Habe ja schon ein paar Seiten zuvor geschrieben, dass die Art der Schmähgesänge und Aktionen (Fadenkreuz) nicht in Ordnung finde und ablehne. Allerdings gehört das zum Fussball. Seit ich denke kann gibt es Gesänge und Aktionen die unterste Schublade sind. Von wirklich körperlicher Gewalt will ich gar nicht erst reden. Aber es ist nun mal Teil des Fussballs. Wenn ich mich auf das Feld begebe muss ich damit leben lernen.
Und ich bin - das wissen ja einige hier Forum politisch aktiv - und ich bin auch schon mal unverhältnismäßig ausgerastet. Und was man nicht nur im Wahlkampf an Beschimpfungen aushalten muss, ist zum Teil auf dem gleichen Niveau. Auch Gewalterfahrungen hat man schon machen müssen. Und dabei mach ich in erster Linie Kommunal und bremische Landespolitik (also besser Kommunalpolitik). Nur leider gehört es nun einmal dazu, dass man als politisch aktiver Bürger, kein Bürger, kein Mensch mehr ist, sondern Politiker und auch wirklich so ziemlich viele glauben sie dürften sich alles erlauben. Gehört nun einmal (leider) zum Geschäft dazu. Darüber kann man sich beklagen, man kann seine Aktivitäten einstellen. Das muss man wissen, wenn man sich auf diesem Feld bewegt.
Und genau das ist der "Vorwurf", den ich in Richtung Hopp mache: Er hat sich eben auf ein Feld bewegt, in dem es nicht gerade zimperlich zugeht. Und das hat er sich offensichtlich nicht bewusst gemacht.
Habe ja auch schon mal gesagt und dazu stehe ich, dass ich das Modell Hoffenheim tatsächlich in gewisser weise sympathisch finde, da es hier wirklich um einen Verein geht, mit dem Hopp langjährig verbunden ist, da er da selbst gekickt hat. Das ist kein dummdämliches Marketingspielzeug wie die Red-Bull-Clubs, bei denen es nur um die Vermarktung der Gummibärchenbrause geht, oder wie die englischen Modelle, wo es wirklich entweder nur Spielzeuge oder reine Renditeobjekte sind.