Einige Auszüge aus dem Interview mit Tim aus dem aktuellen Werder Magazin:
Legende: WM = Werder Magazin; TM = Tim Wiese
WM: Tim, steht schon fest wann du wieder spielen kannst?
TM: Ich arbeite darauf hin, dass ich gegen Hertha BSC Berlin so weit bin. [...]
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WM: Hast du danach [Anmerkung: Nachdem die Verletzung festgestellt wurde] sofort mit Christian Vander Kontakt aufgenommen?
TM: Das war nicht nötig. Christian ist ebenfalls ein erfahrener Torhüter. Und ich wusste, dass er mich sehr gut vertreten würde.
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WM: Abwechslung gab es für dich zuletzt bei der Nationalmannschaft: Wie fällt dein Fazit des zurückliegenden Lehrganges und der Länderspiele aus?
TM: Sehr positiv. Ich war jetzt zum dritten Mal dabei - zwei Mal zu Länderspielen und dazu beim Abschied von Olli Kahn. Ich denke, dass ich mich gut eingebracht habe und dem Trainerteam zeigen konnte, was ich drauf habe.
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WM: War es undankbar, ausschließlich zu trainieren?
TM: Natürlich hätte ich lieber auch in einem der beiden Länderspiele gespielt. Und ich war enttäuscht, dass es nicht dazu kam. Aber ich habe trotzdem vesucht, weiter gut zu trainieren, hart zu arbeitem. Denn ich bin mir sicher, das meine Zeit in der Nationalmannschaft noch kommen wird.
WM: Wie hat dir Bundestrainer Joachim Löw erklärt, dass nicht du, sondern Rene Adler spielt?
TM: Ich habe es von unserem Torwarttrainer Andi Köpke erfahren. Er hat darauf hingewiesen, dass Rene Adler einen kleinen Vorsprung habe, weil er bei der EM dabei gewesen wäre und sich bei diesem Turnier vorbildlich verhalten und gut trainiert hat.
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WM: Wie siehst du deine Perspektiven in der Nationalmannschaft?
TM: Andreas Köpke hat mir ganz klar gesagt, dass ich meine Position im Team gefestigt habe. Dass die Trainer registriert haben, dass ich sehr gut trainiert und mich in die Mannschaft eingefügt habe. Ich rechne fest damit, dass ich zum nächsten Länderspiel gegen England Mitte November wieder eingeladen werde.
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WM: [...] Ist es Zufall, dass aus Gerry Ehrmanns Talentschmiede bei K'lautern neben dir auch noch Weidenfeller, Fromlowitz und Sippel hervorgegangen sind?
TM: Zufall ist es sicher, dass es ausgerechnet dort so viele Talente gab. Aber Gerry Ehrmann hat gerade für junge Torhüter ein gutes Händchen. Ich kam mit 19 Jahren nach Kaiserslautern, habe einige Monate sehr hart mit ihm trainiert und dadurch schnell den Spung in die Bundesliga geschafft. Ehrmann war ein Glücksfall für mich, hat mir in dieser Phase sehr viel beigebracht. Und auch Florian Fromlowitz habe ich noch kennen gelernt. Er spiele in der A-Jugend, als ich Kaiserslautern verließ und hat ebenfalls schnell den Sprunf in die Bundesliga geschafft. Man konnte bereits damals erkennen, dass er sehr viel Talent mitbringt und vor einer großen Zukunft steht.
WM: Was ist der Unterschied zwischen Gerry Ehrmann und Michael Kraft, deinem jetzigen Torwarttrainer bei Werder?
TM: Michael ist vor allem sehr viel ruhiger. Gerry Ehrmann ist ja bekannt dafür, dass er schon mal ein ziemlich loses Mundwerk hat. Und enn man als Towart nicht so mitmacht, wie er es sich vorstellt, dann gibt es schn mal einen richtigen Einlauf (lacht). Damals war ich in einem Alter, in dem mir das ganz gut tat. Und heute habe ich mit Michael Kraft jemanden, der mir ebenfalls wichtige Tipps gibt, damit ich mich weiterenetwickeln kann. Ich bin erwachsener und reifer geworden, brauche nicht mehr wie früher den Tritt in den Hintern.
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Sonst sagt er noch, dass er sich über Olli Kahns Lob freuen würde und es schade fände, dass er bei dessen Abschiedsspiel nicht mit ihm reden konnte, da dieser so viele Termine hatte. Außerdem hat er seine Ernährung umgestellt und füllt sich mittlerweile viel fitter als damals. Zur aktuellen Situation meint er, dass es besser werde, wenn man erst einmal die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive gefunden habe. Und außerdem erzählt er wie es zu seiner Verletzung kam.