Vom Vegetarier sein halte ich nichts, die Menschen waren schon immer Fleischfresser, also quasi Raubtiere.
Blödsinn, der Mensch ist schon immer omnivor, sprich ein Allesfresser.
Ich für meinen Teil bin seit Dezember des letzten Jahres auch Vegetarier.
Zum einen aus moralischen Gründen (Ich könnte nie selbst ein Tier töten und die Tatsache, dass diese Tiere von anderen getöten werden macht es nicht besser), zum anderen als eine Art "Protest" an den vorherrschenden Verhältnissen und der Skrupellosigkeit der Massentierhaltung.
Und ja, ich esse auch keinen Fisch, denn das sind nämlich auch Tiere.
Um gleich mal die absurde These aus der Welt zu schaffen, dass Vegetarier/Veganer anderen Tieren etwas wegessen, oder verantwortlich für die Erderwärmung sind

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Die Tiere in der Massentierhaltung werden oft mit Soja oder Mais, also generell Silage gefüttert (meist noch genmanipuliert, also werden damit auch noch dubiose Konzerne aus den USA wie z.B. Monsanto unterstützt, welche z.B. Kleinbauern in Amerika ihrer Existenzgrundlage berauben).
FÜr viele Tiere, wie z.B. Rinder sind Mais oder Soja jedoch gar nicht verträglich, der CO2 Ausstoß ist demnach noch verstärkt, ganz zu schweigen von der Masse der Tiere, die sich in solchen Anlagen befinden.
Des Weiteren werden für die Herstellung von Fleisch ca. 20.000 Liter Wasser benötigt und Regenwälder werden nicht etwa abgeholzt weil Nutzfläche für den Sojaanbau für Tofu etc. gebraucht wird, sondern einfach um noch mehr Futternmittel für die Massentierhaltung herzustellen.
Ca. 95 Prozent des weltweit produzierten Sojabohnen gehen in die Massentierhaltung...
Ich habe für mich festgestellt, dass ich, seit ich Vegetarier bin einfach viel mehr darauf achte, was in meinem Essen eigentlich drin ist und was ich esse.
Zudem koche ich viel öfter selber (dann zum Großteil sogar vegan) und probiere mich mit verschiedenen Sachen aus.
Man lebt einfach bewusster (Wobei ich nicht sagen möchte, das jemand der Fleisch ist sich nicht bewusst ernähren kann, aber erfahrungsgemäß machen es 95% der Leute nicht) und wird sich der Bedeutung von Nahrung mehr bewusst.
Viele sehen eben nur die Hühnerbrust im Kühlregal... aber nicht das ganze Tier... und was es in seinem erbärmlich kurzen Leben alles über sich ergehen lassen muss.
Jeder der meint er könnte nicht ohne Fleisch leben hat es noch nie probiert, ist einfach nur zu faul oder mental zu schwach so etwas durchzuziehen.
Ich für meinen Teil finde auch, dass Fleisch sehr gut schmeckt, aber aus den oben genannten Gründen verzichte ich eben drauf... und komme damit super klar.
Ich finde es immer wieder erstaunlich mich dafür zu rechtfertigen, warum ich denn kein Fleisch mehr esse.. ich frage die Leute ja auch nicht warum sie es unterstützen, dass Lebewesen mit Schmerzempfinden für ihr Verlangen nach Nahrung getötet werden, wo es doch so viele andere Möglichkeiten gibt sich ausgewogen zu ernähren.
Jeder der gerne Fleisch essen möchte, sollte sich vielleicht mal vor Augen führen, was er machen würde, wenn es eben keine Massentierhaltung geben würde... wie viele von euch hätten das Zeug auf die Jagd zu gehen und Tiere zu erlegen? (Wobei das wahrscheinlich nur eine Sache der Routine ist... irgendwann stumpft halt jeder ab)
Alles in Allem respektiere ich jeden der meint Fleisch essen zu wollen, aber mich beschleicht oft so das Gefühl, dass viele sich eben der oben genannten Tatsachen nicht bewusst sind... und mit diesem, ich nenne es jetzt mal "kostbaren Gut", das eigentlich schon gar nicht mehr kostbar oder luxuriös ist, umgehen als wäre es eine Tafel Schokolade.
Ach ja, ein Kind, welches sich noch im Wachstum befindet vegetarisch oder vegan zu ernähren halte ich auch für fahrlässig und unklug. Dennoch sollte man bei der Qualität der Waren genau darauf achten und sich gut überleben was man seinem Kind kauft.
Danke für die Aufmerksamkeit, vielleicht entwickelt sich ja nochmal eine etwas regere Diskussion und nicht nur ein langweiliges Phrasengedresche der Fleischfraktion.
