Tim Wiese

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Er ist mitschuld, denn er ist ein wichtiger Bestandteil der Abwehr.
In puncto Spielaufbau ist auch Luft nach oben, vergeleiche bitte seine Abschläge. Die gehen in Richtung Mitspieler, treffen den anvisierten aber selten. Da hat ein Neuer eindeutig Vorteile gegenüber TW.

Ob er da Mitschuld ist, kann man als Zuschauer schlecht beurteilen, da musst du schon auf dem Platz stehen um das richtig bewerten zu können.
Der fußballerische Aspekt wird bei Torhütern extrem überbewertet. Der Großteil der Abwürfe oder Abschläge ist ohnehin kurz zum Verteidiger.
Neuers übermotiviert schnellen Abwürfe oder Abschläge gingen das ein oder andere Mal auch schon direkt zum Gegenspieler und haben so ne gefährliche Situationen für`s eigene Team eingeleitet.
 
Selbstredend beginnt das Defensivverhalten im Sturm und endet beim Torhüter.
Werder steht mE viel zu hoch mit den Verteidigern und wird daher oft durch Steilspiel der Geger überlaufen.
Werder will dadurch ein Pressing aufbauen und Ballverluste im MF provozieren. Dies ist speziell in dieser Saison komplett daneben gegangen. Erinnert Euch an die Heimspiele gegen Nürnberg, Mz und KL. Das sind allesamt Mannschaften, die fußballerisch schwächer sind, aber mit einfachen defensiven Mitteln Werder zum Stillstand gebracht haben. Die haben einfach nur ihre Konterchancen konsequent genutzt, wobei oft haarsträubende Fehler den Gegentoren vorangingen. Wenn man so weit nach vorne positioniert ist, muß man im MF diese Steilpässe verhindern. Das gelang diese Saison kaum.
Ergo sollte die Defensive weiter hinten stehen, wenn man schon solche Defizite Woche für Woche aufweist. Sicher ist das Sache von TS, aber auch von TW als Führungsspieler.
 
Sehe ich anders. Wiese ist fraglos ein guter Torhüter, in der vergangenen Saison jedoch war er kein Faktor für Werder. Weder nach oben, noch nach unten.

Von einigen wenigen Spielen abgesehen hat er keine Spiele dabei gehabt, in denen er sogenannte "Unhaltbare" herausgefischt hat und verursachte in einer Kombination aus Frust und Fehleinschätzung eine für Werder höchstgefährliche Situation, als er völlig zurecht vom Platz gestellt wurde.

Seine fußballerischen Schwächen sollten zwar nicht überbewertet, aber auch nicht unter den Teppich gekehrt werden. Hier sind ihm fast alle anderen Torhüter einen Schritt voraus - und die Wahrscheinlichkeit, dass Wiese in diesem Bereich noch aufschließt, ist in meinen Augen gering.

Tim Wiese hat seine Stärken in meinen Augen eindeutig auf der Linie - und hier boten sich, das muss man fairerweise dabei sagen, wenig Gelegenheiten, sich wirklich auszuzeichnen. Die meisten Chancen der jeweiligen Gegner basierten auf der Tatsache, dass den Gegnern viel zu viele Räume offenbart wurden. So große Räume, dass der zweite klare Pluspunkt Wieses, das Eins gegen Eins, ebenfalls kaum zum Tragen kam.

So, wie die Saison für Werder gelaufen ist, war es für Wiese ein grauenhafter Zustand. Es gab auf der einen Seite wenig Möglichkeiten, sich in den Vordergrund zu spielen - auf der anderen musste er aber sehr häufig den Ball aus dem eigenen Netz holen.

Angesichts des Saisonverlaufs glaube ich, dass wir mit JEDEM anderen Torhüter genauso abgeschnitten hätten, wie wir abgeschnitten haben. Für einen Torhüter wars halt eine sehr undankbare Situation.

Tolles Posting. Man hätte zur Abrundung noch den namen "Mielitz" als Beispiel dafür erwähnen können, das man ohne Wiese nicht unbedingt schlechter abgeschlossen hätte.

Tim hatte diese Saison nun auch keineswegs seine beste.
Neben einigen unglaublich tollen Leistungen (zB. Rückrunde in Frankfurt) gab es auch Spiele, wo er nur das hielt, was man unbedingt halten muss und er etliche Tore kassierte, die ein Nationaltorwart auch mal halten kann.

