Zum X-ten Male zur Verdeutlichung: Wer den Begriff "Gutmensch" in negativem, pejorativem Sinne verwendet und sich somit deutlich von dessen eigentlichem Bedeutungsgehalt distanziert, müsste sich selbst logischerweise als das Gegenteil ansehen. Also als Schlechtmensch.
Ich weiß nicht, warum du seit Monaten die gleiche Platte auflegst.
Zwischen Gutmenschen und Schlechtmenschen gibt es noch die Normalos.
Gutmenschen sind die Menschen, die ihr Gutsein unbedingt überall präsentieren müssen, und lassen sich dafür gerne auf die Schulter Klopfen.
Dabei übersehen diese aber die nicht selten schlechten Konsequenzen aus ihrem Handeln.
Ich fühle mich als Normalmensch, der hin- und wieder mal spendet, Kinder liebt, noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, sich seit der Kindheit noch nie geprügelt hat und jeden Tag brav zur Arbeit geht, um in das solziale Netz einzuzahlen. Ich benöte relativ lange, bis ich zu fremden Menschen einen Draht bekomme. Muss nicht schlecht sein.
Warum ich aber gleich ein Schlechtmensch sein soll, nur weil ich vor dem Ausführen guter Taten über die Konsequenzen nachdenke, erschließt sich mir nicht.
Von Schlechtmenschen brauchen wir wohl gar nicht anfangen. Beispiele gibt es in den Nachrichten zu Genüge.
). Sowas würde niemand ernsthaft als Kompliment sagen bzw es würde auch keiner so auffassen. Von daher ist es für mich ein Begriff, der vorn vornherein zur Abwertung "erfunden" wurde und niemals positiv behaftet war.
