Tim Borowski

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Zitat von ÜbermHullmannschild;864418:
Denn: es hat gar keiner gegen Tim Borowski gepfiffen – ganz im Gegenteil. Fast alle in meinem Block fanden die Einwechslung zu diesem Zeitpunkt richtig.
....
Mit Boro hat das nichts zu tun, auch wenn der mal wieder Fußball spielen könnte.
Tja, so unterscheiden sich die Wahrnehmungen. Bei mir haben sie sechs Reihen drunter gegen Boro gepfiffen, als der sich zur Einwechslung bereit machte und geschimpft wurde in nächster Nähe schon auf ihn, bevor er überhaupt auf dem Platz war.
 
Völlig egal wie schlecht ein Spieler spielt...den eigenen Spieler auszupfeiffen ist echt das Letzte und wird mit Sicherheit nicht dazu beitragen, dass er in Zukunft wieder bessere Leistungen bringt. Und jemanden schon bei der Einwechslung auszupfeiffen ist noch schlimmer, ihn bewerten, bevor er auch nur die Chance hatte, etwas zu beweisen!
Pfiffe sind meiner Meinung nach immer Mist, denn wenn die Mannschaft schlecht spielt, heißt das nicht, dass sie nicht auch lieber besser spielen würde. Aber den eigenen Spieler auspfeiffen - dazu fehlt mir wirklich jedes Verständnis!:o

:tnx:

Bei Dusko machen wir ne ausnahme ;)
 
Özil auszupfeifen ist doch genauso assozial.
Aber 98% der Pfiffe galten Boro!

Hm, wie gesagt, dass war bei uns anders – und ich habe auch nicht gepfiffen!!!! Ich hab mich nur verbal über den Standfußball vom Kollegen Özil aufgeregt, und dass darf man ja wohl. Der erinnert mich nämlich langsam an den Kollegen Klose, nur hat der vor der WM ein Riesenjahr abgeliefert!
 
woher wissen die Spieler auf dem Platz wem die Pfiffe gelten?

Von einem Spieler, der so und so viele Millionen im Jahr verdient, erwarte ich, dass er bei einer Einwechslung wenigstens mal schnell eine Prozentrechnung macht, wem aus der Mannschaft die Pfiffe zu welchen Anteilen gelten! Pfui, noch nicht mal das schafft Boro!

Ansonsten ... Marin wird doch so gut wie immer in den letzten 10-15 min ausgewechselt.
Wird übrigens sonst auch jedesmal gepfiffen, wenn der Trainer nicht den angemessenen Spieler auswechselt? Vielleicht könnte man es ja auch mal mit Voting versuchen, alle Zuschauer dürfen abstimmen, wen sie rausschmeißen ...

:svw_schal: Auf dass die Fans Boro morgen unterstützen (sollte er spielen oder eingewechselt werden) wie jeden anderen in der Mannschaft auch! :svw_schal:
 
... jedenfalls nicht gegen unsere eigene Mannschaft. Als Ersatzkandidaten schlage ich schon mal den Schiri vor. :) Die haben es ja eigentlich immer verdient.:lol: :svw_schal:
 
Ich habe gerade einen interessanten Kommentar zum Kreiszeitungs-Artikel gelesen. Den lasse ich mal ohne Wertung hier stehen...

Zitat von Hibernian:
Ich bin zwar mit Boros Leistungen auch überhaupt nicht zufrieden, aber einen eigenen Spieler auspfeifen (der auch noch fast die Hälfte seines Lebens bei Werder verbracht hat) geht gar nicht.
Als Enke gestorben ist, da haben alle konduliert und geschrieben, das sich etwas verändern müße. Ich habe das Ganze eher Medienkritisch gesehen, aber ist ja auch egal.
Wenn man da im Werder Forum guckt, da schreiben einige, daß er zurecht ausgepfiffen wurde, die aber schrieben bei Enke, daß es ein Umdenken geben muß. Haltet es doch wie Kaiser Franz "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern", Ihr Fahne in den Wind schwänker!
 
