Es stimmt schon, dass das einen negativen Beigeschmack hat. Es zeigt einem Verein (in der Zukunft) halt auch mit welcher Art Geschäftspartner man es zu tun hat.
Trotzdem ist es halt legitim zu verhandeln und seine Ziele durchzusetzen.
Das was Ba und z.T. Farfan da machen ist aber etwas völlig anderes und eine ganze Dimension mieser.
1. klarer Vertragsbruch weil Arbeitsverweigerung
2. Sie senken damit ihre Ablöse und schaden ihren Vereinen so noch mehr.
Ba hat in Hoffenheim keine Zukunft mehr, das weiß jetzt jeder, warum sollte ich also eine hohe Ablöse zahlen? Die wollen ihn ja eh loswerden.
So etwas hat weder Özil noch Klose abgezogen.
Im Fall Farfan kann man wohl noch nicht von Vertragsbruch reden wegen Arbeitsverweigerung. Er ist - mal wieder - zu spät aus dem Urlaub zurückgekehrt, was schon viele Südamerikaner vor ihm gemacht haben. Er hat dummerweise ein Interview in seiner Heimat gegeben, in dem er seine Wechselabsichten ankündigte. Er sagte aber auch, dass er direkt mit FM darüber reden möchte. Das ist für mich soweit noch legitim.
Wenn einer meiner Mitarbeiter zu mir kommt und kurzfristig "wechseln" möchte, würde ich darüber ganz normal reden, aber primär erst mal klären, was die Gründe dafür sind. Wenns "nur" um die Kohle ginge, müsste ich halt abwägen, was mir dieser MA wert ist. Wenns inhaltliche oder zwischenmenschliche Probleme gäbe, die nicht zu überbrücken sind, würde ich ihn natürlich ziehen lassen. Was soll ich mit einem unzufriedenen und somit unmotivierten MA?
Es ist alles auch eine Frage des Wie. Wenn man vernünftig und sachlich an die Dinge rangeht, lässt sich meistens eine gemeinsam getragene Lösung finden. Kommt aber einer mit der Brechstange um die Ecke, dann würde ich auch komisch werden und auf Vertragserfüllung pochen.
Bei Ba sieht die Sache schon anders aus. Ein Streik bzw. Arbeitsverweigerung verstößt natürlich kolossal gegen das Arbeits- bzw. Vertragsrecht. In diesem Fall würde ich vermutlich auch alle Register ziehen, um diesen Kollegen zu zeigen, dass es rechtsverbindliche Verträge gibt. Wenn so etwas Schule macht, würde ich langsam aber sicher die Lust am Fußball verlieren.
Dummerweise gerät der Sport, um den es gerade uns Fans ja eigentlich geht, immer mehr in den Hintergrund.