@Eisbaer: Wenn ich in einem Thema poste, ist es aktuell. Neu ist kaum ein Thema, in welchem Du postest.
 
Danke für die Blumen... ;)

Ich würde mein Posting sogar noch um die aus meiner Sicht völlig richtigen Schlussfolgerungen von Syker ergänzen, denn es ist in der Tat so, dass Wiese in der Organisation der Viererkette kein wirklich großer ist.

In diesem Zusammenhang ist es natürlich auch so, dass Wiese eine gewisse Mitschuld an dem extrem wackligen Gesamtgebilde hatte, das Werder in dieser Saison abgegeben hat. Hinzu kommt noch, dass die Körpersprache Wieses alles andere als positiv war und ist - was besonders in dem Moment zu deutlich wurde, wo der junge Mielitz den Platz zwischen den Pfosten einnahm, bzw. einnehmen musste.

Auch, wenn diejenigen, die bei der Bewertung von Leistungen lieber Sympathien und Emotionen als Grundlage verwenden, anstatt Tatsachen zu bewerten, es nicht gerne hören, so muss man doch einräumen, dass Wiese in der vergangenen Rückrunde, aber auch Saison deutlich hinter Neuer, Adler, Baumann, Zieler, Weidenfeller und auch Fährmann zurückstand.

Internationale Klasse wäre absolut vermessen. Sie blitzte nur sehr sporadisch auf - und sollte von einem guten Bundesligatorwart von Zeit zu Zeit auch erwartet werden dürfen.

Wie Du schon richtig sagst, die Saison von Wiese war kein Meisterstück und er hat in den vergangenen Jahren schon deutlich besseres gezeigt. Allerdings, und hier komme ich gerne auf mein vorheriges Posting zurück, muss man ihm auch zugute halten, dass es in diesem Jahr auch besonders schwierig war, bei Werder im Tor zu stehen und gleichzeitig eine gute Figur abzugeben.
 
Selbstredend beginnt das Defensivverhalten im Sturm und endet beim Torhüter.
Werder steht mE viel zu hoch mit den Verteidigern und wird daher oft durch Steilspiel der Geger überlaufen.
Werder will dadurch ein Pressing aufbauen und Ballverluste im MF provozieren. Dies ist speziell in dieser Saison komplett daneben gegangen. Erinnert Euch an die Heimspiele gegen Nürnberg, Mz und KL. Das sind allesamt Mannschaften, die fußballerisch schwächer sind, aber mit einfachen defensiven Mitteln Werder zum Stillstand gebracht haben. Die haben einfach nur ihre Konterchancen konsequent genutzt, wobei oft haarsträubende Fehler den Gegentoren vorangingen. Wenn man so weit nach vorne positioniert ist, muß man im MF diese Steilpässe verhindern. Das gelang diese Saison kaum.
Ergo sollte die Defensive weiter hinten stehen, wenn man schon solche Defizite Woche für Woche aufweist. Sicher ist das Sache von TS, aber auch von TW als Führungsspieler.

Dass der Eindruck entsteht, dass wir mit der Viererkette zu hoch stehen, liegt in meinen an zwei gänzlich anderen Faktoren. Einen von ihnen hast Du schon recht treffend beschrieben: Die Absicherung hinter der Viererkette ist so gut wie gar nicht gegeben, weil es eben nicht gerade zu den Stärken Wieses gehört, Situationen im Raum richtig einzuschätzen und sie fußballerisch zu bereinigen, ehe sie gefährlich werden, wie es auch nicht zu seinen Stärken gehören dürfte, eine konstruktive Kommunikation mit den Innenverteidigern zu betreiben. Schließlich gehört es, Du sagst es selbst, auch zu seinen Aufgaben, die Viererkette mit zu organisieren.

Viel gravierender allerdings ist in meinen Augen, dass man trotz gut vorgeschobener Viererkette von Seiten des Mittelfeldes zu wenig Druck auf den Gegner ausübt. Da, wo es eigentlich die Aufgabe von Frings, Bargfrede und Co. gewesen wäre, die Räume eng zu machen, Passwege zuzustellen und Druck auf den Gegner auszuüben, um Ballverluste zu provozieren, wurde schlichtweg viel zu oft viel zu viel Platz für einen Pass in die Tiefe gelassen.

