Ging die Wahl der Aufsichtsratskandidaten problemlos vonstatten, erlebte das Präsidium wenig später beim Antrag eines Vereinsmitglieds zu den Drittliga-Ticketpreisen eine Schlappe. Es scheiterte mit einem eigenen, vermeintlich gut vorbereiteten Gegenantrag - selbst Teile der Geschäftsführung verweigerten die Zustimmung. Trotz Aufforderung von Präsident Fischer, das Votum abzugeben, ließen die Geschäftsführer Born, Müller und Allofs die Hände unten.
Für den Besuch der U-23-Spiele - bislang genossen Mitglieder und Dauerkarteninhaber auf Platz 11 freien Eintritt - muss seit dem Start der dritten Liga gezahlt werden. Zwischen vier und 15 Euro kosten die Karten für jeden Besucher. Werder beruft sich dabei auf die Durchführungsbestimmungen des DFB für die 3. Liga, und an die habe man sich zu halten, behauptete Fischer. Dabei spricht der DFB nur eine Empfehlung aus, die Fischer sogar zitierte: "Grundsätzlich sollte die Ausgabe von Frei- und Ehrenkarten zehn Prozent des Gesamtkontingents an Eintrittskarten nicht überschreiten."
In seinem Antrag forderte das Werder-Mitglied Hendrik Paul eine Absenkung der Preise auf zwei bis vier Euro für alle Mitglieder und Dauerkarteninhaber. Das Präsidium konterte mit dem Gegenantrag, nach dem es unter anderem zehn Prozent des Heimkontingents kostenlos an Mitglieder (150 Erwachsene, 100 Kinder) abgeben wollte. Doch die Versammlung unterstützte mit deutlicher Mehrheit den Antrag Pauls.
Über den Antrag entscheidet nun die Geschäftsführung der Werder GmbH. Präsident Fischer - als "Geschäftsführer Leistungszentrum Fußball und andere Sportarten" selbst in dem Gremium vertreten - hegt Sicherheitsbedenken und fordert die Ablehnung: "Das können wir nicht machen."
Quelle: Weser-Kurier von heute



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