Umweltminister Röttgen entlassen

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Hat sich Röttgen eigentlich schon geäußert? Die Kanzlerin hat ja nur davon geredet, dass sie "den Herrn Bundespräsidenten" vorgeschlagen habe, Röttgen von seinen Aufgaben zu entbinden.
Dass das sein Wunsch war habe ich noch nicht gehört.

Nein. Bislang hat sich Röttgen dazu nicht geäußert und es ist meines Wissens ein einmaliger Vorgang. Weiß hier jemand, ob schon jemals ein Bundesminister von seinen Aufgaben entbunden wurde?

PS: Werd den Titel mal ändern.
 
Egal ob Rücktritt oder Rausschmiss: entscheiden muss nach Art.64 GG immer der Bundespräsident, der Kanzler hat nur ein Vorschlagsrecht. Gauck hätte also auch einen Rücktritt Röttgens ablehnen können.

Einen Rausschmiss gab es schon: Rudolf Scharping wegen seiner Honoraraffäre.

Oh. An Scharping hatte ich nicht gedacht.

In Bezug auf Gauck. Der weiß, wie es seinen Vorgängern ergangen ist. Der wird der "Gottesanbeterin" Merkel wohl kaum einen Wunsch ausschlagen.
 
Ich denke, dass er zwar im Rahmen seiner grundgesetzlichen Kompetenzen handeln würde, wenn er Röttgen im Amt belassen hätte, aber er im Grunde - unabhängig von der Person der Kanzlerin - keine Wahl hatte.
Sie ist es, die regiert, und daher muss auch sie wissen, mit welchem Personal sie das tut.

Jedenfalls zeigt die Entscheidung mal wieder einiges über die Psyche der Kanzlerin. Änhlich wie Helmut steht bei ihrem politischen Handeln vor allem ihr Wohl im Vordergrund - vielleicht ja aus dem Gedanken heraus, dass es eh niemand besser könne.
Begründet hat sie den Rauswurf ja mehr oder minder mit mangelnder Kompetenz, "ihre" Energiewende durchzusetzen. Aber war Röttgen eine Woche vorher kompetenter?
Ausschlaggebend war die Wahlniederlage. Aber warum hat sie ihm nicht vorher gesagt: "Wenn Du die Sache in Düsseldorf verbockst, brauchst Du gar nicht mehr wiederkommen!". Dann hätte er möglicherweise erst gar nicht kandidiert, oder zumindest klar gesagt, dass er Oppositionsführer werden wird.
Menschlich finde ich das unter aller Sau.
 
Merkels Problem war wahrscheinlich nichtmal Röttgens Niederlage, sondern das Wie der Niederlage und die dafür auffindbaren Ursachen. Röttgen präsentierte sich und damit die bedeutsame Landes-CDU NRW als bürgerfern, was genau gegen Merkels Wahlstrategie und ihrem Image als Kanzlerin eines gemeinsam starken Deutschlands geht.
 
Ich denke, dass er zwar im Rahmen seiner grundgesetzlichen Kompetenzen handeln würde, wenn er Röttgen im Amt belassen hätte, aber er im Grunde - unabhängig von der Person der Kanzlerin - keine Wahl hatte.
Sie ist es, die regiert, und daher muss auch sie wissen, mit welchem Personal sie das tut.

Jedenfalls zeigt die Entscheidung mal wieder einiges über die Psyche der Kanzlerin. Änhlich wie Helmut steht bei ihrem politischen Handeln vor allem ihr Wohl im Vordergrund - vielleicht ja aus dem Gedanken heraus, dass es eh niemand besser könne.
Begründet hat sie den Rauswurf ja mehr oder minder mit mangelnder Kompetenz, "ihre" Energiewende durchzusetzen. Aber war Röttgen eine Woche vorher kompetenter?
Ausschlaggebend war die Wahlniederlage. Aber warum hat sie ihm nicht vorher gesagt: "Wenn Du die Sache in Düsseldorf verbockst, brauchst Du gar nicht mehr wiederkommen!". Dann hätte er möglicherweise erst gar nicht kandidiert, oder zumindest klar gesagt, dass er Oppositionsführer werden wird.
Menschlich finde ich das unter aller Sau.

Tritt da so allmählich die Kanzlerdämmerung ein? Und seit Helmut Schmidt konnte eh keiner mehr Kanzler. Auch die Tante aus dem Osten der Republik macht da keinesfalls eine Ausnahme. Da kann sie ernennen und feuern solange sie lustig ist. Am Ende zählt ihre Leistung. Und das Ergebnis kennen wir ja...
 
Der Punkt ist ein anderer: Röttgen hat nicht kapiert, dass er es verbockt und dass seine Karriere zumindest vorerst vorbei ist. Darum wurde er gefeuert, nicht weil Merkel ihn loswerden wollte oder für inkompetent hielt. Nach dem Desaster war er erledigt und Merkel hat es gemerkt, er jedoch nicht. Das zeugt von einer dramatischen Fehleinschätzung der eigenen PErson und Lage, die einen gruseln lässt.
 
Der Punkt ist ein anderer: Röttgen hat nicht kapiert, dass er es verbockt und dass seine Karriere zumindest vorerst vorbei ist. Darum wurde er gefeuert, nicht weil Merkel ihn loswerden wollte oder für inkompetent hielt. Nach dem Desaster war er erledigt und Merkel hat es gemerkt, er jedoch nicht. Das zeugt von einer dramatischen Fehleinschätzung der eigenen PErson und Lage, die einen gruseln lässt.

:tnx:
 
Röttgen hat absichtlich in NRW verloren, weil kein Mensch, der so intelligent ist wie er, unabsichtlich Fehler macht, die jeder 10jährige erkennt. Er hatte null Bock auf NRW. Das er jetzt allerdings auch seinen Minister-Posten los ist, damit hat er nicht gerechnet.
 
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