Wenn dieser Druck im Mittelfeld, an dem sich auch die Stürmer zu beteiligen haben, fehlt, sieht eine Viererkette in der Regel immer schlecht aus, weil sie sich permanent mit Stürmern auseinanderzusetzen haben, die aus dem vollen Lauf kommen, während man sich selbst mehr oder weniger in der Vorwärtsbewegung befindet.

Gleichzeitig wird eine solche Situation für einen Torwart auch immer zum va banque Spiel. Sie ist nahezu immer schwer einzuschätzen, die Entscheidungsspielräume sind immer kurz und die Entscheidugsmöglichkeiten sind begrenzt. Kommt man raus? Bleibt man drin? Das ist eine Entscheidung, die in Bruchteilen von Sekunden zu fällen ist - und Wiese ist bei weitem nicht der einzige Torhüter, der mit diesen Situationen massive Probleme hat.

Aus diesen Gründen stehe ich auch auf dem Standpunkt, dass wir weder ein Torwartproblem, noch ein größeres Problem in der Viererkette haben. Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem unserer aktuellen Mannschaft in der taktischen Reife und der Work Ethic unseres Mittelfeldes und unserer Stürmer, wenn es um die Defensivarbeit geht.
 
Hey Pan

Gute sachliche Postings muss ich sagen. Aber Tim Wiese hier im Forum nüchtern und objektiv zu beurteilen ist ein recht hoffnungsloser Unterfangen, und man wird schnell mal als Troll bezeichnet. Ich kenne das, und warne dich nur vor ;)


Ich finde auch dass Tim Wiese keine überragende Saison gespielt hat, und vor allem nicht konstant. Und du, Pan, siehst die 1gg1-Situation als seine zweitgrößte Stärke neben seinen Reflexen. Das sehe ich nicht so, denn gerade da offenbart er noch die ein oder andere gravierende Schwäche, vor allem die Tatsache dass er oft ungestüm, mit zwei Füssen woran bzw auf dem Rücken in die 1gg1-Situation geht. Das ist etwas, was man bereits in der D-Jugend sich abgewöhnen sollte.

Fährmann sehe ich jetzt nicht besser, Rensing hat nur eine Halbserie gespielt. Neuer und Weidenfeller stehen diese Saison allerdings klar vor ihm. Es erstaunt mich dass er in manchen Disziplinen wieder in seine alten Fehler verfallen ist, die er in den letzten zwei Jahren schon fast abgestellt hatte. Vor allem auch in puncto Strafraumbeherrschung und Mitspielen.

In Sachen Sprungkraft und Reflexe ist er unangefochten der beste der Buli.
 
Neben einigen unglaublich tollen Leistungen (zB. Rückrunde in Frankfurt) gab es auch Spiele, wo er nur das hielt, was man unbedingt halten muss und er etliche Tore kassierte, die ein Nationaltorwart auch mal halten kann.

Kannst du da auch ein paar Beispiele nennen?


Auch, wenn diejenigen, die bei der Bewertung von Leistungen lieber Sympathien und Emotionen als Grundlage verwenden, anstatt Tatsachen zu bewerten, es nicht gerne hören, so muss man doch einräumen, dass Wiese in der vergangenen Rückrunde, aber auch Saison deutlich hinter Neuer, Adler, Baumann, Zieler, Weidenfeller und auch Fährmann zurückstand.

:lol::lol::lol::lol::lol::lol:
 
Hey Pan

Gute sachliche Postings muss ich sagen. Aber Tim Wiese hier im Forum nüchtern und objektiv zu beurteilen ist ein recht hoffnungsloser Unterfangen, und man wird schnell mal als Troll bezeichnet. Ich kenne das, und warne dich nur vor ;)


Ich finde auch dass Tim Wiese keine überragende Saison gespielt hat, und vor allem nicht konstant. Und du, Pan, siehst die 1gg1-Situation als seine zweitgrößte Stärke neben seinen Reflexen. Das sehe ich nicht so, denn gerade da offenbart er noch die ein oder andere gravierende Schwäche, vor allem die Tatsache dass er oft ungestüm, mit zwei Füssen woran bzw auf dem Rücken in die 1gg1-Situation geht. Das ist etwas, was man bereits in der D-Jugend sich abgewöhnen sollte.

Falsch! Meistens ist es nicht möglich mit dir nüchtern und sachlich zu diskutieren, da du meistens provokant und sarkastisch bis hin zu überheblich postest.