Das ist doch ein Wunsch denken der Menschheit,gerade nach dem Tod von Enke,wurde viel geredet und diskutiert.Und die Menschheit wurde mit Heuchelei überschüttet.Wenn man ehrlich zu sich selber ist,ist es leider garnicht möglich ohne Druck zu leben,wenn ich meine Arbeit nicht vernünftig mache ,pfeift mein Chef mich so richtig zusammen.Und weil Arbeit in der heutigen Zeit eher rahr ist kann man sich auch nichts großes erlauben und das wissen die vorgesetzten auch.Was ich damit sagen will,ist das man die Pfiffe für Borowski echt nicht zu hoch bewerten sollte.Es gibt schlimmeres im Leben und ich denke das Herr Borowski damit klar kommt,es hat ja nicht das ganze Stadion gepfiffen,und wenn er jeden Fan auch zeigt das er 100% Einsatz für unseren SV WERDER bringt,werden die Pfiffe schnell verstummen.Wenn man aber über den Platz trabt wie ein Lamer Gaul, sind Pfiffe ganz normal nicht nur in Bremen...
 
ich denke, Pfiffe gegen die eigene Mannschaft sind in erster Linie Unmutsbekundungen, aber die sollten z.B. in der Halbzeitpause, oder nach dem Schusspfiff kommen...

während dem Spiel sollte man seine Mannschaft unterstützen...

übrigens, ich kann mich z.B. erinnern, als ein Effe den Mittelfinger gegen deutsche Fans erhoben hat, weil diese während einem wichtigen WM Spiel, die eigene Mannschaft ausgepfiffen haben...

dieser Spieler wurde danach jahrelang auf diese Geste von den Medien reduziert, obwohl er in meinen Augen gar nicht so unrecht hatte...

man muss auch sagen, dass die Pfiffe nicht ihm gegolten haben, sondern seinen Mitspielern, aber durch die einseitige Berichterstattung der Medien, war der damals noch 25 jährigen Effe nicht mehr tragbar und wurde umgehend aus der NM ausgeschlossen...

soweit ich es in Erinnerung habe, hat sich Effe dafür nie entschuldigt, und ganz ehrlich, ich finde das sogar ok!

Edit: das Thema Enke hat damit nicht das Geringste zu tun, der Mann litt, wie auch sein Vater sagte, schon als Kind unter Versagensängsten, und hat sich seiner Krankheit nicht wirklich gestellt...
er war sehr beliebt, und wurde nicht ausgepfiffen, im Gegenteil, er war quasi unantastbar...
diese Diskussion ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten!
 
Dann stricke das mal weiter und male Dir aus, was Pfiffe gegen eine einzelne Person bei Personen auslösen können, die an sich schon aufgrund ihrer Vorgeschichte gefährdet sind. Sei es aufgrund von Verhaltensängsten, Depressionen oder einfach nur aufgrund ihres sensiblen Charakters.

Es stimmt, es ist insofern nicht auf Enke übertragbar dass ihm die eigenen Fans kein solches "Fegefeuer" bereitet haben. Grundsätzlich muss man sich aber mal überlegen, welche Dinge denn überhaupt Druck auf einen Spieler ausüben können. Dazu gehören nicht nur sportliche Ziele und Erfolgsdruck seitens des Vereins oder der Presse, sondern auch die Erwartungshaltung der Fans. Und diese können m.E. durchaus einen gewissen Druck ausüben, der einen Spieler unter gewissen Umständen zermürben kann.

Dass das Thema Enke damit nicht im geringsten zu tun hat, würde ich daher so nicht formulieren.

Anderes Beispiel:
Mobbing im normalen Arbeitsleben hat schon viele in die Depression oder gar in den Selbstmord getrieben. Hier geht Druck von einigen wenigen Personen aus. Warum soll Druck, der von ganzen Massen ausgeht, weniger Schaden beim Betroffenen verursachen? Warum soll man so etwas auf die leichte Schulter nehmen, nach dem Motto: der ist Millionär - der muss das aushalten? Verliert man ab einem gewissen Gehalt etwa seine menschlichen Züge?
 
