Mir auch. Deshalb schreibe ich dazu auch nach diesem Beitrag nicht weiter.
Natürlich kann einen freuen, das nach "2 Jahren Anti-Fussball" bei Werder wieder richtige Erlebnis-Spektakel geboten werden.
Dennoch kann dies (und all die anderen Ausreden) nicht das rechtfertigen, was uns da geboten wird.
Es ist nunmal so, DASS der Umbruch bisher in mehrfacher Hinsicht viel erfolgreicher war, als man vor der Saison hoffen durfte:
1) KA hat eine sehr gute Transferperiode hingelegt
2) Die Neuzugänge fügen sich bisher sehr gut ein
3) Jeder sagt, wie sehr die neue Truppe harmoniert und Spaß hat.
4) Die fussballerische Qualität wurde gesteigert
5) Obwohl die Mannschaft sehr jung ist, ist sie vergleichsweise doch sehr erfahren. Es stehen auch wieder viele Nationalspieler im Kader.
6) Dazu kommt, das die jungen Spieler davon profitieren, schon in sehr jungen Jahren gut ausgebildet worden zu sein.
Fatal finde ich, wenn man dann, wenn man anhand von Spielen mit positiven Anzeichen wie gegen Dortmund, Stellingen und mit Abstrichen Hannover sieht, zu was die Mannschaft fähig sein könnte, sofort wieder gedanklich stehen bleibt und plötzlich mit Niederlagen zufrieden ist, weil man doch ein paar Monate zuvor bestimmte positive Dinge nicht erwartet hätte.
Wenn man mal einen bestimmten Punkt erreicht hat, wird ein Spieler oder Trainer mit echtem Erfolgswillen das Erreichte wiederholen und das Kritikwürdige verbessern wollen.
Nicht aber anhaltende Misserfolge damit zu rechtfertigen versuchen, das man ein paar Monate zuvor mit bestimmten positiven Effekten nicht gerechnet hätte.
Das der Trainer angesichts der momentanen Lage "ruhig bleibt" ist mir ehrlich gesagt völlig egal. Er kann ruhig bleben oder wie ein Heinzelmännchen herum tanzen. Hauptsache er geht das eigentliche Problem an.
Genau das passiert bisher allerdings immer noch nicht und mir fehlt, wenn ich die letzten Interviews höre, ehrlich gesagt der Glaube daran, das das Problem des chaotischen und nicht organisierten Defensivspiels überhaupt seitens der sportlichen Führung erkannt wird.
Geschweige denn, das gegen irgend etwas dauerhaft erfolgversprechendes getan wird.
Ich habe diese Saison innerlich abgehakt und dementsprechend rutscht die laufende Bundesligasaison in ihrer Wichtigkeit für mein Leben gerade um gefühlte 57 Plätze in der Rangliste nach unten.
Tschüß