Wenn ich dann aber solche Sachen lese:
Auch, wenn diejenigen, die bei der Bewertung von Leistungen lieber Sympathien und Emotionen als Grundlage verwenden, anstatt Tatsachen zu bewerten, es nicht gerne hören, so muss man doch einräumen, dass Wiese in der vergangenen Rückrunde, aber auch Saison deutlich hinter Neuer, Adler, Baumann, Zieler, Weidenfeller und auch Fährmann zurückstand.
frage ich mich, wo das sachlich ist? Das ist deine werte Meinung (@Pan#99) aber sachlich ist das nicht.
Fährmann vor Wiese? Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln!
Adler? Diese Saison oder generell? Er hat diese Saison nichts aber auch gar nichts geleistet, was ihn vor Wiese stehen lassen würde.
Weidenfeller steht nur so gut dar, weil er die besten IVs der Liga vor sich hat, dazu noch zwei AVs der Oberklasse. Ein Weidenfeller ist genau derselbe Typ wie Wiese, fussballerisch hat der niemals mehr drauf, Organisation der Abwehr sehe ich bei ihm auch nicht, also warum soll er ein besserer Keeper sein?

Zum Thema Torhüter und fussballerisches Können:
Woran wird das festgemacht? An Ballannahmen, an Abwürfen?
Wo ist der Unterschied zwischen Wiese und z.B. dem genannten Van der Sar (der spielende Torwart)? Wiese wird mindestens genauso oft vom Verteider angespielt und verteilt den Ball dann weiter.
Kann mir da mal einer erläutern, wo da der großer Unterschied sein soll und warum das so ein KO-Kriterium für einen guten Torhüter sein soll?
 
Falsch! Meistens ist es nicht möglich mit dir nüchtern und sachlich zu diskutieren, da du meistens provokant und sarkastisch bis hin zu überheblich postest.

Komisch dass es mit vielen funktioniert, in den verschiedensten Threads. Nur im Wiese-Thread nicht.


Zum Thema Torhüter und fussballerisches Können:
Woran wird das festgemacht? An Ballannahmen, an Abwürfen?
Wo ist der Unterschied zwischen Wiese und z.B. dem genannten Van der Sar (der spielende Torwart)? Wiese wird mindestens genauso oft vom Verteider angespielt und verteilt den Ball dann weiter.
Kann mir da mal einer erläutern, wo da der großer Unterschied sein soll und warum das so ein KO-Kriterium für einen guten Torhüter sein soll?

Gerne. Klar wird Wiese genauso oft angespielt wie Van der Sar. Aber vergleiche dann mal was danach passiert. Wie oft landet ein weiter Abschlag von Van der Sar bei seinem Mitspieler und wie oft beim Gegner oder im Aus. Ich bin bereit zu wetten, dass es in keinster Weise so oft ist wie bei Wiese. Genauso die Ballannahme. Wenn dir der Ball nicht 2m vom Fuss wegspringt wie es bei Wiese öfters der Fall ist, hast du schon mal mehr Zeit zum Gucken wo der nächste Mann steht. Eine Spieleröffnung wie zb bei Mielitz vor einem Tor (kann mich grade nicht mehr erinnern welches das war) hab ich von Wiese in den Jahren noch nicht oft gesehn. Meist wird der Ball nach vorne gekloppt, manchmal sogar ins Aus.

Das ist kein KO-Kriterium für einen guten Torwart. Wenn einer die Bälle nicht festhalten kann, oder Reflexe hat wie ne tote Ente, dann nutzen Ballkünste eines Messi nichts für einen Keeper. Aber es ist eine Eigenschaft, ein gewisser Prozentsatz des Reportoire eines Torhüters. Und wenn zwei Keeper im Vergleich beide die gleich guten Reflexe, gleich gute Sprungkraft und gleich gute Antizipation haben, und der eine kann zusätzlich auch mal Mitspieler anspielen, präszise und auch über 30m, wird der immer der bessere Torhüter sein.

Ich hoffe, das war sachlich genug
 
Gerne. Klar wird Wiese genauso oft angespielt wie Van der Sar. Aber vergleiche dann mal was danach passiert. Wie oft landet ein weiter Abschlag von Van der Sar bei seinem Mitspieler und wie oft beim Gegner oder im Aus. Ich bin bereit zu wetten, dass es in keinster Weise so oft ist wie bei Wiese. Genauso die Ballannahme. Wenn dir der Ball nicht 2m vom Fuss wegspringt wie es bei Wiese öfters der Fall ist, hast du schon mal mehr Zeit zum Gucken wo der nächste Mann steht. Eine Spieleröffnung wie zb bei Mielitz vor einem Tor (kann mich grade nicht mehr erinnern welches das war) hab ich von Wiese in den Jahren noch nicht oft gesehn. Meist wird der Ball nach vorne gekloppt, manchmal sogar ins Aus.

