Danke, auch wenn mir generell nicht nach fishing for compliments ist
Grundsätzlich glaube ich nicht nur daran, sondern ich halte es sogar für enorm wichtig, daß Menschen sich ändern, denn gerade jetzt in unserer schnellebigen Zeit gilt der Spruch "Stillstand bedeutet Rückschritt" noch mehr als in früheren Jahren.
Bei TS habe dahingehend jedoch meine Zweifel, aus mehrern Gründen. Abgesehen davon, daß bei Menschen mit zunehmenden Alter die Bereitschaft für (persönliche) Veränderungen sinkt, gilt TS negativ ausgerdrückt als stur bzw. positiv artikuliert sich seiner Linie treu bleibend. Und diese persönliche Eigenschaft spiegelt sich auch in seiner Trainerlaufbahn wieder, denn er blieb seinen Linien in Fußball-Philiosophie und -Spielweise treu, so daß er sich der Entwicklung des Fussballs nicht mehr anpasste und somit die Darbietungen der Mannschaften des einstigen Erfolgstrainer überwiegend enttäuschend waren. Apropos Erfolg, denn dieser kann die mangelnde Bereitschaft zu erforderlichen Veränderungen forcieren; in der
Süddeutschen Zeitung war sehr guter Kommentar über Jogi Löw zu lesen, in dem von
die Rede war. Diese Zeilen lassen sich ebeno auf TS oder auch Arense Wenger übertragen, weil auch bei ihnen vermutlich diese Es-geht-so-weiter-wie-bisher-Mentalität die mangelnde Bereitschaft zur Anpassung an den Veränderungen des Fussballsports manifestierte, so daß die Leistungskurven ihrer Mannschaften zuletzt nach unten zeigten - ganz anders als z.B. Alex Fergusson, der sich von seinen Erfolgen nicht blenden ließ und sich mit offen Augen und Ohren stets den Veränderungen im Fußball anpasste, so daß er sich mit dem 13. Meistertitel mit ManU in den Ruhestand verabschiedete. Die Bereitschaft zum Zeigen von Innovation und Modernität ist wie geschrieben eine Frage der Persönlichkeit und nicht des Postens, und je länger diese Tugenden bei einem Menschen nicht mehr zu erkennen sind, desto gringer ist auch die Wahrscheinlichkeit, daß diese bei diesem Menschen plötzlich wieder auftauchen.
ich finde Du siehst viele Dinge zu sehr schwarz/weiss. Das aus Thomas Schaaf in diesem Leben kein fanatischer Verfechter des Catenaccio mehr werden wird, sollte uns beiden klar sein. NATÜRLICH verfolgt TS auch weiterhin seine Idee vom "Offensiven Fussball". Aber innerhalb dieser Kategorie gibt es sehr feine Abstufungen und Eigenarten. Auch damals war unter TS während der "goldenen Ära" alles gut, weils erfolgreich war. Im Zuge der Entwicklung des Fussballs wurde dann irgendwann alles was vorher gut war plötzlich schlecht. Das war natürlich auch der Betriebsblindheit der damaligen Protagonisten, sowie deren damaligen Unfähigkeit zur Veränderung geschuldet.
JA, ich bestreite das TS auch heute noch den selben Fussball von damals spielen lassen würde! Eben weil auch er sich in seinem Bereich des grundsätzlich offensiven Fussballs weiter entwickelt hat. Schau Dir doch 90 % der heutigen Bundesligapartien an! KAUM noch Inspiration, KAUM noch Ideen und Freiraum für neue Bewegungsabläufe und kollegtive Automatismen! Alles spielt sich in vordefinierten Räumen unter festen Regeln ab! Dieses Phänomen konnte man sogar bei der WM bewundern, natürlich auch weil man so innerhalb kürzerer Zeit eine gewisse "Linie" in den für relativ kurze Zeit zusammengewürfelten Haufen namens "Nationalmannschaft" bekommen kann. Ich sage dazu: BOAH! Is DAS langweilig! Und das soll jetzt bis in alle Ewigkeit der Weisheit letzter Schluss sein an der nicht zu rütteln ist???
Ich sage: NEIN! Da gibt es noch mehr! Natürlich nichts KOMPLETT anderes, aber entsprechende Gegenmaßnahmen um diesem Trott ein Bein zu stellen und für eine kreative Entwicklung des Fussballs zu sorgen.
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Es ist ja nicht so das wenn ich schreibe das 90 % der Bundesliga Einheitsbrei ist, das die BuLi völlig frei von neuen Lösungsansätzen wäre. Es gibt einige Mannschaften wie z.B. Hoffenheim oder Leverkusen die durchaus in Teilen sehr interessante neue Aspekte bieten. Ausserdem gehören zu der Entwicklung des Fussballs ja auch z.B. die Schiedsrichter! Wenn ich sehe wie ungestraft manche Spieler mit für BLINDE sichtbaren Unsportlichkeiten davon kommen (Stichwort: Schwalbe, Schauspielerei, Zeitspiel, Ball weg schlagen etc. pp.) während die Mannschaft die sich gegen diese Schweinereien wehrt noch bestraft wird, dann ist eine gewisse Entwicklung vorprogrammiert. Wenn künftig (was nicht passieren wird, da der Druck der Vereine und der einzelnen Verbände viel zu hoch ist) künftig solcherlei Schweinereien geahndet werden in Form von gelben und roten Karten, dann würdest Du sehen wie sich das Spiel ingesamt auch wieder hin zum fairen Sport verändert. Passiert es nicht machen die Profis das was sie laut Arbeitsvertrag tun MÜSSEN, nämlich ALLES dafür tun um ein Spiel zu gewinnen was der eigenen Mannschaft nicht schadet. Was kann man also künftig tun? Ein Ansatz für mich ist das die Spieler die regelmässig "taktisch foulen" um den Spielfluss zu unterbrechen (hoch anlaufen und den Spielzug unterbinden) künftig daran gehindert werden dies "ungestraft" (ob nun durch körperliche Schmerzen oder in Form von Karten) zu tun, dann könnte sich schon mal eine ganz andere Entwicklung auftun.

