Wurde hier auf Elfer für Bayern entschieden? Die Szene, bei der Prödl fällt, ist mMn eindeutiger. Liegt vielleicht aber auch daran, dass Lewa sich hier nicht fallen lässt.
Aber wir reden hier nicht über Fehlentscheidung oder nicht: Wir reden über Bayernbonus und Verschwörungstheorien. Das finde ich albern. Wenn Kinhöfer wollte, hätte er hier schon beim Stand von 0:0 Elfer für Bayern geben können.
Und auch wenn die Regel bei Benatia keinen Ermessensspielraum gibt, ist dieser Spielraum doch Gang und Gäbe. Bei taktischen Fouls wird Gelb auch oft stecken gelassen, insbesondere wenn es Gelb-Rot zur Folge hätte.
Nochmal: Ich diskutiere gerne sachlich über Fehlentscheidungen. Aber nicht über Verschwörungen. Schon aus logischen Gründen: Welches Interesse hätte die DFL und ihre Schiris, die Bayern - die zweistelligen Punktevorsprung haben haben - noch weiter zu bevorteilen? Ist doch unattraktiv.
Ich glaube nicht an Bayernbonus. Ich bin mir sicher, dass es einen "Großen-Bonus" gibt. Bei strittigen Entscheidungen ist der Favorit tendentiell die bessere, weil sicherere, Wahl. Das ist meist Bayern, ja. Aber Absicht sehe ich dahinter nicht. Das Problem ist das System, die Leistungsfähigkeit der Schiris. Ich habe mich geärgert über die Fehlentscheidung im Pokalfinale mit dem Tor. Aber das ist die unzumutbarste Entscheidung, mit der das Schiri-Team konfrontiert werden kann. Wir brauchen Hilfsmittel für die Schiedsrichter. Aber Verschwörungstheorien helfen niemandem weiter. So wird nur ein Keil zwischen die Vereine getrieben. Die müssen in solchen Themen aber zusammenarbeiten.
Für den Schiri nicht, der Linienrichter muss es aber sehen. Ärgerlich, damit wäre das Spiel wieder offen gewesen und mit genug Zeit im Rücken hätte man nicht ganz so sehr in Konter laufen müssen. Wir machen Fehler, der Schiedsrichter macht Fehler, so verliert man eben gegen Bayern. Aber was soll's, man kann dennoch halbwegs erhobenen Hauptes nach Hause gehen, das Team hat es versucht.
Wie schon erwähnt: Als das Ziehen beginnt sehen beide von Prödl die Front. Erst in der Luft dreht er sich, sodass der Linienrichter evtl. etwas sehen könnte. Also wenn der Linienrichter etwas hatte sehen können, dann nur sehr kurz. Heißt das dann beide stehen schlecht? Ich glaube nicht. Da waren ja auch noch andere potentielle Situationen, die sie im Blick hätten behalten sollen.
...ist damit gar nichts gesagt wenn man es nicht von der Seite sieht. Als wenn Prödl der erste Spieler wäre der sich in den Gegenspieler drängt und dann fallen lässt.