Das ist kein KO-Kriterium für einen guten Torwart. Wenn einer die Bälle nicht festhalten kann, oder Reflexe hat wie ne tote Ente, dann nutzen Ballkünste eines Messi nichts für einen Keeper. Aber es ist eine Eigenschaft, ein gewisser Prozentsatz des Reportoire eines Torhüters. Und wenn zwei Keeper im Vergleich beide die gleich guten Reflexe, gleich gute Sprungkraft und gleich gute Antizipation haben, und der eine kann zusätzlich auch mal Mitspieler anspielen, präszise und auch über 30m, wird der immer der bessere Torhüter sein.

Ich hoffe, das war sachlich genug

Danke für die Ausführungen, das ist für mich sehr sachlich. Ich bin da deiner Meinung, dass wenn beide die gleichen Reflexe etc. haben, dann ist der mit der besseren "Ballbehandlung" der bessere Torhüter.
Aber für mich ist dieser Unterschied so minimal, dass ich niemals einen Fährmann, Adler oder Zieler vor Wiese sehen würde. Für mich zählen Reflexe und Reaktionen wesentlich mehr, als präzise Abschläge. Und bei diesen Eigenschaften sehe ich Wiese vor Adler, Weidenfeller usw.
Neuer lasse ich jetzt mal außen vor, selbst ich muss zugeben, dass Neuer derzeit der beste Keeper ist ;) (auch wenn ich mir die Patzer der Rückrunde angucke :))

Ich kann einige Stimmen hier im Forum in keinster Weise nachvollziehen, die Wiese als Mittelmaß darstellen wollen, nur weil er kein Brasilianer am Ball ist.(übertrieben gesagt)
 
100% Zustimmung an Campino
Wiese ist ein guter Torhüter, aber aufgrund der oben beschriebenen Mängel kein herausragender. Diese Fähigkeiten fehlen ihm.
Seine Reflexe auf der Linie, zB gegen Gekas, sind natürlich spektakulär, was ihn bei den Fans sehr in den Fokus rückt. Aber Mitgestaltung der Defensive ist bei ihm nicht gut. Abschläge zwar in Richtung des Mitspielers, aber selten genau.
 
Danke für die Ausführungen, das ist für mich sehr sachlich. Ich bin da deiner Meinung, dass wenn beide die gleichen Reflexe etc. haben, dann ist der mit der besseren "Ballbehandlung" der bessere Torhüter.
Aber für mich ist dieser Unterschied so minimal, dass ich niemals einen Fährmann, Adler oder Zieler vor Wiese sehen würde. Für mich zählen Reflexe und Reaktionen wesentlich mehr, als präzise Abschläge. Und bei diesen Eigenschaften sehe ich Wiese vor Adler, Weidenfeller usw.
Neuer lasse ich jetzt mal außen vor, selbst ich muss zugeben, dass Neuer derzeit der beste Keeper ist ;) (auch wenn ich mir die Patzer der Rückrunde angucke :))

Ich kann einige Stimmen hier im Forum in keinster Weise nachvollziehen, die Wiese als Mittelmaß darstellen wollen, nur weil er kein Brasilianer am Ball ist.(übertrieben gesagt)

Das ist auch übertrieben, und das hab ich zumindest nie gesagt, dass Wiese Mittelmass ist.

Und ich habe auch gesagt, dass ich nur Neuer und Weidenfeller diese Saison vor ihm sehe. Neuer hat einige Weltklasseleistungen abgerufen, vor allem auch in der CL, und hatte nur in der Rückrunde seine Wackler, eventuell durch das Wechseltheater. Weidenfeller war nicht herausragend aber fehlerfrei und absolut souverän. Warum sollte man das immer auf die IV schieben. Wiese war relativ konstant, hat aber in seiner Weiterentwicklung einen Rückschritt gemacht, wie ich bereits anmerkte, und hatte ebenfalls ein paar Unsicherheiten, Wackler, Fehler im Reportoire, vor allem vor seiner Verletzung in der Hinrunde.
 
