Bremen
Moderator
Das sehe ich wiederum anders. werder muss eine eigene Philosophie haben.
Bayern kauft seinen erfolg. Schalke will es den bayern nachmachen, schafft es aber nicht, weil sie einfach weniger Geld haben. sie haben keine eigene Philosophie, werden auch die nächsten 20 Jahre kein meister.
Werder muss es wie in den achtzigern machen. Genau das was jetzt zum beispiel Frankfurt macht. Mit einem guten auge auf eine gesunde mischung aus jungen hungrigen spielern und erfahrenen Recken setzen. genau das macht Allofs mit seinen Transfers. Nur spielt da meiner Meinung nach der Trainer nicht mehr mit.
Dortmund hat es doch vorgemacht. Kagawa, Schmelzer und Götze, dazu Großkreutz. Wer kannte die denn vor drei Jahren? dazu noch Lewandowski, Leitner, Bender. Alle bis vor drei vier Jahren unbekannt. Dortmund ist das Werder der Neuzeit.
Nur, klopp hat den richtigen Zugang zu den Spielern, hat Inspiration und Kraft. Das ist uns leider verloren gegangen. Der Mannschaft und dem Trainer.
Ich sehe deine diesbezügliche Meinung gar nicht so gegensätzlich zu der meinigen. Werder hat doch bereits seit Jahrzehnten seine eigene Philosophie, sprich gute Spieler für kleines Geld an die Weser zu holen. Das Problem dabei ist "nur" daß man diese in den fetten Jahren der jüngeren Geschichte weitesgehend über Bord geworfen hatte bzw. das die Spieler, die man für kleines Geld holte, sich größtenteils nicht als die erhoffe Verstärkung für kleines Geld erwiesen (ob es nun an ihnen oder an TS lag, lassen wir jetzt mal außen vor).
Deswegen kann man auch nicht davon Reden, daß Dortmund uns etwas vormacht, sondern der BVB hat vielmehr unsere erfolgreiche Philosophie erfolgreich kopiert. Denk doch einmal bitte an Namen wie Neubarth, Meier, Wolter, Ordenewitz, Sauer, Hermann, Eilts oder Bode: diese jungen Spieler, die man im damaligen Fußballdeutschland vorher genau so wenig kannte wie vor 3 Jahren die von dir erwähnten BVB-Spieler, wurden mit Routiniers zu einer erfolgshungrigen Mannschaft geformt. Fazit: das, wofür der BVB heute so sehr gelobt wird, hat man bei Werder vor 25 - 30 Jahren bereits erfolgreich umgesetzt.
Dies ist natürlich nur möglich, wenn man einen Trainer hat, der sich damals wie Otto Rehhagel und heute beim BVB Klopp durch eine gewisse Fußballverrücktheit auszeichnet. Ich will Thomas Schaaf diese Fußballverrücktheit nicht absprechen (auch wenn sie bei ihm im Gegensatz zu Rehhagel und Klopp nicht extrem nach außen ersichtlich ist) , aber bei ihm ist, wie du richtig erkannt hast, sehr viel von en Fähigkeiten verloren gegangen, die ihn einst ausgezeichnet haben.