Dann stricke das mal weiter und male Dir aus, was Pfiffe gegen eine einzelne Person bei Personen auslösen können, die an sich schon aufgrund ihrer Vorgeschichte gefährdet sind. Sei es aufgrund von Verhaltensängsten, Depressionen oder einfach nur aufgrund ihres sensiblen Charakters.

Es stimmt, es ist insofern nicht auf Enke übertragbar dass ihm die eigenen Fans kein solches "Fegefeuer" bereitet haben. Grundsätzlich muss man sich aber mal überlegen, welche Dinge denn überhaupt Druck auf einen Spieler ausüben können. Dazu gehören nicht nur sportliche Ziele und Erfolgsdruck seitens des Vereins oder der Presse, sondern auch die Erwartungshaltung der Fans. Und diese können m.E. durchaus einen gewissen Druck ausüben, der einen Spieler unter gewissen Umständen zermürben kann.

Dass das Thema Enke damit nicht im geringsten zu tun hat, würde ich daher so nicht formulieren.

Anderes Beispiel:
Mobbing im normalen Arbeitsleben hat schon viele in die Depression oder gar in den Selbstmord getrieben. Hier geht Druck von einigen wenigen Personen aus. Warum soll Druck, der von ganzen Massen ausgeht, weniger Schaden beim Betroffenen verursachen? Warum soll man so etwas auf die leichte Schulter nehmen, nach dem Motto: der ist Millionär - der muss das aushalten? Verliert man ab einem gewissen Gehalt etwa seine menschlichen Züge?

das Thema Enke nervt mich eigentlich nur noch, man kann nicht immer alles auf die bösen Fans, oder die böse Umwelt schieben, gerade wenn jemand im Vorfeld seine Umwelt jahrelang getäuscht hat...

natürlich hast Du Recht, dass Profifußball ein hartes Geschäft ist, aber ein Profi muss und sollte eben auch mit diesem Druck klarkommen!

bei den Pfiffen haben wir denke ich, die gleiche Haltung, ich denke im Übrigen auch, dass ein Profi zu Recht das Gehalt verdient (zumindest in Deutschland), was er verdient, denn es geht auch hier um Angebot und Nachfrage bzw. ein Profi muss auch auf viel Privatleben verzichten, und ich gönne jedem das Gehalt...

allerdings darf sich auch keiner beschweren, wenn er irgendwann mal an seinem Gehalt gemessen wird, wenn man z.B. auch sieht, was ein Bargfrede verdient...

nochmal, ich bin absolut gegen dieses Auspfeifen während des Spiels!
 
Ja, ich sehe ein, dass man bei einem Spieler wesentlich höhere Maßstäbe ansetzen muss, der ein mehrfaches verdient wie ein direkter Konkurrent.
Insofern muss man folgerichtig von einem Borowski wesentlich mehr einfordern.

Grundsätzlich sollte das Team aber über allem stehen.
Wenn man dann nichts besseres zu tun hat, als bei einem Stand von 2:1 nach 5 verlorenen Spielen die Einwechslung von Borowski mit Pfiffen zu quittieren, dann passt irgendwas nicht.

Dass ein Borowski bis dato nicht einmal die Chance hatte, überhaupt einen Fehler zu machen, wurde ja schon oft genug geschrieben.

Es soll nicht darum gehen, ein mühsam erkämpftes 2:1 zu glorifizieren und blind Beifall zu klatschen weil die 3 Punkte zu Hause bleiben. Es geht eher darum, der Mannschaft dabei zu helfen, die 3 Punkte über die Spielzeit zu retten. Habe ich da etwa eine völlig falsche Intention ins Stadion zu fahren? Oder bin ich da als Fan nicht mehr zeitgemäß?

Da kann ich ja gleich nach dem Spiel die Spieler auspfeifen die mir nicht gefallen haben anstatt die Mannschaft zum Sieg zu beglückwünschen und damit Motivation für die nächsten Partien zu geben.