Wenn ich dann aber solche Sachen lese:

Auch, wenn diejenigen, die bei der Bewertung von Leistungen lieber Sympathien und Emotionen als Grundlage verwenden, anstatt Tatsachen zu bewerten, es nicht gerne hören, so muss man doch einräumen, dass Wiese in der vergangenen Rückrunde, aber auch Saison deutlich hinter Neuer, Adler, Baumann, Zieler, Weidenfeller und auch Fährmann zurückstand.

frage ich mich, wo das sachlich ist? Das ist deine werte Meinung (@Pan#99) aber sachlich ist das nicht.

Fährmann vor Wiese? Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln!
Adler? Diese Saison oder generell? Er hat diese Saison nichts aber auch gar nichts geleistet, was ihn vor Wiese stehen lassen würde.
Weidenfeller steht nur so gut dar, weil er die besten IVs der Liga vor sich hat, dazu noch zwei AVs der Oberklasse. Ein Weidenfeller ist genau derselbe Typ wie Wiese, fussballerisch hat der niemals mehr drauf, Organisation der Abwehr sehe ich bei ihm auch nicht, also warum soll er ein besserer Keeper sein?

Zum Thema Torhüter und fussballerisches Können:
Woran wird das festgemacht? An Ballannahmen, an Abwürfen?
Wo ist der Unterschied zwischen Wiese und z.B. dem genannten Van der Sar (der spielende Torwart)? Wiese wird mindestens genauso oft vom Verteider angespielt und verteilt den Ball dann weiter.
Kann mir da mal einer erläutern, wo da der großer Unterschied sein soll und warum das so ein KO-Kriterium für einen guten Torhüter sein soll?

Zunächst einmal hat niemand gesagt, dass die fußballerischen Schwächen Wieses ein K.O.-Kriterium sind - weil sie es schlicht und ergreifend nicht sind.

Darüber hinaus ist meine Darstellung, dass einige hier bei Bewertungen Symathien und Emotionen vor tatsächlich erbrachten Leistungen einordnen, durchaus sachlich. Diese Bewertungen sind, wie nicht zuletzt Deine Ausführungen belegen, unter Fans weit verbreitet, steht Fans auch absolut zu und ist in keinster Weise verwerflich, allerdings erschweren sie eine fachliche Diskussion ungemein.

Wie auf jeder anderen Position gibt es eben verschiedene Typen von Torhütern und nicht jeder Torhüter passt zwingend zur Spielweise seine Mannschaft. Ich behaupte, dass ein Tim Wiese bei einem Club wie Kaiserslautern aufgrund dessen Spielanlage mit hoher Wahrscheinlichkeit weit besser aufgehoben wäre, als er es bei Werder ist.

Nicht, weil Kaiserslautern ein Underdog ohne größere Ambitionen ist, sondern, weil Kaiserslauterns Spielweise die Stärken Wieses voll zum Tragen bringt, was man auch an Kevin Trapp beobachten konnte, der ähnlich Weidenfeller ein sehr ähnlicher Typ Torhüter ist, wie Wiese. Bei diesen drei Torhütern kommt die Ehrmann-Schule in Kaiserslautern klar zum Vorschein: Hervorragende Reflexe, überragende Leistungen auf der Linie, große Dynamik.

Werders Spielweise jedoch kommt Wiese (eigentlich schon seit Jahren) nicht wirklich entgegen und macht es schwierig für Wiese, seine Fähigkeiten voll zum Tragen kommen zu lassen. Das ist besonders gut daran zu erkennen, dass Wiese in den Spielen seine besten Leistungen abrief, in denen Werder mit einer (teilweise sehr) defensiven Grundausrichtung ins Spiel ging. Das Rückspiel in der Commerzbank-Arena war da zweifellos das Paradebeispiel, aber auch die einstigen "Endspiele" gegen den HSV und Leverkusen in den jeweiligen Saisonendspurten.

Spielt Werder tief, spielt Wiese gut bis sehr gut und wird ein extremer Faktor. Dieses tiefe Spiel ist allerdings nicht das Spiel des SV Werder - jedenfalls nicht in den weit überwiegenden Spielen.

Und hier passen anderen Torhüter eben weit besser zur Philosophie ihrer Clubs. Unter anderen auch Ralf Fährmann bei der Eintracht. Der Wert Fährmanns für die Eintracht war trotz des Abstiegs in meinen Augen höher einzustufen, als es der Wert Wieses für Werder in dieser Saison war. Dass Wiese unterm Strich dennoch (noch) der bessere Torhüter als Fährmann ist, steht für mich dabei außer Frage - und dennoch ist es in meinen Augen so, dass Fährmann im Ranking der Rückrunde vor Wiese einzustufen ist.

