut beraten, sich des Rückhalts des Parlamentes zu versichern, so Haßelmann.
Auch die Fraktionsvorsitzende der Linken, Amira Mohamed Ali, forderte eine Beteiligung der Abgeordneten. Im ARD-Morgenmagazin erklärte sie: "Uns ist bei der Debatte und auch den Entscheidungen, welche Maßnahmen eingeleitet werden, wichtig, dass die Entscheidungen transparent gefällt werden, dass sie nachvollziehbar sind und eine Debatte in den Parlamenten dazu stattfindet - in Länderparlamenten, aber auch im Deutschen Bundestag." Man rede über massive Grundrechtseinschränkungen. Dabei müssten die Parlamente entscheiden. Bis jetzt entschieden die Ministerpräsidenten eigenmächtig in Absprache mit der Kanzlerin. "Das kann so nicht weitergehen", sagte Ali.
FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner zweifelte die Verfassungsmäßigkeit der neuen Corona-Maßnahmen an. Merkel wolle "unter anderem die Gastronomie komplett still legen", erklärte Lindner. Das halte er für unnötig und deshalb auch für verfassungswidrig.
https://www.tagesschau.de/inland/kritik-beschlussvorlage-corona-101.html
 
Alles illegale Stimmen, die über die illegale Post angenommen und weitergesendet worden sind :D
 
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