Das ganze erinnert mich an unser 5:3 gegen Kaiserslautern, als noch während des Spiels "Borel raus" skandiert wurde. Einige scheinen womöglich heute noch zu glauben, dass diese Rufe die Wende des Spiels herbeigeführt haben. Gerade den Torwart dermaßen zu verunsichern, widerspricht sich zu 100% mit den Beweggründen, warum ich ins Stadion fahre. Und auch die Reaktionen vergangenen Samstag können zu haarsträubenden Fehlern beim betroffenen Spieler führen, unter denen dann die ganze Mannschaft zu leiden hat.

Wenn ich zur Halbzeit oder nach Spielende die Mannschaftsleistung mit Pfiffen quittiere, ist das noch etwas völlig anderes und kann auch positive Signale hervorrufen. Aber mit dieser Unterscheidung scheinen viele überfordert.

Traurige Entwicklung, ganz ehrlich...
Und nein, ich finde ganz und gar nicht dass das Thema zu hoch gehängt wird.
 
@ Sascha79

:tnx:

(außer, ich bin noch nicht mal der Meinung, dass man so viel höhere Maßstäbe bei Boro anlegen sollte, aber mir fällt es eben leichter, das muss ich zugeben, einem Bargi einen Fehler zu verzeihen, schon alleine weil er wesentlich jünger ist...)
 
Naja, Boro erhält das höhere Gehalt ja nicht aufgrund seines Namens oder weil er mal ein Bayern-Logo spazieren tragen durfte, sondern weil er wirklich mal andere Leistungen zeigte, die ihn schließlich auch 33 Länderspiele einbrachten. Und hier schließt sich der Kreis, warum hier so viel von ihm erwartet wird bzw. ihm auch weniger verziehen wird. Nur bei den Reaktionen auf die nicht erfüllten Erwartungen sollten sich einige zumindest ein wenig an ihre gute Kinderstube erinnern, sofern vorhanden ;)
 
Naja, Boro erhält das höhere Gehalt ja nicht aufgrund seines Namens oder weil er mal ein Bayern-Logo spazieren tragen durfte, sondern weil er wirklich mal andere Leistungen zeigte, die ihn schließlich auch 33 Länderspiele einbrachten. Und hier schließt sich der Kreis, warum hier so viel von ihm erwartet wird bzw. ihm auch weniger verziehen wird.

sehe ich auch so, aber ich wärte ehrlichgesagt schon zufrieden, wenn er solche Leistungen wie Bargi bringen würde...
denn Bargi zeigt in meinen Augen nicht nur sehr konstante Leistungen, sondern er zeigt auch Einsatz, und das ist aus meiner Sicht das Wichtigste, da ich bei Boro immer das Gefühl habe, er ist ein Schönspieler der nicht dahin geht, wo es weh tut und sich geschickt aus den Zweikämpfen heraushält!

Ja, ich sehe ein, dass man bei einem Spieler wesentlich höhere Maßstäbe ansetzen muss, der ein mehrfaches verdient wie ein direkter Konkurrent.
Du hast ja ziemlich generell geschrieben, dass man aufgrund des Gehaltes einen wesentlich höheren Maßstab anlegen muss, ich würde schon absolut nichts sagen, wenn sich ein Boro so den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) aufreist, wie es der Philipp bei weit weniger Gehalt tut, also zumindest erkennbar den gleichen Einsatz zeigt...
 
Mit dem Einsatz wäre ich schon etwas vorsichtiger.
Viele Spieler haben eine gewisse Körpersprache, die sie nicht abstellen kennen.

Gerade schlacksige Spieler wie Naldo, Mertesacker oder auch Borowski wirken meist nicht so, als würden sie den unbedingten Willen zeigen, sich den Hintern aufzureißen. Außerdem bin ich nicht der Meinung, dass Boro eine andere Körpersprache zeigt, als vor der WM 2006. Außer vielleicht, dass er sich das Kaugummi kauen abgewöhnt zu haben scheint ;)

Mag sein, dass bei ihm ein paar Prozent Einsatzwillen fehlen.
Aber ich würde das nicht, wie viele andere, bedingungslos unterschreiben.
 
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