Klingt ein wenig kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach zu verstehen und in keinster Weise ein Angriff auf Wiese. Vielmehr richtet sich die Kritik an die sportliche Leitung, die es (nicht nur im Fall Wiese) versäumte, ein System zu finden, in dem die Stärken des eigenen Personals mehr zum Tragen kommen, als das durch die Schwächen vorhandene Risiko.
 
Genau, wird standen also tief im Rückspiel gegen die Eintracht, deshalb entstanden alle großen Chancen der Eintracht auch durch hohe lange Bälle über unsere Viererkette.

Fährmann hat in der Rückrunde regelmäßig zwischen Welt- und Kreisklasse gependelt, wie viele Eintracht Spiele hast du denn gesehen, nur das gegen uns?
 
Auch, wenn diejenigen, die bei der Bewertung von Leistungen lieber Sympathien und Emotionen als Grundlage verwenden, anstatt Tatsachen zu bewerten, es nicht gerne hören, so muss man doch einräumen, dass Wiese in der vergangenen Rückrunde, aber auch Saison deutlich hinter Neuer, Adler, Baumann, Zieler, Weidenfeller und auch Fährmann zurückstand.

:lol: Genial!
Hast du mal Spiele von Franfurt gesehen? Da konnte sich Fährmann die ein oder andere Niederlage auf seine Kappe schreiben, z.B. in Hoffenheim.
Zieler? Hat nur die Rückrunde gespielt - zwar sehr überzeugend, aber ihn mit Wiese vergleichen, lächerlich! Baumann und Adler haben auch eine gute Saison gespielt, aber auch hier kann man beide zurzeit nicht mit Wiese messen.Und Neuer? Ja, Mr.Weltklasse (:D), der hat ne super Rückrunde gespielt, da könnt ich dir 10 Fehler aufzählen.
Grundsätzlich hast du aber recht, dass z.B. Neuer der bessere Fussballer ist.Kann man nicht abstreiten.Auch seine Abwürfe sind natürlich klasse - wenn sie denn ankommen. ;)
Und das ist es eben, solche Sachen können auch schnell nach hinten losgehen, wie man bei Neuer schon oft sehen konnte.
Und jetzt mal zu Wiese:Ich kann mich in dieser Saison nicht an einen schwerwiegenden Fehler erinnern.Gegen Wolfsburg sah er nicht gut aus, aber da von einem krassen Torwartfehler zu sprechen halte ich für falsch.
Gegen Bayern hat er Müller weggesenst, ok, das war wohl purer Frust.
Aber Wiese jetzt teilweise für unsere miserablen Abwehrleistungen in dieser Saison zu kritisieren ist ja wohl lachhaft.
Und auch in Situationen, wo lange Bälle durch unsere Viererkette gespielt wurden, hatte Wiese immer den richtigen Riecher und hat die Bälle gut klären können, wenn man mal vom Bayern-Spiel absieht.
 
Werders Spielweise jedoch kommt Wiese (eigentlich schon seit Jahren) nicht wirklich entgegen und macht es schwierig für Wiese, seine Fähigkeiten voll zum Tragen kommen zu lassen. Das ist besonders gut daran zu erkennen, dass Wiese in den Spielen seine besten Leistungen abrief, in denen Werder mit einer (teilweise sehr) defensiven Grundausrichtung ins Spiel ging. Das Rückspiel in der Commerzbank-Arena war da zweifellos das Paradebeispiel, aber auch die einstigen "Endspiele" gegen den HSV und Leverkusen in den jeweiligen Saisonendspurten.

Spielt Werder tief, spielt Wiese gut bis sehr gut und wird ein extremer Faktor. Dieses tiefe Spiel ist allerdings nicht das Spiel des SV Werder - jedenfalls nicht in den weit überwiegenden Spielen.

Sehe ich anders, Wiese hat z.B. absolut Weltklasse gegen Frankfurt gehalten, dort haben wir auch offensiv gespielt. Gegen Stuttgart haben wir zwar 0:6 verloren, trotzdem hat Wiese ein klasse Spiel gemacht.
Dies sind nur zwei Beispiele die deine These wiederlegen.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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